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Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie Den Rest musst Du selbst herausfinden. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, Kategorie Preis der Jugendlichen von Oliver, Lauren (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2010
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Das Buch zum Film - ab dem 1. Juni 2017 im Kino, mit Zoey Deutch in der Hauptrolle! Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte ... Klug, vielschichtig und von herzzerreißender Schönheit - das grandiose Debüt von Bestseller-Autorin Lauren Oliver! Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 01.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646921458
    Verlag: Carlsen
    Originaltitel: Before I Fall
    Größe: 404 kBytes
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Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

EINS

"Tut, tuut", ruft Lindsay. Vor ein paar Wochen hat meine Mutter sie angebrüllt, weil sie jeden Morgen um fünf vor sieben hupt, und seitdem macht Lindsay das so.

"Ich komme!", rufe ich, obwohl sie schon sehen kann, wie ich die Haustür aufmache. Gleichzeitig versuche ich meinen Mantel anzuziehen und meinen Hefter in die Tasche zu stopfen.

Im letzten Moment zupft meine achtjährige Schwester Izzy mich am Ärmel.

"Was ist denn?" Ich wirbele herum. Sie hat den siebten Sinn einer kleinen Schwester und spürt immer, wenn ich beschäftigt oder spät dran bin oder wenn ich gerade mit meinem Freund telefoniere. Genau dann beschließt sie normalerweise, mich zu stören.

"Du hast deine Handschuhe vergessen", sagt sie, allerdings klingt es wie: "Du hazht deine Handschuhe vergezhen ." Sie weigert sich, wegen ihres Lispelns zum Logopäden zu gehen, obwohl sich alle Kinder in ihrer Klasse über sie lustig machen. Sie sagt, ihr gefällt es, wie sie redet.

Ich nehme ihr die Handschuhe ab. Sie sind aus Kaschmir und Izzy hat wahrscheinlich Erdnussbutter draufgeschmiert. Sie schaufelt sich das Zeug gläserweise rein.

"Was hab ich dir gesagt, Izzy?", frage ich und stupse sie mitten auf die Stirn. "Fass meine Sachen nicht an!" Sie kichert wie blöd und ich muss sie reinscheuchen, um die Tür zumachen zu können. Wenn es nach ihr ginge, würde sie den ganzen Tag wie ein Hund um mich herumscharwenzeln.

Als ich es endlich aus dem Haus geschafft habe, lehnt sich Lindsay aus dem Fenster des Panzers. So nennen wir ihr Auto, einen riesigen silbernen Range Rover. (Jedes Mal, wenn wir damit rumfahren, sagt mindestens einer: "Das Ding ist kein Auto, sondern ein Lastwagen", und Lindsay behauptet, sie könne sogar einen Crash mit einem Sattelschlepper unbeschadet überstehen.) Ally und sie sind die Einzigen von uns, die ein eigenes Auto haben. Allys Auto ist ein kleiner schwarzer Jetta, den wir Winzling getauft haben. Ich kann mir manchmal den Accord meiner Mutter leihen; die arme Elody muss sich mit dem alten hellbraunen Ford Taurus ihres Vaters begnügen, der kaum noch fährt.

Die Luft ist still und eiskalt, der Himmel von einem perfekten Hellblau. Die Sonne ist gerade aufgegangen, sie sieht blass und fahl aus, als hätte sie sich selbst über den Horizont gekippt und wäre zu faul, sich aufzuwischen. Es soll später noch ein Unwetter geben, aber danach sieht es überhaupt nicht aus.

Ich setze mich auf den Beifahrersitz. Lindsay raucht bereits und zeigt mit der Spitze ihrer Zigarette auf den Kaffee, den sie von Dunkin' Donuts für mich mitgebracht hat.

"Bagels?", frage ich.

"Die liegen hinten."

"Sesam?"

"Na klar." Sie mustert mich kurz, als sie aus unserer Ausfahrt fährt. "Schicker Rock."

"Deiner auch."

Lindsay tippt sich mit dem Finger an die Stirn, um sich für das Kompliment zu bedanken. Wir tragen den gleichen Rock. Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen Lindsay, Ally, Elody und ich freiwillig das Gleiche anziehen: am Pyjamatag während der "Woche der Schulgemeinschaft", weil wir letzte Weihnachten alle die gleichen total süßen Schlafanzüge bei Victoria's Secret gekauft haben, und am Valentinstag. Wir haben drei Stunden im Einkaufszentrum darüber diskutiert, ob wir in Rosa oder Rot gehen wollen - Lindsay hasst Rosa, Ally steht drauf -, und uns schließlich auf schwarze Miniröcke und ein paar mit rotem Pelz gesäumte Tanktops geeinigt, die wir bei Nordstrom auf dem Wühltisch gefunden haben.

Wie gesagt, das sind die einzigen Gelegenheiten, zu denen wir freiwillig gleich aussehen. Aber um ehrlich zu sein, sehen an meiner Schule, der Thomas-Jefferson-Highschool, eigentlich alle irgendwie gleich aus. Es gibt keine offizielle Schuluniform - es ist eine staatliche Schule -, aber an neun von zehn Schülern sieht man dasselbe Outfit aus Seven-Jeans, graue

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