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Villa Hufschuh (2). Rettung für das Minischwein von Müller, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2017
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Villa Hufschuh (2). Rettung für das Minischwein

Juhu, ein ringelschwänziger Neuzugang! Ein Minischweinchen stellt die ganze Villa Hufschuh auf den Kopf. Josefine hat alle Hände voll zu tun, Herrin über das Chaos zu werden. Zu allem Übel verschwinden neuerdings ständig Sachen auf dem Hof. Also legen sich Jo und ihre Freundin Shania auf die Lauer, um den Dieb zu überführen. Sie haben allerdings nicht damit gerechnet, wer der wahre Übeltäter ist... Karin Müller ist Autorin erfolgreicher Tier-Ratgeber und Kinderbücher. Sie wurde in Kitzingen am Main geboren, studierte an der Universität Lüneburg und arbeitete viele Jahre als Redakteurin für Zeitungen und Radio. Heute lebt sie mit allen vierbeinigen und zweibeinigen Mitgliedern ihrer Familie in einem urigen Fachwerkhexenhaus auf dem Land bei Hannover und denkt sich wunderbare Geschichten rund um große und kleine Fellnasen aus. Foto © Wilde

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 12.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401806839
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Villa Hufschuh Bd.2
    Größe: 6999 kBytes
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Villa Hufschuh (2). Rettung für das Minischwein

1

Hechtsuppe

D er kleine See im Wald sah aus, als hätte jemand jede Menge gelbgrünes Konfetti darübergestreut. Jede Menge glibberige, klebrige Wasserlinsen, um genau zu sein. Josefine Engels, von allen nur Jo genannt, stapfte in der Brühe herum. Sie versuchte, die Entengrütze auf der Teichoberfläche behutsam beiseitezuwischen. Durch diesen Teppich konnte man nämlich überhaupt nichts sehen.

Mit beiden Händen hielt Josefine einen großen Kescher umklammert, denn sie war auf der Jagd. Sie würde diesen fiesen Fisch schon kriegen! Wenn es sein musste, ganz allein.

Ihre Freundinnen Shania und Berti standen mit dem Mischlingshund Mäxchen am sicheren Ufer und guckten zu. Bertilie stoppte mal wieder die Zeit mit ihrem Smartphone. Ihre Lieblingsbeschäftigung.

"Iiih! So viel Entengrütze!", rief Shania mit angewidertem Gesichtsausdruck. "Du siehst aus, als hättest du grüne Sommersprossen an den Beinen! Die gehen bestimmt nie wieder ab!"

Das war wenig hilfreich und außerdem Quatsch. Jo stemmte die Hände in die Hüften und sah ihre Freundinnen vorwurfsvoll an. Zumindest Berti schien ein schlechtes Gewissen zu haben, weil sie nicht mit ins Wasser gekommen war. Sie verkniff sich wenigstens irgendwelche Kommentare, während sie sicher auf dem Trockenen stand. Schuldbewusst steckte sie ihr Smartphone ein.

Mäxchen bellte und jaulte und sprang unentwegt an Bertilie hoch und runter. Er fand es ganz offensichtlich gemein, dass er nicht beim Fischfang helfen durfte. Aber Jo hatte Angst, dass der Hecht Mäxchen zwicken könnte. Der Riesenfisch schreckte nämlich nicht mal vor haarigen Männerhintern zurück. Das hatte sie selbst beobachtet! Einmal hatte er beinahe ein Stück aus Paul Paulsens Po gebissen. Zum Glück war Mamm in der Nähe gewesen und hatte den Tierarzt gerettet. Deswegen stand Jo jetzt hier. Mitten in der Entengrütze: um Mäxchen, durstige Wildtiere und badende Tierärzte vor dem gefräßigen Hecht zu schützen.

Nicht auszudenken, wenn sie plötzlich lauter einbeinige Enten in der Villa Hufschuh pflegen mussten. Und dreibeinige Rehe. Oder Wildschweine. Oder ein schwanzloses Mäxchen. Ein Albtraum!

Jo schüttelte sich und pirschte weiter durchs knietiefe Wasser.

Bertilie rief ihr vom Ufer aus eine Entschuldigung zu: "Ich würde dir ja helfen, ehrlich! Aber wenn ich noch einmal so schmutzig nach Hause komme wie letztes Mal, dann darf ich gar nicht mehr mit dir spielen."

Jo schnaubte. Das war doch kein Spiel! Das war eine Mords arbeit!

"Macht nichts. Diesen Hecht fange ich mit links", behauptete sie. Dabei war ihr ganz schön mulmig zumute.

Jo fischte den Kescher voll Entengrütze, holte aus und warf die Ladung mit einer solchen Wucht ans Ufer, dass es nur so spritzte.

Dumm nur, dass Berti und Shania nicht rechtzeitig zur Seite sprangen und einen Großteil der Entengrütze abbekamen.

"Upps", sagte Jo betroffen und grinste schief. "Das wollte ich nicht."

Das Zeug war schmierig, nass und dreckig. Vor allem Bertis schicker Rock hatte auf einmal ein braun-gelb-grünes Konfettimuster. Und Shania eine ziemlich schrille neue Frisur. Die schien ihr allerdings nicht besonders zu gefallen. Sie drehte sich schreiend um und rannte triefnass nach Hause. Dabei hatte sie sonst kein Problem mit verrückten Haaren. Ihre Mutter war nämlich Friseurin und verpasste Shania regelmäßig die neuesten Schnitte, Farben und Strähnen.

Berti reagierte cooler. "Nicht schlimm", sagte sie. "Ich bin immerhin achtundvierzig Minuten und neun Sekunden lang sauber geblieben. Beim letzten Mal hat es nur neunzehn Minuten und elf Sekunden gedauert, bis ich schmutzig war. Und der Rock muss sowieso in die Wäsche."

Das war bestimmt gelogen. Also nicht das mit der Wäsche. Das sah man ja. Aber dass es nicht schlimm war. "Jetzt kriegst du Ärger", stellte Jo fest.

"Hausarrest", vermutete Berti und nickte betrübt. "Mindestens drei Ta

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