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Tante Toni und ihre Bande von Brochow, Alberta von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2014
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Tante Toni und ihre Bande

Alberta von Brochow - Tante Toni und ihre Bande

Einer der absolut lesenswertesten, vergessenen Kinderbuchklassiker ist ohne Zweifel die Geschichte von 'Tante Toni und Ihrer Bande' von Alberta von Brochnow ...

Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren "normal" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 02.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944869988
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 306kBytes
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Tante Toni und ihre Bande

Kapitel 1 - Tante Toni kommt!

Frau Wulff saß am Fenster und nähte. Ihre vier ältesten Kinder waren noch um den Tisch versammelt und beendeten ihren Nachmittagskaffee.

"Eilt euch ein wenig", drängte die Mutter, "damit ihr bald an die Aufgaben kommt und hernach noch in den Garten gehen könnt."

"Ich bin fertig", sagte Kurt, und er trat zur Mutter ans Fenster. Hinausblickend gewahrte er den Briefträger.

"Mutter, da ist der Briefträger!" rief er eifrig aus. "O, darf ich schnell hinunterlaufen? Er hat vielleicht einen Brief von Tante Toni!"

"Ja, geh nur. Aber sei so gut und bringe mir den Brief uneröffnet. Du weißt, es schickt sich nicht, daß Kinder die Briefe ihrer Eltern öffnen."

Kurt wurde rot und sprang hastig hinaus. Wenige Augenblicke später stürzte er wieder ins Zimmer und schrie, wie im Triumph einen Brief hochhaltend: "Hurra, ein Brief aus Walden; der ist sicher von Tante Toni!"

Die vier Kinder drängten sich an die Mutter heran.

"Schnell, Mütterchen, mach' auf und sieh, ob sie kommt!"

"Nur gemach, nur gemach, Kinder!" wehrte diese lächelnd, aber sie beeilte sich doch sehr mit dem Öffnen des Briefes; sie wartete ja selbst mit Sehnsucht auf den Besuch ihrer Schwester, der schon lange geplant war, aber wegen eines Unwohlseins ihres Vaters schon mehrmals hatte verschoben werden müssen.

Schnell durchflog sie den Brief und rief dann freudig aus: "Ja, Kinder, die Tante Toni kommt, und zwar schon morgen!"

Diese Nachricht wurde mit einem solchen Freudengeschrei begrüßt, daß die Mutter sich die Ohren zuhalten mußte.

"Kommt der Großpapa auch mit?" fragte Paul, Kurts Zwillingsbruder.

"Nein; Großpapa geht zu seiner Erholung für ein paar Wochen zu Onkel Karl und zu Tante Klara aufs Land; deshalb kann Tante Toni diesmal etwas länger bleiben."

"Hurra, sie bleibt lange diesmal!" schrie Anna, und sie wirbelte springend und hopsend durchs Zimmer, während die kleine Toni, das Patenkind der Tante, in die Hände klatschend ausrief: "O, wie froh bin ich, wie froh!"

"Höre, Paul", wendete sich nun die Mutter an diesen, "du gehst gleich zu Onkel Robert und teilst ihm Tante Tonis Ankunft mit. Da er jedenfalls keine Zeit haben wird, an die Bahn zu gehen, so bitte ihn, er möge doch morgen nachmittag zum Kaffee kommen oder wenigstens das Fräulein mit den beiden Kindern schicken. Und du, Kurt, du springst hinüber zu Onkel und Tante Helmer und ladest sie ebenfalls ein und sagst, sie möchten die drei größeren Kinder mitbringen. Haltet euch aber nicht auf, denn es muß noch gelernt werden; sonst gibt es morgen Verdruß in der Schule!"

"Sei ruhig, Mutter, wir sind gleich wieder da!"

Und wie der Wind stürzten Paul und Kurt hinaus, stolz darauf, die Überbringer einer so wichtigen Botschaft zu sein.

Tante Tonis Zug traf am nächsten Tage gegen 3 Uhr ein; es war glücklicherweise ein schulfreier Nachmittag, so daß die Zwillinge, Anna und Toni ihre Mutter an die Bahn begleiten konnten. Dort trafen sie auch schon Tante Luise Helmer mit ihren zwei Ältesten, Mariechen und Philipp.

Als der Zug einfuhr, waren die Kinder kaum zurückzuhalten. Jedes wollte die Tante zuerst sehen, sie zuerst begrüßen, und kaum war diese ihrem Wagenabteil entstiegen, da war sie auch schon umringt, umarmt, geschoben, gestoßen, daß sie sich kaum zu helfen wußte und lachend ausrief: "Das ist ja der reinste Überfall! Gebt acht, die guten Sachen, die ich euch mitgebracht habe, werden ganz zerbröckelt und zu Brei gedrückt sein, bis wir heimkommen!"

Das wirkte ein wenig, und Tante Toni konnte nun endlich auch ihre beiden Schwestern begrü&szli

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