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Traumtreffer! Leon kickt sich durch von Wolff, Julien (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.01.2019
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Traumtreffer!

Der 15-jährige Leon weiß genau, was er will: Profi-Fußballer werden. Für seinen Traum trainiert er hart, nutzt jede freie Minute. Mit Erfolg, denn er grätscht sich geradewegs ins Internat des FC Bayern. Leon glaubt, seinem Ziel ganz nahe zu sein, doch sein Mitschüler Sandro sieht in ihm einen gefährlichen Konkurrenten und spielt mit fiesen Tricks. Als Leon sich auch noch verletzt und das Vertrauen zu seinem besten Freund Aras schwindet, droht alles zu zerbrechen. Schließlich kommt es zu einem dramatischen Spiel, in dem es für Leon um alles geht. Julien Wolff, 1983 in Hamburg geboren, ist dem Fußball seit seiner Jugend verfallen. Nachdem er jahrelang selbst spielte, begann er nach dem Abitur über den schönsten Sport der Welt zu schreiben. Seit 2003 arbeitet er für die Welt und Welt am Sonntag und berichtet seit 2011 über den FC Bayern und die Nationalmannschaft. Julien Wolff lebt in München, ist als Experte regelmäßig bei 'Sky' zu sehen und begeistert sich besonders für den Jugendfußball und die Talentförderung. 'Traumtreffer!' ist sein erster Jugendroman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 31.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646921601
    Verlag: Carlsen
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Traumtreffer!

1 GRÄTSCHE INS GLÜCK

Leon sieht noch, wie sich seine Stollen in den Oberschenkel des Jungen bohren. Ein fetter Tropfen Blut spritzt ihm entgegen. Kommt wie in Zeitlupe immer näher. Leon schließt reflexartig die Augen und kracht auch mit dem Oberkörper in den Jungen.

Als er die Augen wieder aufmacht, liegt der Junge im blau-weißen Trikot vor ihm. Er schreit vor Schmerz und hält sich das Bein. Der Ball liegt frei zwischen den beiden. Leon reagiert sofort, legt noch im Liegen sein rechtes Bein um den Ball und wirft seinen Blick in Richtung des Schiedsrichters, der aus der anderen Spielfeldhälfte auf sie zuläuft. Der Schiri sieht irgendwie aus wie Matthias Schweighöfer , denkt Leon. Dann konzentriert er sich wieder. Und der Schweighöfer-Schiri reißt die Arme hoch. Die Geste für: Weiterspielen! Guter Mann, findet Leon. Er hat ja nicht nur den Jungen getroffen, sondern auch den Ball gespielt, da ist er ganz sicher. Die Grätsche hat sich gelohnt. Leon wundert sich kurz über sich selbst. Seine Freunde sagen, er sei der liebste Mensch überhaupt auf der Welt. Außerhalb des Spielfeldes. Aber auf dem Fußballplatz, da gibt es kein Mitleid. Da gibt es nur Gewinnen oder Verlieren. Und für Leon gibt es nur Gewinnen.

Er reagiert jetzt blitzschnell, drückt sich mit den Armen vom Rasen ab. Er glitscht weg, der Platz in Oberaudorf ist an diesem Sonntagnachmittag nach einer Woche Dauerregen völlig aufgeweicht. Zwei andere Jungs in blau-weißen Trikots rauschen ihm entgegen. Leon macht einen Übersteiger nach rechts und ist damit den einen schon mal los. Der andere Gegenspieler steht jetzt direkt vor ihm und Leon spitzelt ihm den Ball mit seinem starken linken Fuß durch die Beine. Getunnelt. Höchststrafe, Dicker! , denkt Leon und ihm huscht ein Grinsen über das Gesicht.

Er sprintet mit dem Ball am Fuß auf die Linie des 16 Meter-Raums zu. Zwei gegen zwei, come on jetzt, Mann , hört er eine Stimme in sich sagen. Vor ihm haben sich zwei Abwehrspieler aufgebaut. Der eine ist tief in die Knie gegangen und lauert darauf, dass Leon ihm mit seiner Körperhaltung verrät, auf welcher Seite er an ihm vorbeiwill. Der zweite Verteidiger stellt den Raum zu.

Leon sieht, wie Marko links neben ihm auf das Tor zuläuft und mit der Hand nach vorn zeigt. Das Zeichen für: Hier, spiel mir in den Lauf! Wie oft haben sie das im Training geübt ...

Viermal die Woche, immer wieder. Pressing, Laufweg, Abschluss. Aber im Spiel ist eben alles schwieriger. Normalerweise zumindest. Heute ist alles ganz einfach für Leon. Wie im Training.

Leon holt aus, als würde er voll abziehen wollen. Sein linker Fuß - seine "Waffe", wie die Jungs in der Kabine immer ehrfurchtsvoll sagen - schwingt auf den Ball zu. Er sieht kurz hoch und bemerkt, wie der eine Abwehrspieler sein Bein ausstreckt, um den erwarteten Schuss zu blocken. Doch Leon schießt nicht. Er stoppt im letzten Moment, lässt den Verteidiger ins Leere rutschen, schaut zu Marko und spielt rüber. Marko nimmt den Pass an, dribbelt an dem zweiten Abwehrspieler vorbei, schaut den Torwart aus und schiebt den Ball in die rechte Ecke. SV Oberaudorf: 3. Sportfreunde Gmund: 0.

Leon strahlt und läuft zu Marko. Der ist bereits Richtung Eckfahne abgedreht und führt den Salto vor, den er sich bei Pierre-Emerick Aubameyang abgeschaut hat. Die Rentner und Eltern an der Seitenlinie klatschen, die Ersatzspieler ihrer Mannschaft reißen die Fäuste in die Höhe und hüpfen euphorisch auf Leon und Marko zu.

"Läuft bei dir, Junge!", sagt Leon lachend, als er zum Jubeln in Markos Arme springt. Leons mittellange blonden Haare sind vom Regen total nass und kleben ihm auf der Stirn.

"Megapass, Bro. Ganz ehrlich. Mega", antwortet Marko und schiebt Leon von sich weg. "Aber bis in die Kabine trage ich dich nicht, mit deinen dicken Oberschenkelmuskeln bist du mir zu schwer!" Beide lachen und la

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