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Unsere kleine Farm - Lauras glückliche Jahre (Bd. 7) Bd.7 von Wilder, Laura Ingalls (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2018
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
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Unsere kleine Farm - Lauras glückliche Jahre (Bd. 7)

Nun hat Laura ihr Ziel erreicht, sie ist Lehrerin. Zwar ist das Schulhaus weit von ihrem Zuhause entfernt und die meisten ihrer Schüler sind größer als sie, aber Laura ist bald sehr beliebt bei ihnen und die Arbeit macht ihr großen Spaß. Am Wochenende kommt der junge Almanzo mit Pferd und Wagen und bringt Laura wohlbehalten zu ihren Eltern und Geschwistern.

Laura Ingalls Wilder, 1867 geboren und 1957 gestorben, zog als Kind mit ihrer Familie immer weiter vom amerikanischen Osten Richtung Westen. Auf ihren Tagebüchern basiert die Kinderbuchserie, die weltberühmt wurde und in den USA zum Kanon der Kinderbuchklassiker gehört.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 276
    Erscheinungsdatum: 18.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764192129
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
    Serie: Unsere kleine Farm Bd.7
    Originaltitel: These Happy Golden Years
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Unsere kleine Farm - Lauras glückliche Jahre (Bd. 7)

1. Laura geht aus dem Elternhaus

E s war ein klarer Sonntagnachmittag. Die schneebedeckte Prärie strahlte im Sonnenschein. Ein schwacher Wind blies sanft von Süden her, aber es war so kalt, dass die Schlittenkufen knirschten, als sie über den festgefrorenen Schnee glitten. Die Pferdehufe dröhnten dumpf: klopp, klopp, klopp. Pa sagte kein Wort.

Laura, die neben ihm auf dem Brett saß, das quer über den Schlitten gelegt war, sagte auch nichts. Es gab nichts zu sagen. Sie war unterwegs zur Schule, wo sie unterrichten sollte. Gestern noch war sie Schulmädchen gewesen, jetzt war sie Lehrerin. Das war so überraschend gekommen. Laura konnte sich kaum von der Vorstellung lösen, dass sie morgen wieder mit ihrer kleinen Schwester Carrie in die Schule gehen und auf dem Platz neben Ida Brown sitzen würde. Aber morgen würde sie vorne am Pult stehen, würde sie selbst unterrichten.

In Wirklichkeit wusste sie nicht, wie sie es anfangen sollte. Sie hatte noch nie unterrichtet, und sie war noch nicht sechzehn Jahre alt. Selbst für fünfzehn war sie klein gewachsen, und jetzt kam sie sich besonders klein vor.

Das leicht wellige, schneebedeckte Land lag verlassen da. Der ferne, durchsichtige Himmel über ihnen war leer. Laura blickte nicht zurück, aber sie wusste, dass die Stadt jetzt viele Kilometer hinter ihr lag; sie war nur noch ein kleiner dunkler Fleck auf der leeren Weiße der Prärie. Na, Carrie und Grace dort im warmen Wohnzimmer waren weit weg.

Die Brewster-Siedlung war noch weit entfernt. Von dort bis zur Stadt waren es achtzehn Kilometer. Laura wusste nicht, wie es in der Siedlung aussah. Sie kannte niemanden dort. Sie hatte Mr Brewster nur einmal gesehen, als er kam, um sie als Lehrerin für die Schule anzustellen. Er war dünn und braun wie alle Siedler, und er wusste nicht viel zu sagen.

Pa saß da und schaute vor sich in die Ferne, während er die Zügel in den mit Fäustlingen bedeckten Händen hielt und dann und wann die Pferde antrieb. Schließlich wandte er ihr das Gesicht zu und sprach, als ob er auf ihre Furcht vor dem Kommenden antwortete.

"Nun, Laura, jetzt bist du Lehrerin. Wir wussten ja, dass du es einmal sein würdest, nicht wahr? Wenn wir es auch nicht so bald erwartet haben."

"Meinst du, ich kann es, Pa?", erwiderte Laura. "Angenommen - nur einmal angenommen, die Kinder gehorchen mir nicht, wenn sie sehen, wie klein ich bin."

"Natürlich kannst du es", versicherte Pa. "Du hast bisher noch nie versagt, wenn du dich bemüht hast, etwas zu tun, nicht wahr?"

"Nein, das nicht", gab Laura zu, "aber ich - ich habe noch nie versucht zu unterrichten."

"Du bist mit jeder Arbeit fertiggeworden, die sich dir gestellt hat", sagte Pa. "Du hast dich nie gedrückt und bist immer bei der Stange geblieben, bis du getan hattest, was du dir vornahmst. Der Erfolg wird zur Gewohnheit, wie alles, was ein Mensch mit Ausdauer tut."

Darauf folgte wieder Schweigen; nur das Knirschen der Schlittenkufen und das Klopp-klopp-klopp der Pferdefüße auf dem harten Schnee waren zu hören. Laura war etwas wohler zumute. Es stimmte, sie hatte stets durchgehalten, sie hatte einfach müssen.

"Erinnerst du dich an jene Zeit am Pflaumenbach, Quäntchen?", sagte Pa. "Ma und ich gingen in die Stadt, und es kam ein Schneesturm. Und du hast den ganzen Holzstoß ins Haus geschafft."

Laura lachte laut auf, und Pa fiel ein. In der kalten Stille tönte sein Lachen wie der Klang einer großen Glocke. Wie klein, wie furchtsam und wie komisch sie gewesen war, an jenem Tag, der so lange zurücklag.

"Das ist die richtige Art, etwas anzupacken", sagte Pa. "Hab Vertrauen zu dir selbst, und du wirst immer oben bleiben! Vertrauen zu sich selbst haben, das

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