text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

The Gifted - Vergiss mein nicht Band 1 von Barnes, Jennifer L. (eBook)

  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

The Gifted - Vergiss mein nicht

Die 17-jährige Cassie hat eine ganz besondere Gabe: Sie kann die Persönlichkeit wildfremder Menschen "lesen". Als das FBI sie deshalb als Profi - lerin rekrutiert, willigt sie sofort ein - bietet sich damit doch die Chance, den Cold Case ihrer Mutter wieder aufzunehmen. Doch kaum hat das Training mit vier weiteren ebenso begabten Jugendlichen begonnen, gerät Cassie ins Fadenkreuz eines Serienkillers - mit dem gleichen Mordmuster wie beim blutigen Verschwinden ihrer Mutter! Jetzt beginnt ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem das junge Team an die Grenzen seiner Fähigkeiten gehen muss, um zu überleben. Doch dann nimmt der Fall eine überraschende Wendung ...

Jennifer Lynn Barnes hat bereits mehrere hochgelobte Jugendromane veröffentlicht. Sie studierte Psychologie, Psychiatrie und Kognitionsforschung. Ihren Abschluss hat sie vor Kurzem von der Yale University erhalten und arbeitet nun als Psychologieprofessorin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641130145
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: The Gifted Bd.1
    Originaltitel: The Naturals no1
    Größe: 678kBytes
Weiterlesen weniger lesen

The Gifted - Vergiss mein nicht

Kapitel 1

Die Arbeitszeit konnte man wirklich vergessen. Die Trinkgelder waren schlecht, und die meisten meiner Mitarbeiter nervten pausenlos, aber c'est la vie . Es war ein Sommerjob, der mir immerhin Nonna vom Hals hielt. Außerdem hielt es meine diversen Tanten, Onkel und die sonstige Sippschaft davon ab, mir eine zeitweilige Beschäftigung in ihren Restaurants/Fleischereien/Anwaltskanzleien/Boutiquen anzubieten. Angesichts der sehr großen (und sehr italienischen) Familie meines Vaters boten sich dort schier unendliche Möglichkeiten, die jedoch im Grunde alle auf das Gleiche hinausliefen.

Mein Vater wohnte am anderen Ende der Welt, meine Mutter war verschwunden, vermutlich tot. Daher war ich von vornherein ein Problemfall. Und als Teenager war ich sowieso allen verdächtig.

"Bestellung ist fertig!"

Mit geübtem Griff angelte ich mit der linken Hand einen Teller mit Pfannkuchen (mit Speck) und mit der rechten einen doppelten Frühstücksburrito (mit Jalapeñ;os). Wenn es mit dem Studientest im Herbst nicht klappte, hatte ich in der niederen Gastronomiebranche echte Chancen.

"Pfannkuchen mit Speck, Frühstücksburrito mit extra Jalapeñ;os", verkündete ich, als ich die Teller auf dem Tisc h abstellte. "Kann ich sonst noch etwas für die Herren tun?"

Ich wusste bereits genau, was dieses Duo sagen würde, noch bevor einer von ihnen den Mund aufgemacht hatte. Der Typ links wollte eine Extraportion Butter. Und der andere? Er brauchte noch ein Glas Wasser, bevor er auch nur einen Blick auf diese Jalapeñ;os werfen konnte.

Ich würde hundert zu eins wetten, dass er sie nicht mal mochte.

Wer Jalapeñ;os mochte, bestellte sie nicht als Beilage. Mr Frühstücksburrito wollte nur nicht, dass man ihn für einen Waschlappen hielt – auch wenn er sich vielleicht anders bezeichnet hätte.

He, Cassie, mahnte ich mich streng, bleiben wir doch politisch korrekt.

Normalerweise fluchte ich nicht viel, aber ich hatte die schlechte Angewohnheit, die sprachlichen Eigenheiten anderer zu übernehmen. Wenn man mich in einen Raum voller Engländer steckte, kam ich mit britischem Akzent heraus. Das geschah nicht absichtlich – ich hatte mich im Lauf der Jahre nur zu lange in andere hineinversetzt.

Berufsrisiko.

Nicht meines. Das meiner Mutter.

"Könnte ich noch ein paar Päckchen Butter bekommen?", fragte der Mann links.

Ich nickte ... und wartete.

"Mehr Wasser", knurrte der Kerl rechts. Er streckte die Brust vor und stierte mir auf den Busen.

Ich zwang mich zu lächeln.

"Kommt sofort."

Ich konnte mich gerade noch zurückhalten, "du Perverser" hinzuzufügen, aber nur so gerade.

Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass ein Kerl Ende zwanzig, der so tat, als möge er scharf gewürztes Essen, und seiner minderjährigen Bedienung auf die Brust glotzte, als würde er für die Augenolympiade trainieren, sich beim Trinkgeld ebenso hervortun würde.

Doch als ich die Wasserkaraffe auffüllte, dachte ich, dass er andererseits auch der Typ sein konnte, der die dumme kleine Bedienung ignoriert, nur um zu zeigen, dass er es kann.

Gedankenverloren dachte ich über die Einzelheiten nach: die Art, wie Mr Frühstücksburrito sich kleidete, seinen möglichen Beruf und die Tatsache, dass sein Freund, der den Pfannkuchen bestellt hatte, eine wesentlich teurere Uhr trug als er.

Er wird sich mit ihm um die Rechnung streiten und dann ein ganz mieses Trinkgeld geben.

Ich hoffte, dass ich unrecht hatte, war mir aber ziemlich sicher, dass dem nicht so war.

Andere Kinder verbrachten ihre Vorschuljahre

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen