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Wildhexe - Blutsschwester von Kaaberbøl, Lene (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.02.2015
  • Verlag: Carl Hanser Verlag München
eBook (ePUB)
7,99 €
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Wildhexe - Blutsschwester

Claras 13. Geburtstag steht bevor. Ein wichtiges Datum im Leben einer Wildhexe, das mit einer gefährlichen Prüfung verbunden ist. Den Tag verbringt Clara mit ihren Eltern und Freunden bei Tante Isa, die sich mit wilden Dingen auskennt. Doch die Hexen-Prüfung wird nachts gestellt. Alle sind bereits auf der Heimreise, da stürzt plötzlich ein Baum auf das Auto und sämtliche Tiere des Waldes umzingeln Clara - sie muss jetzt handeln. In ihrem 4. Abenteuer muss die Wildhexe Clara beweisen, dass sie nicht nur der wilden Welt helfen kann. Auch ihre Freunde sind in Gefahr. Lene Kaaberbøl, 1960 in Kopenhagen geboren, ist eine der bekanntesten und umsatzstärksten dänischen Kinderbuchautorinnen. Sie wird von der Presse und vom Publikum gleichermaßen geschätzt. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie mit 15, seitdem hat sie über 30 Bücher für Kinder- und Jugendliche geschrieben. Ihre Fantasy-Serien werden in 25 Sprachen übersetzt. Mit vielen Preisen ausgezeichnet, war sie zuletzt für den Hans-Christian-Andersen Preis 2014 sowie für den Astrid Lindgren Memorial Award nominiert. Ihre Serie über die Wildhexe Clara wurde 2012 in einer großen Gala mit dem wichtigsten und größten Kinderbuchpreis Dänemarks ausgezeichnet, dem Orla-Preis des staatlichen dänischen Fernsehens DR. Im Hanser Kinderbuch erschienen 2014 die ersten drei Bände der Reihe Wildhexe - Die Feuerprobe, Wildhexe - Die Botschaft des Falken sowie Wildhexe - Chimäras Rache. Im Frühjahr 2015 folgten Band 4 und 5 ( Wildhexe - Blutsschwester und Wildhexe - Das Labyrinth der Vergangenheit), im Herbst 2015 wurde die Reihe mit dem sechsten Band Wildhexe - Das Versprechen abgeschlossen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 02.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446248397
    Verlag: Carl Hanser Verlag München
    Serie: Wildhexe Bd.4
    Originaltitel: Blodsungen
    Größe: 4189 kBytes
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Wildhexe - Blutsschwester

2 EIN FAUCHEN IN DER DUNKELHEIT

Ich konnte nicht wieder einschlafen. Ich schwebte nur an der Oberfläche des Schlafs, und es gelang mir nicht, tiefer hineinzutauchen, oder ich wagte es nicht. Immer, wenn ich ganz kurz davor war, fing mein Herz wieder mit diesem Hürdenlauf an, und keiner meiner Versuche, es zu beruhigen, half.

Hör jetzt auf. Das war doch bloß ein Traum, sagte ich mir.

Bang-bang- SPRUNG . Bang-bang- SPRUNG .

Sie ist doch gar nicht hier. Sie war auch nie hier. Sie ist seit vierhundert Jahren nicht mehr gesehen worden, und es ist einfach Unsinn, sich vorzustellen, dass sie zurückkehren könnte, nur um deinen dreizehnten Geburtstag zu ruinieren ...

Bang-bang- SPRUNG . Bang-bang- SPRUNG .

Schwachsinniges Herz.

Schließlich stand ich auf. Ich machte kein Licht, denn es gab ja keinen Grund, Oscar zu wecken. Vorsichtig stieg ich über die Decke hinweg, die seine Beine bedeckte - fast jedenfalls, denn drei oder vier nicht ganz saubere Zehen ragten unter dem gestreiften Bettbezug hervor. Es war so schwachsinnig, gerade heute Nacht Albträume zu bekommen, wo doch im Moment alles prima war - wir waren bei meiner Tante Isa, und zwar Oscar und ich und Mama und Papa (das allein war schon ein Wunder). Tagsüber würden Kahla und ihr Vater kommen, außerdem Frau Pomeranze, die Nachbarin meiner Tante, die ebenfalls eine Wildhexe war und mir vor einigen Wochen so geholfen hatte, als alles wirklich in einer Katastrophe zu enden drohte. Und Shanaia hatte ihre neue Wildfreundin, den Turmfalken Kitti, mit der Nachricht geschickt, dass auch sie kommen würde. Meine Freundin Nichts war da. Kater war gerade zu einem seiner Katerabenteuer unterwegs, hatte aber versprochen, zum Frühstück wieder hier zu sein, und Tumpe lag bestimmt unten im Wohnzimmer in seinem Korb und schnarchte auf Hundeart. Ich durfte genau so Geburtstag feiern, wie ich es mir gewünscht hatte, mit allen Menschen und Tieren, die ich dabeihaben wollte. Ich hatte mich so darauf gefreut! Es war wirklich schwachsinnig - schwachsinnig! -, sich dermaßen über einen blöden Traum aufzuregen.

Ich steckte meine Füße in die alten Wollsocken, die ich bei Tante Isa als Pantoffeln benutzte. Tante Isa hatte unter jede Socke eine Filzsohle genäht, damit die Kälte nicht von unten hindurchdrang. Mit Schlaf-T-Shirt, nackten Beinen und Wollsockenschuhen schlich ich mich leise die Treppe hinunter und in die Küche. Es war inzwischen Viertel nach vier, wie ich auf der Uhr über dem Küchentisch sehen konnte.

Ich öffnete den Schrank, in dem Tante Isas Kräuterteevorrat stand. Viele Sorten tranken wir nur, weil sie gut schmeckten, aber einige hatten auch noch andere Eigenschaften. Vielleicht würden sie sogar ein Hürdenläuferherz beruhigen können. Ich hatte noch längst nicht den Überblick über Tante Isas Unmengen von Kräuterheilmitteln, aber etwas hatte ich ja doch schon gelernt. Wenn ich nur wüsste, wo ... Ich musterte die sorgfältigen Aufschriften auf Dosen und Gläsern, bis ich das Gesuchte entdeckt hatte.

Kamille und Baldrian.

Ich zündete den Gasherd an und stellte den Kessel darauf. Tante Isa benutzte oft den Holzofen im Wohnzimmer, aber ich fand es schön, einen Knopf zu haben, auf den ich einfach drücken konnte. Die Glasflammen flackerten blau und orange und leckten am Boden des Kessels, und schon bald fing das Wasser darin an zu kochen. Ich nahm einen Teebecher von einem der Haken am Fenster, und als ich mich gerade wieder umdrehen wollte, sah ich etwas.

Draußen in der Dunkelheit. Ein Funkeln, ein Funkeln von leuchtenden Augen mit senkrechten Katzenpupillen.

"Kater?", flüsterte ich.

Aber es war nicht Kater, das war mir klar, sowie ich seinen Namen ausgesprochen hatte. Draußen war ein gedämpftes singendes Fauchen zu hören, es klang fast so, wie wenn zwei Hinterhofkater einander herausfordern, nur auf irgendeine Weise ... größer.

Ich st

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