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Top Secret 1 - Der Agent von Muchamore, Robert (eBook)

  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Top Secret 1 - Der Agent

Jugendliche Agenten ermitteln für den MI 5! CHERUB ist eine Unterorganisation des britischen Geheimdienstes MI 5 und das Geheimnis ihres Erfolges sind - mutige Kids. Die jungen Agenten werden weltweit immer da eingesetzt, wo sie als unverdächtige Jugendliche brisante Informationen beschaffen können. Doch vorher müssen sie sich in einer harten Ausbildung qualifizieren! Auch James brennt nach diesem Härtetest auf seinen ersten Einsatz: Eine Gruppe von Öko-Terroristen bereitet einen Anschlag mit tödlichen Viren vor ... Robert Muchamore, Jahrgang 1972, lebt und arbeitet in London. Als Teenager träumte er davon, Schriftsteller zu werden. Er wusste nur nicht, worüber er schreiben sollte. Daher arbeitete er dreizehn Jahre als Privatdetektiv, doch als sich sein Neffe darüber beschwerte, dass es nichts Vernünftiges zu lesen gäbe, beschloss er, das Schreiben wieder aufzunehmen. Seine Agentenreihe TOP SECRET wurde in über 28 Länder verkauft und zum internationalen Millionenbestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641119997
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Top Secret Bd.1
    Originaltitel: Cherub 1: The Recruit
    Größe: 1278 kBytes
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Top Secret 1 - Der Agent

3.

James stolperte in die Diele, eine Hand auf den Magen gepresst. Er warf einen Blick auf das Display des Handys seiner Mutter.

48 ANRUFE IN ABWESENHEIT
4 TEXTNACHRICHTEN

Er stellte das Telefon aus und steckte den Kopf ins Wohnzimmer. Das Licht war aus, der Fernseher an. Seine Mutter schlief in ihrem Sessel. Von Ron keine Spur.

"Er ist weg", sagte er.

"Gott sei Dank", erwiderte Lauren. "Er küsst mich immer und sein Atem riecht grauenvoll."

Lauren schloss die Wohnungstür und hob eine handgeschriebene Notiz von der Fußmatte auf.

"Von deiner Schule."

Lauren kämpfte mit der schlechten Handschrift, als sie sie vorlas: "Sehr geehrte Mrs Choke, bitte rufen Sie entweder die Schulsekretärin oder mich dringend unter einer der unten genannten Nummern an, be... be-irgendwas?"

"Bezüglich", vermutete James.

"Bezüglich James' Verhalten in der Schule", las Lauren weiter. "Michael Rook, stellvertretender Schulleiter."

Lauren folgte James in die Küche. Er nahm sich ein Glas Wasser und ließ sich am Küchentisch nieder. Lauren setzte sich ihm gegenüber und kickte ihre Turnschuhe weg.

"Mum wird dich massakrieren", grinste sie. Sie freute sich darauf, James leiden zu sehen.

"Kannst du nicht die Klappe halten? Ich versuche, nicht daran zu denken."

James schloss sich im Bad ein. Sein Spiegelbild schockierte ihn. Die linke Gesichtshälfte und die Spitzen seines blonden Haares waren rot von Blut. Er leerte seine Taschen aus und stopfte die ruinierten Kleidungsstücke in eine Mülltüte. Später würde er sie unter dem anderen Müll verstecken, damit seine Mutter sie nicht fand.

Dass er in solch einem Schlamassel steckte, brachte James dazu, über sich selbst nachzudenken. Er wusste, dass er kein besonders guter Mensch war. Er stritt sich ständig. Er war intelligent, aber faul, und bekam deshalb schlechte Noten. Er erinnerte sich an all die Male, in denen die Lehrer ihm gesagt hatten, dass er sein Potenzial verschwende und dass es einmal ein schlimmes Ende mit ihm nehmen würde. In Millionen von Schulstunden hatte er sein Gehirn völlig abgeschaltet. Nun wurde ihm langsam klar, dass sie zum größten Teil Recht hatten, und dafür hasste er sie umso mehr.

James öffnete die Tube mit der Wundsalbe, merkte jedoch, dass die Salbe nichts nutzen würde, wenn er nicht erst das Blut abwusch. Wohltuend traf der Strahl der heißen Dusche sein Gesicht und seinen Körper, während sich zu seinen Füßen ein roter Strudel bildete.

Er war nicht sicher, ob Gott existierte, konnte sich jedoch auch nicht vorstellen, wie alles um ihn herum entstanden sein konnte, ohne dass irgendetwas es gemacht hatte. Wenn es je eine Zeit für Gebete gab, dann jetzt. Er fragte sich kurz, ob man nackt in der Dusche beten dürfe, kam jedoch zu dem Schluss, dass das ziemlich schnuppe wäre, und faltete die nassen Hände.

"Hallo, Gott... Ich bin nicht immer gut. Eigentlich sogar nie. Hilf mir doch einfach, gut zu sein und so. Hilf mir, ein besserer Mensch zu werden. Danke... Amen. Und sorg dafür, dass Greg Jennings mich nicht umbringt!"

Nicht ganz von der Macht des Gebetes überzeugt, sah James unsicher auf seine Hände.

Nach der Dusche zog James seine Lieblingsklamotten an, ein T-Shirt von Arsenal und ein paar zerrissene Nike-Trainingshosen, die er vor seiner Mutter verstecken musste, die alles wegwarf, was nicht so aussah, als sei es gerade die Woche zuvor geklaut worden. Sie verstand einfach nicht, dass es viel cooler war, wenn Klamotten etwas abgewetzt aussahen.

Nachdem er ein Glas Milch getrunken, zwei von Laurens getoasteten Sandwiches verdrückt und eine halbe Stunde "GT4" unter der Bettdecke gespielt hatte, fühlte er sich etwas besser, abgesehen davon, dass sein Magen höllisch wehtat, wenn er sich abrupt bewegte, und dass er sich nicht gerade darauf freute, seiner Mutter zu erzählen, was passiert war, wenn sie aufwachte. Nicht

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