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Villa Hufschuh (3). Die Kaninchen sind los von Müller, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.06.2017
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Villa Hufschuh (3). Die Kaninchen sind los

Jo, Berti und Shania arbeiten an einem Geheimgang, der die Villa Hufschuh mit Bertis Haus verbinden soll. Doch plötzlich verwandelt ein geheimnisvoller Buddler den Garten von Bertis Eltern in einen Schweizer Käse. Was, wenn jetzt jemand ihr Projekt entdeckt und ihnen die Schuld gibt? Oder noch schlimmer: Wenn die gerade erst in der Villa Hufschuh aufgenommenen Kaninchen verdächtigt werden? Die drei schmieden einen Plan und begeben sich auf die Suche nach dem Buddler. Wer sich da durch den Nachbargarten gräbt, überrascht am Ende alle ... Karin Müller ist Autorin erfolgreicher Tier-Ratgeber und Kinderbücher. Sie wurde in Kitzingen am Main geboren, studierte an der Universität Lüneburg und arbeitete viele Jahre als Redakteurin für Zeitungen und Radio. Heute lebt sie mit allen vierbeinigen und zweibeinigen Mitgliedern ihrer Familie in einem urigen Fachwerkhexenhaus auf dem Land bei Hannover und denkt sich wunderbare Geschichten rund um große und kleine Fellnasen aus. Foto © Wilde

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 152
    Erscheinungsdatum: 26.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401807027
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Villa Hufschuh Bd.3
    Größe: 12974 kBytes
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Villa Hufschuh (3). Die Kaninchen sind los

1

Pflaumensalat

A uf dem Feldweg hinter der Villa Hufschuh spiegelte sich die Morgensonne in der letzten Pfütze. In der Nacht hatte es ein Gewitter gegeben, aber der sandige Boden war schon fast wieder getrocknet. Es war Sommer, es war warm und das war perfekt.

Josefine Engels, von allen nur Jo genannt, überlegte, was wohl das Allerbeste war an dieser Jahreszeit. Ihr Magen knurrte und darum war die Antwort in diesem Moment ganz klar: die Früchte! Man brauchte nur pflücken und naschen: Irgendwo in dem großen wilden Garten der windschiefen Villa Hufschuh war jetzt immer etwas reif. Und wenn nicht, brauchte Jo nur einen kurzen Spaziergang machen. Zum Beispiel zusammen mit ihrem Pony Turnschuh zum Pflaumenbaum am Feldweg.

Was war noch gut am Sommer? Richtig! Jo konnte mit ihren Freundinnen heimlich einen Geheimgang graben. Kein Erwachsener wollte was von ihr! Sie hatte ihre Ruhe. All das konnte sie machen, weil Ferien waren. Das war einfach gummibärchengut!

"Bertiiiiiiilieeee!" Schrill gellte die Stimme von Hannelore Mergenstein durch den Nachbargarten. Jo seufzte. So viel zum Thema Ruhe!

Turnschuh spitzte die Ohren. Jo, die auf ihm saß, hielt sich ihre lieber zu. Aber nur kurz. Denn erstens gehören Hände, wenn man auf einem Pony sitzt, entweder an die Zügel oder in die Mähne (es sei denn, der Reitlehrer sagt was anderes). Und zweitens konnte Jo sonst ja nicht hören, warum ihre Freundin gerade Stress mit ihrer Mutter bekam. Das machte sie sehr neugierig.

Bertilies Mutter verlor nämlich nie die Beherrschung. Außer es hatte etwas mit Jo zu tun. Diesmal war Jo sich wirklich keiner Schuld bewusst. Sie war ja auch gar nicht drüben bei Berti. Also konnte sie nichts angestellt haben. Jedenfalls nichts, weswegen Bertis Mutter zu schreien brauchte.

Es sei denn natürlich, sie hätte den angefangenen Geheimgang entdeckt. Jo, Berti und Shania arbeiteten schon seit dem ersten Ferientag an dem Tunnel. Shania kannte Jo schon ewig. Sie konnte schon damals im Sandkasten super bauen. Zu dritt waren sie ein super Team und beste Freundinnen.

Jo schluckte. Heiliges Buller-Ofenrohr! Der schöne Geheimtunnel! Wenn Bertis Eltern den entdeckten, wäre das eine Katastrophe! Dann würden Jo und Shania bei den Mergensteins bestimmt hundert Jahre Hausverbot bekommen und Berti Ausgangssperre, mindestens bis Schulanfang.

Dazu muss man wissen, dass Bertis Eltern ziemlich spießig waren. Das sagte Jos Mutter, Änne Engels. Spießer sind so Leute, bei denen immer alles ordentlich, sauber und aufgeräumt sein muss und grundsätzlich nur nach Plan läuft. So hatte sie es Jo erklärt.

Immer wenn Berti Ärger bekam, dann weil mit Jo ein Abenteuer das nächste jagte und dabei manchmal etwas kaputtging.

Seit die Mergensteins gegenüber der Villa Hufschuh eingezogen waren, hatte Berti oft Hausarrest. Deswegen brauchten sie ja dringend diesen Geheimtunnel dazwischen. Also, nicht zwischen den Hausarresten, sondern zwischen der Villa Hufschuh und der Villa Mergenstein natürlich.

Jo zog den Kopf ein, das Gekreische ging wieder los. "Bertiiiiilieee! Wo steckst du nur? Kannst du mir bitte erklären, was das bedeuten soll?"

"Ich bin doch hier!", hörte Jo die Stimme ihrer Freundin auf der anderen Seite der Mauer. "Was ist denn los?"

Das interessierte Jo allerdings auch. Sie stopfte sich noch eine Pflaume in den Mund und überlegte. Leider konnte sie nicht ganz über die Mauer gucken. Dafür war Turnschuh ein Stück zu klein. Doch das ließ sich ändern. Also, nicht Turnschuhs Größe natürlich. Der Schecke war schon lange ausgewachsen. Aber Jo konnte sich auf seinen Rücken stellen. Schließlich war er ein Zirkuspony und liebte es, neue Kunststücke zu lernen. Sie übten bereits eine ganze Weile und es klappte schon recht gut. Meistens jedenfalls. Drei Minuten und siebzehn Sekunden war die aktuelle Rekordzeit, die sich Jo auf Turnschuhs Rücken halten konnte. Das wusst

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