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Woodwalkers (4). Fremde Wildnis von Brandis, Katja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.01.2018
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Woodwalkers (4). Fremde Wildnis

Ein Traum wird wahr! Carag, Holly, Brandon und Co reisen zu einem Schüleraustausch nach Costa Rica. Doch hier warten nicht nur liebenswerte Brüllaffen, geheimnisvolle Schnappschildkröten und turbulente Regenwaldausflüge auf die Schüler der Clearwater High. Von Jaguarwandler King erfahren sie, dass der gefährliche Andrew Milling auch in Mittelamerika sein Unwesen treibt. Was plant Carags Widersacher nur und warum ist er ihm immer einen Schritt voraus? Für den Pumajungen steht fest: Er muss handeln, ehe die Gefahr unaufhaltsam wird. Katja Brandis, geb. 1970, studierte Amerikanistik, Anglistik und Germanistik und arbeitete als Journalistin. Sie schreibt seit ihrer Kindheit und hat inzwischen zahlreiche Romane für junge Leser veröffentlicht. Sie lebt mit Mann, Sohn und drei Katzen in der Nähe von München. Foto © Petra Haidn www.katja-brandis.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 296
    Erscheinungsdatum: 08.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401807577
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Woodwalkers 4
    Größe: 28973 kBytes
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Woodwalkers (4). Fremde Wildnis

Panik

M eine Eltern hatten mich immer gewarnt, dass in der Wildnis nur der überlebt, der stark, schnell und wachsam ist. Aber damals war ich noch viel jünger als jetzt und oft genug nicht sehr vorsichtig. Als ich eine Maus durch den sonnigen Kiefernwald verfolgte, raste das Blut heiß durch meine Adern und ich sah nichts mehr außer diesem kleinen braunen Vieh, das direkt vor mir zwischen abgefallenen trockenen Ästen, Gras und Kiefernzapfen davonhuschte. Prankenschlag, Sprung, gleich hatte ich es, mein erstes selbst gefangenes Frühstück!

Carag, pass auf! Keine Bewegung!

Mein Vater brüllte es so laut in meinen Kopf, dass ich verdutzt stehen blieb.

Ich wollte mich umwenden, ihm einen fragenden Blick zuwerfen, aber zum Glück tat ich es nicht.

Es gab noch jemanden, der es auf die Maus abgesehen hatte. Jetzt erst, während mein Jagdfieber verebbte, bemerkte ich das Rasseln und sah den braun-gelblich gemusterten Körper der Klapperschlange keine Pfotenlänge von mir entfernt. Hätte Xamber mich nicht gewarnt, wäre ich voll in sie hineingelaufen.

Es war ein Männchen und es hielt den Kopf gereizt erhoben, während die Hornringe an seiner Schwanzspitze drohend vibrierten. Sein Reptiliengeruch stieg mir in die Nase, so nah war er, so furchtbar nah. Würde ich jetzt sterben? Würde das sehr wehtun?

Beweg dich nicht!, wiederholte mein Vater und ich konnte seine Angst um mich in seinen Gedanken spüren. Dann zieht sie vielleicht ab.

Doch die Klapperschlange hatte anderes im Sinn. Sie hatte anscheinend entschieden, dass ich ihr feindlich gesinnt war, obwohl ich in Wirklichkeit nur eins wollte - weg hier! Halb gelähmt vor Entsetzen sah ich, wie sich ihr muskulöser Körper zusammenzog, wie sie sich bereit machte, zuzustoßen.

Auch mein Vater hatte das wohl gesehen. Schnell, zurück!, schnauzte er mich an, und dann stieß er sich vom Boden ab. Eben noch war sein geschmeidiger zimtfarbener Körper ein ganzes Stück von mir entfernt gewesen, doch nun kam er neben mir auf und holte im gleichen Moment mit einer Vorderpranke aus. Während ich zurücksprang, schleuderte sein Schlag die Klapperschlange von mir fort. Wütend wand sie sich, während ihr langer Körper einen Bogen in der Luft beschrieb. Mit einem Knistern landete sie in einem Wacholdergebüsch und wir zogen uns vorsichtig zurück.

Danke, sagte ich zittrig zu meinem Vater und konnte kaum begreifen, dass wir beide noch lebten. Sie hat dich nicht gebissen, oder?

Nein, alles in Ordnung. Xamber beugte sich zu mir herunter, um mir über den Kopf zu schlecken, und einen Moment lang schmiegte ich mich an ihn und fühlte mich wunderbar geborgen bei ihm.

Du hast diese Schlange nicht bemerkt, weil du ..., begann er streng. Ich ließ Ohren und Tasthaare hängen, weil jetzt bestimmt die Standpauke kam, die ich verdient hatte. Doch mein Vater sprach nicht weiter, stattdessen schrak er zusammen, wandte den Kopf und duckte sich. Na wunderbar. Diesmal haben wir beide nicht aufgepasst!

Erst begriff ich nicht, was er meinte, doch dann fingen meine Ohren ferne Hufschläge und den Klang von Stimmen auf. Ich spürte, wie mein Fell sich sträubte. Weil wir durch die Klapperschlange abgelenkt gewesen waren, hatten wir verpasst, dass Eindringlinge in der Nähe waren! Es gab einen Pfad, der durch unser Revier führte und auf dem hin und wieder Menschen auf Pferden vorbeikamen. Als ganz kleines Kätzchen hatte ich gedacht, jeder Reiter sei ein einziges Wesen, das eben vier Beine und zwei Arme hatte, wieso sollte es so etwas nicht geben? Aber so blöd war ich längst nicht mehr.

Ich glaube, es sind sechs oder sieben Leute - nichts wie weg!, flüsterte mein Vater mir zu und begann, sich geduckt und mit unendlicher Vorsicht durchs Unterholz vorzuarbeiten. Seine Pranken verursachten kein Geräusch auf dem trockenen, warmen Sandboden.

Ich wusste, dass es

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