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Witches of London - Vom Teufel geküsst von Powell, L. R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.09.2015
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Witches of London - Vom Teufel geküsst

Aufregende Urban Fantasy: Cool, modern und überraschend! Glory und Lucas könnten unterschiedlicher nicht sein. Glory kommt aus einer Hexenfamilie und für sie steht fest: Sobald sich ihr Fae, ihre magische Fähigkeit, entwickelt hat, wird sie die Macht der Hexen wiederherstellen. Lucas weiß, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten wird - der Inquisition beitreten, um die Hexen in London zu maßregeln. Doch was dann geschieht, konnte niemand vorhersehen. Lucas entwickelt auf einmal selbst ein Fae und muss seine Loyalität gegenüber der Inquisition unter Beweis stellen. Glory erfährt, dass ihre Tante schon seit Jahren Informantin der Inquisition ist, um gegen einen sehr mächtigen und gefährlichen Hexenzirkel zu bestehen. Glory soll ihr dabei helfen, einen Hexenagenten in den Zirkel einzuschleusen - und der ist niemand geringerer als Lucas ... Laura Powell verbrachte ihre Kindheit in London, Wales und Cardiff. Schon damals war sie eine Leseratte, später studierte sie Altphilologie in Bristol und Oxford. Während ihrer Studienzeit jobbte sie in einem Verlag; bald begann sie zu schreiben. Powell lebt heute in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 08.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641181369
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Originaltitel: Burn Mark
    Größe: 9127 kBytes
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Witches of London - Vom Teufel geküsst

KAPITEL 2

Lucas war zehn Jahre alt gewesen, als er das erste Mal eine Hexe brennen sah. In Großbritannien hatte es seit mehr als drei Jahren keine öffentliche Verbrennung mehr gegeben und der Fall hatte wochenlang die Schlagzeilen beherrscht.

"Widerliches volksverhetzendes Geschmeiß", hatte sein Vater gemurmelt und wieder einmal eine grelle Zeitungsbeilage vom Frühstückstisch gefegt.

Als Oberhexenriecher des Inquisitionsgerichts war Ashton Stearne maßgeblich daran beteiligt gewesen, die schuldige Hexe ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Lucas hatte sich darauf gefreut, in der Schule sagen zu können: "In den Nachrichten werdet ihr nichts davon erfahren, aber mein Vater sagt ..." Doch über die Einzelheiten hatte sein Vater sich ausgeschwiegen. Der Fall hatte von allen Beteiligten seinen Tribut gefordert. Tod auf dem Scheiterhaufen war den schlimmsten Hexenverbrechen vorbehalten (vorsätzlicher Mord, Verrat, Terrorismus) und dieses war besonders grauenhaft gewesen. Bernard Tynan hatte mittels Hexerei ein Schulmädchen in sein Haus gelockt und dort brutal ermordet.

Ashton Stearne zählte zu den Amtspersonen, die in einem geheimen Inquisitionsgefängnis die Verbrennung überwachen sollten. Sie würde gefilmt werden, damit die Öffentlichkeit sie live und open air auf Großbildleinwänden verfolgen konnte. Obwohl Lucas' Vater ihm das Zuschauen nicht verboten hatte, wusste Lucas, dass er es lieber nicht tun sollte. Nicht etwa, weil Ashton seinen Sohn für zu jung oder zu zartbesaitet gehalten hätte, sondern weil er aus Prinzip öffentliche Hinrichtungen missbilligte. Sie sprachen die niedersten Instinkte des Pöbels an, meinte er.

Und damit hatte er nicht unrecht, die Leute standen stundenlang Schlange für einen Platz zum Zuschauen. Scheiterhaufenverbrennungen wurden nicht im Fernsehen übertragen, man konnte sie nur in großen Städten sehen, auf einer begrenzten Anzahl von Leinwänden. Das Publikum stand unter massiver Polizeiüberwachung. Natürlich würde es nahezu unmittelbar nach Beginn der Filmaufnahmen irgendjemandem gelingen, ein illegales Video im Internet hochzuladen. Aber sich eine verwackelte Raubkopie anzusehen wäre Betrug, fand Lucas. Wenn er schon Zeuge einer Verbrennung wurde, wollte er als Teil des offiziellen Aktes dabei sein, mit allem, was zu so einem Ereignis gehörte.

Und als sein Freund Michael ihn eingeladen hatte, am Trafalgar Square zuzuschauen, von einem Spitzenplatz auf dem Dach des Büros seines Vaters, war das Angebot einfach zu gut gewesen, um ihm zu widerstehen.

Am Freitagnachmittag wurden die beiden Jungs nach der Schule von einem Wagen abgeholt. Sie waren aufgeregt und nervös und versuchten das hinter immer gewaltigerem Maulheldentum zu verstecken.

Michael hatte sonst niemanden aus der Klasse eingeladen. Er und Lucas waren keine besonders engen Freunde, doch als eine Sekretärin die Jungs auf die Dachterrasse des Versicherungsunternehmens führte, wurde Lucas von Mr Allen wie ein alter Freund der Familie willkommen geheißen.

"Ah! Master Lucas!", dröhnte er. "Da bist du ja!" Er drehte sich um und wandte sich an seine versammelten Gäste und Kollegen. "Seinem Vater haben wir für die heutige Verbrennung zu danken, wissen Sie. Das ist Ashton Stearnes Junge."

Die anderen Männer sahen ihn bewundernd an. "Dafür hätte dein alter Herr einen Adelstitel verdient", sagte einer. "Du bist sicher sehr stolz auf ihn", meinte ein anderer.

Mr Allen klopfte Lucas herzhaft auf den Rücken. "Bald wird er in die Fußstapfen der Familie treten, anders geht es doch gar nicht, was?"

Lucas nickte. Eines Tages würde er Inquisitor sein, wie sein Vater und vor ihm sein Großvater und wie jeder Mann in seiner Familie davor - bis zurück ins 17. Jahrhundert zu John Stearne dem Ersten, dem Obersten Hexenriecher von Cromwell höchstpersönlich.

Es war schmeichelhaft, wie aufmerksam sie alle waren, diese erwachsenen Männer mit den teuren Anzügen und den wohlg

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