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Woodwalkers (2). Gefährliche Freundschaft von Brandis, Katja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.01.2017
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
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Woodwalkers (2). Gefährliche Freundschaft

Das neue Schuljahr auf der Clearwater High beginnt. Voller Begeisterung stürzt Carag sich in die ersten Lernexpeditionen mit seinen Freunden. Doch nicht jeder ist glücklich über die Aktivitäten des jungen Puma-Wandlers. Sein ehemaliger Mentor Andrew Milling hat Rache geschworen und plötzlich fühlt Carag sich auf Schritt und Tritt beobachtet. Ob es auf dem Internat für Gestaltwandler etwa Spione gibt? Als die Lage sich immer mehr zuspitzt, bekommt Carag unerwartet Hilfe von Schneewölfin Tikaani. Aber kann ein Puma wirklich einer Wölfin trauen? Katja Brandis, geb. 1970, studierte Amerikanistik, Anglistik und Germanistik und arbeitete als Journalistin. Sie schreibt seit ihrer Kindheit und hat inzwischen zahlreiche Romane für junge Leser veröffentlicht. Sie lebt mit Mann, Sohn und drei Katzen in der Nähe von München. Foto © Petra Haidn www.katja-brandis.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 05.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401806297
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Woodwalkers Bd.2
    Größe: 13599 kBytes
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Woodwalkers (2). Gefährliche Freundschaft

Bunte Sterne

M eine Pfoten versanken im Schnee. Aufgeregt sog ich die eisige, klare Bergluft ein, als ich auf einer Anhöhe stehen blieb und auf die Stadt der Menschen hinunterschaute. Sie sieht so schön aus in der Nacht, flüsterte ich direkt in Mias Kopf. All diese Lichter ...

Meine Schwester Mia warf einen kurzen Blick ins Tal und kratzte sich mit der Hinterpfote am Ohr.

Wenn wir rausgefunden haben, woher die bunten Sterne kommen - gehen wir danach noch in den Supermarkt?, fragte sie hoffnungsvoll.

Vergiss es! Weißt du nicht mehr, was das letzte Mal passiert ist? Mit weiten Sprüngen lief ich talabwärts. Wie konnte Mia jetzt ans Essen denken? Mein Magen war völlig verkrampft, ich hätte jetzt nicht mal einen halben Hasen herunterbekommen. In meinem ganzen Körper kribbelte es beim Gedanken, bald wieder bei den Menschen zu sein. Wenn wir Glück hatten, würden wir heute Nacht eins ihrer vielen Wunder enträtseln. Ich hatte die Stadt genau im Auge behalten und war sicher, dass ich die Vorbereitungen, die dort liefen, richtig gedeutet hatte. Heute war die Krachnacht!

Was meinst du, wozu soll das gut sein, dass sie diese bunten Sterne machen? Ich konnte kaum aufhören, daran zu denken.

Ich wette, sie scheuchen dadurch Beute auf. Mia witterte nach rechts und links, während sie lief. Im Winter hatten wir fast immer Hunger.

Zweifelnd zuckte ich mit den Tasthaaren. Also ich glaube, die Stadtleute markieren damit ihr Revier. Die bunten Sterne sieht man schon von Weitem, das ist total praktisch.

Wir waren im Tal angekommen und achteten nun darauf, uns verborgen zu halten. Lautlos glitten wir durch die Nacht, bis wir in der Ferne die ersten Häuser erkennen konnten. Aber näher ran gehen wir nicht, oder? Von hier aus sehen wir genug. Mia war jetzt genauso nervös wie ich.

Nein, eben nicht, ein bisschen näher noch. Ich knuffte sie gegen die pelzige Schulter, weil ihre Schritte immer langsamer wurden.

Es gab da etwas, was sie nicht wusste, was ich ihr lieber nicht gesagt hatte. Ich war vor einem Mond schon mal hier gewesen und hatte ein paar Dinge für heute vorbereitet.

Meine feine Nase verriet mir, wann wir an der richtigen Stelle angekommen waren, und ich begann, Schnee und Erde unter einem Felsen wegzuscharren.

Was machst du da, Carag? Mias Stimme klang schrill in meinem Kopf.

Hier habe ich ein Versteck mit Kleidung. Jetzt musste ich es verraten. Ab hier gehe ich als Mensch weiter.

Mia fauchte mich an. Beim hüpfenden Wildschwein! Das meinst du nicht ernst, oder?

Doch, wenn ich rauskriegen will, was genau die Menschen heute machen, muss ich mich verwandeln, versuchte ich, ihr zu erklären. Sie dürfen uns nicht in Pumagestalt sehen, sonst gibt's nur 'ne Panik. Du hast es ja beim letzten Mal selbst erlebt, sie haben Angst vor uns.

Wenn Mama und Papa das rauskriegen! Mia kauerte sich zusammen und verbarg den Kopf zwischen den Pranken. So verpasste sie glatt, wie ich mich verwandelte. Die Winterluft war so eisig, dass sie auf meiner nackten Haut brannte.

Wie sollen die das denn rauskriegen? Wir sind auf der Jagd, und basta. Schnell streifte ich mir Hose, T-Shirt und Schuhe über. Danach war mir immer noch kalt. Wie hielten Menschen es nur ohne Fell aus?

Ungeschickt stapfte ich mit meinen Menschenschuhen durch den Schnee und hatte nach zehn Atemzügen kalte Füße. Aber ich ließ mir nichts anmerken, weil Mia mit gesträubtem Nackenfell neben mir herlief und sie das alles sowieso schon für eine schlechte Idee hielt.

Inzwischen waren wir bei den Häusern angelangt, die ordentlich nebeneinander und von ein paar Bäumen bewacht an einer Straße standen. Ihre Fenster leuchteten hell in die Dunkelheit hinaus.

Wie heißt das hier eigentlich?, fragte Mia. Sie schlich dicht

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