text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Unser Kunterboot - Das Ding mit der Faulen Paula von Schneider, Stephanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.03.2017
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Unser Kunterboot - Das Ding mit der Faulen Paula

Taxifahrt ins Glück Das wäre ja gelacht! Jonna will ihrem Bruder Tomek beweisen, dass sie als Detektivin mindestens so begabt ist wie Serienheld Charlie Paletti. Schneller als gedacht, steckt sie mitten in einem rätselhaften Fall: Wer ist die geheimnisvolle Taxifahrerin Paula, nach der Krösus sein Hausboot 'Faule Paula' benannt hat - und die schon vor Jahren spurlos verschwand? Zusammen mit Bene, dem Schachgenie aus der Parallelklasse, macht sich Detektivin Jonna auf die Suche. Ob ihr die Elfen auch diesmal helfen können? Oder kommt es doch eher auf logisches Denken an, wie Bene meint? Am Ende weiß Jonna jedenfalls eines ganz genau: Selbst die geheimnisvollsten Rätsel machen erst dann so richtig Spaß, wenn man sie gemeinsam löst! Stephanie Schneider, geb. 1972, freie Journalistin und Autorin, wohnt mit ihrem Mann, zwei Töchtern (10 und 12) und drei Mäusen in Hannover. Als Mutter und frühere Grundschullehrerin kennt Stephanie Schneider den Schulalltag von beiden Seiten und weiß: Ein glückliches und gelungenes Leben hängt nicht von der Schule ab.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 06.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641177065
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Unser Kunterboot Bd.2
    Größe: 6283 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Unser Kunterboot - Das Ding mit der Faulen Paula

Elfenalarm

Immer wenn es bei uns Hausbootleuten etwas zu feiern gibt, dann treffen wir uns an der Feuerstelle und grillen. Wir sitzen auf der Wiese am Kanal, halten Stockbrot oder Würstchen oder Marshmallows über die Flammen und haben es gemütlich.

Heute Abend ist sogar Krösus gekommen, obwohl der sonst oft ein bisschen komisch und am liebsten allein ist. Diesmal ist es ein Abschiedsessen für Karl, Mascha und mich, weil wir doch ab morgen auf Klassenfahrt sind.

"Wir werden drei Tage wandern", erklärt Mascha schon zum dritten Mal an diesem Abend, "zusammen mit denen aus der B-Klasse von Frau Sprengel-Stubbe. Außerdem gibt es eine Schatzsuche in den Bergen. Und wir dürfen auf einer echten Burg wohnen."

"Auf einer Burg?", fragt meine kleine Schwester Greta. "Gibt's da auch ein Gespenst?"

"Klar", sagt Mascha. "Da gibt es haufenweise Gespenster. Und Geister und wahrscheinlich sogar Vampire." Ängstlich steckt Greta den Daumen in den Mund und drückt ihren Hü-Hund fest an sich. Mascha zwinkert mir zu. Ich aber sitze nur da und starre auf meine Bratwurst.

"Was ist los, Zaubermaus", fragt Mama, "warum isst du nichts?"

Ich zucke nur mit den Schultern. Ich weiß ja selbst nicht so genau, was mit mir los ist. Eigentlich ist eine Klassenfahrt das Beste, was es gibt. Mascha, Luzi, Florentine und ich haben schon alles ganz genau geplant. Natürlich nehmen wir alle ein Zimmer zusammen. Wir haben Salzstangen und Gummibärchen eingepackt. Und nachts schleichen wir über den Flur rüber zu den Jungs und erschrecken sie ein bisschen. Sogar ein echtes Reisetagebuch habe ich bekommen. Papa hat es mir mitgebracht. Es ist so klein, dass es auch hinten in die Hosentasche passt. Der Umschlag ist aus dunkelblauem Leder, und an der Seite hat es eine Lasche, in die man einen Stift schieben kann.

"So ein ähnliches Büchlein hatten wir früher bei den Pfadfindern", hat er mir erzählt, und dass ich hineinschreiben darf, was ich will. Deshalb habe ich auch gleich angefangen und in Schönschrift "Meine Klassenfahrt" auf die erste Seite geschrieben. Doch obwohl alles perfekt ist, habe ich heute komischerweise kein bisschen Lust mehr auf Burgen und Mitternachtspartys.

"Muss noch was erledigen", murmle ich und schleiche mich mit meinem Würstchenteller rüber zur alten Fabrik. Eine echte Fabrik ist das gar nicht mehr, denn jetzt sind dort Mamas Kunstschule und Matzes Tischlerei untergebracht. Zum Glück achten die Erwachsenen nicht auf mich, als ich im Holzlager verschwinde. Das Holzlager ist für Kinder nämlich verboten. Daran können wir uns beim Spielen aber leider nicht halten.

Oben im ersten Stock gibt es ein Zimmer, das ganz und gar mit Kisten und Brettern vollgestellt ist. Durch das Fenster dort kann man raus aufs Dach der Fabrik klettern. Und genau das tue ich jetzt.

Und wie immer geht es mir hier oben gleich besser. Die Hausboote liegen friedlich im Kanal wie große, schlafende Tiere. Unten an der Feuerstelle hört man Krösus und die anderen reden. Es riecht nach Rauch und ganz hinten an den Bahnschienen rauscht ein ICE vorbei. Alles hier sieht ganz und gar nach Zuhause aus.

Ein paar Schritte entfernt, hinter einem der dicken roten Schornsteine, wohnen meine Fabrik-Elferiche. Die sind fast wie echte Elfen oder Wichtel, nur besser. Ich baue sie aus leeren Dosen, Draht, Marmeladendeckeln und allem, was ich sonst noch so finde. Ständig werden es mehr.

Ich mag meine Schrott-Elfen. Denen kann ich alles erzählen. Wirklich alles. Zum Beispiel, dass ich schon fast zehn bin und trotzdem Angst vor einer minikurzen Klassenfahrt habe. Mit Elfen ist das nämlich eine besondere Sache. Die sagen nichts weiter. Und wenn man ihnen Geschenke macht, bekommen sie gute Laune. Und dann erfüllen sie einem manchmal einen Wunsch. Das weiß ich von unserem Tischler Matze. Der kommt aus Island und muss es schließlich wissen, denn in Island wim

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen