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Wildhexe - Die Feuerprobe von Kaaberbøl, Lene (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.02.2014
  • Verlag: Carl Hanser Verlag München
eBook (ePUB)
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Wildhexe - Die Feuerprobe

Als Clara von einem schwarzen Kater angefallen wird, tritt ihre besondere Begabung zutage: Sie hat den Wildsinn und kann mit Tieren sprechen. Ihre Tante Isa lehrt sie, ihren Instinkten zu vertrauen und ihre Verbindung zur Natur zu nutzen. Doch je stärker Claras Fähigkeiten werden, desto bedrohter fühlt sich eine der alten Hexen, Chimära. Sie verlangt, dass sich Clara der Feuerprobe stellt, die schon lange keine junge Wildhexe mehr bestanden hat. Der erste Band der preisgekrönten Fantasy-Reihe erzählt von einem schüchternen Mädchen, das Selbstbewusstsein gewinnt, von einer Welt voller Magie und - von einem großen Abenteuer. Lene Kaaberbøl, 1960 in Kopenhagen geboren, ist eine der bekanntesten und umsatzstärksten dänischen Kinderbuchautorinnen. Sie wird von der Presse und vom Publikum gleichermaßen geschätzt. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie mit 15, seitdem hat sie über 30 Bücher für Kinder- und Jugendliche geschrieben. Ihre Fantasy-Serien werden in 25 Sprachen übersetzt. Mit vielen Preisen ausgezeichnet, war sie zuletzt für den Hans-Christian-Andersen Preis 2014 sowie für den Astrid Lindgren Memorial Award nominiert. Ihre Serie über die Wildhexe Clara wurde 2012 in einer großen Gala mit dem wichtigsten und größten Kinderbuchpreis Dänemarks ausgezeichnet, dem Orla-Preis des staatlichen dänischen Fernsehens DR. Im Hanser Kinderbuch erschienen 2014 die ersten drei Bände der Reihe Wildhexe - Die Feuerprobe, Wildhexe - Die Botschaft des Falken sowie Wildhexe - Chimäras Rache. Im Frühjahr 2015 folgten Band 4 und 5 ( Wildhexe - Blutsschwester und Wildhexe - Das Labyrinth der Vergangenheit), im Herbst 2015 wurde die Reihe mit dem sechsten Band Wildhexe - Das Versprechen abgeschlossen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 24.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446242821
    Verlag: Carl Hanser Verlag München
    Serie: Wildhexe Bd.1
    Originaltitel: Vildheks - Ildprøven
    Größe: 1296 kBytes
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Wildhexe - Die Feuerprobe

3 KRÖTENGIFT UND NATTERNSPUCKE

Wir fuhren lange. Mama hatte den Rücksitz unseres kleinen blauen Kias mit Kissen und Decken ausge stattet, und abgesehen davon, dass mir immer schwindliger wurde, lag ich eigentlich ganz bequem. Ich hatte bloß ein seltsames Surren im Ohr, es klang wie eine lästige Fliege, nur lauter und näher, so als säße sie genau in meinem Gehörgang. Mir, mir, mir .

Ich muss trotzdem eingeschlafen sein, denn plötzlich hatten wir die Stadt hinter uns gelassen, es gab keine Straßenlaternen mehr und keinen Verkehrslärm, nur Dunkelheit und ab und zu das Licht eines einzelnen Autos. Die Scheibenwischer quietschten über die Windschutzscheibe, iiiiiu-iiu, iiiiu-iiu, und der Regen trommelte auf das Autodach.

"Können wir nicht das Radio anmachen?", fragte ich, weil ich hoffte, dass ich das Fliegengeräusch dann vielleicht nicht mehr hören musste.

"Na klar. Liegst du bequem?"

"Alles gut", sagte ich.

Die Autolautsprecher knackten, während meine Mutter versuchte, einen Sender zu finden, der sich einigermaßen empfangen ließ. Stimmen und Musikfetzen wurden laut und gingen sofort wieder im Rauschen des Radios unter.

"Scheint hier draußen nicht so einfach zu sein", sagte sie. "Was hältst du davon, wenn wir stattdessen eine CD hören?"

"Okay."

Sie legte eine Electra - CD ein, von der sie wusste, dass sie mir gefiel. Electras klare Stimme übertönte das Dröhnen der Bässe und der Schlagzeugrhythmen. "Go where you gotta go, no matter how far", sang sie. "Mama always told me, gotta be who you are, can't be nobody else, gotta seek your own star, gotta be ... gotta be ... gotta be who you are."

Ich lag da und hörte zu. Das Pochen in meinem Kopf schien ein bisschen nachzulassen, wenn ich versuchte, mich nicht auf den Summton, sondern auf Electra zu konzentrieren. Dann nahm ich all meinen Mut zusammen.

"Mama?"

"Ja, Mäuschen?" Sie schaltete und beschleunigte ein wenig. Wir fuhren jetzt bergauf.

"An dieser ... dieser Krankheit. Kann man daran sterben?"

Sie nahm den Fuß vom Gaspedal, und das Auto verlor sofort an Geschwindigkeit, weil die Straße so steil war. Dann drehte sie sich im Sitz um und schaute mich an.

"Clara-Maus. So was darfst du nicht denken!", sagte sie. "Bald sind wir bei Tante Isa, und dann hilft sie uns. Alles wird gut. Okay, Schatz?"

"Ja", murmelte ich. "Okay."

Aber das sagte ich vor allem ihr zuliebe. Denn während sie wieder Gas gab und den Wagen weiter durch Regen und Dunkelheit lenkte, konnte ich nicht aufhören an eine Sache zu denken:

Sie hatte nicht Nein gesagt.

Das Auto holperte und schaukelte über einen Weg, der so uneben war, dass der Kia nur im Schneckentempo vorwärtsschleichen konnte. Ich setzte mich auf. Es war ganz einfach zu ungemütlich, wenn man im Liegen so durchgeschüttelt wurde. Ich starrte zwischen den Vordersitzen hindurch und versuchte herauszufinden, wo wir waren. Das Licht der Scheinwerfer hüpfte über Schotterböschungen, Pfützen und hohes, nasses Gras. Der Weg führte mehr oder weniger durch einen tiefen, breiten Graben. Rechts und links davon ging es einen oder zwei Meter steil nach oben, und obwohl es inzwischen aufgehört hatte zu regnen, waren nur wenige Sterne zu sehen, denn wir fuhren durch einen hohen kohlschwarzen Fichtenwald.

"Sind wir bald da?", fragte ich.

"In neun Minuten", sagte Mama. "Das be

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