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Woodwalkers (6). Tag der Rache von Brandis, Katja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2019
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Woodwalkers (6). Tag der Rache

Es ist so weit! In den Rocky Mountains ist Sommer und für Carag und seine Freunde stehen die Abschlussprüfungen an. Doch das Lernen fällt dem Pumajungen schwer, denn inzwischen ist klar, dass Millings Großer Tag der Rache unmittelbar bevorsteht. Verzweifelt versuchen Carag und seine Verbündeten, die Menschen zu schützen und sich ihrem Widersacher entgegenzustellen. Doch dadurch ahnt auch Carags Pflegefamilie, wer er wirklich ist. Für ihn, seine Menschenfamilie und die Clearwater High steht alles auf dem Spiel. Wird es den Verteidigern rechtzeitig gelingen, hinter Millings Geheimnis zu kommen und die gefährlichen Gegner zu stoppen? Katja Brandis, geb. 1970, studierte Amerikanistik, Anglistik und Germanistik und arbeitete als Journalistin. Sie schreibt seit ihrer Kindheit und hat inzwischen zahlreiche Romane für junge Leser veröffentlicht. Sie lebt mit Mann, Sohn und drei Katzen in der Nähe von München. Foto © Petra Haidn www.katja-brandis.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 14.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401808192
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 8259 kBytes
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Woodwalkers (6). Tag der Rache

Buschfeuer

E in Revier zu erobern, ist die eine Sache - es zu behalten, eine andere. Während mein Vater entlang der Grenzen unseres Gebiets im Süden patrouillierte, nahmen unsere Mutter, Mia und ich uns in diesem Sommer den Norden vor. Revier markieren war immer eine lustige Sache, ich liebte es, meine Krallen an Bäumen zu schärfen. Rindenstücke flogen in alle Richtungen, als ich einen Stamm begeistert mit den Vorderpranken bearbeitete, und der Duft nach frischem Harz und Kiefernnadeln stieg mir in die Nase.

Gut so, sagte meine Mutter nach einem kritischen Blick. Jetzt geht mal ein Stück zurück.

Sie produzierte eine große, gelbe Pfütze voller "Hau ab, hier wohne ich"-Botschaften für andere Pumas.

Darf ich auch? Ich kann den Baum richtig gut einsprühen, bettelte ich.

Doch Nimca zuckte nur mit den Schnurrhaaren. Willst du, dass die benachbarten Pumas denken, dass hier ein Jungtier die Stellung hält? Dann lungern sie ein paar Tage später in unserem besten Jagdgebiet herum!

Stimmt, gab ich zu.

Mia duckte sich zum Sprung, sie peilte eine Drehkiefer an. Wer als Erster oben ist!

Ich natürlich!, gab ich zurück. Fast gleichzeitig sprangen wir den Baum an, krallten uns im Holz fest und liefen die Kiefer förmlich nach oben, Mia auf der einen Seite, ich auf der anderen. Meine Schwester hatte einen kleinen Vorsprung, weil sie größer und älter war, aber ich war gelenkiger. Die dünne Spitze der Kiefer schwankte unter unserem Gewicht, als würde ein Sturmwind sie schütteln. Zwei junge Raubkatzen waren ein bisschen viel für sie, vor allem, wenn sie auch noch miteinander rangelten. Achtung, Menschen nähern sich auf dem Wanderweg, warnte unsere Mutter.

Mia und ich erschraken so sehr, dass wir beide gleichzeitig versuchten, von dieser Kiefer herunterzukommen. Leider brach dadurch die Spitze ab und wir waren sehr viel schneller unten als erwartet. Zum Glück federten die Äste der benachbarten Bäume unseren Sturz ab, Kiefernnadeln peitschten gegen meinen Rücken. Noch im Fallen drehte sich mein Körper und ich kam geduckt auf allen vier Pfoten auf. Mia dagegen prallte gegen einen Ast und purzelte neben mir nicht sehr elegant auf den Boden, eine Schande für jede Katze.

Aua, beschwerte sie sich.

Das wollte ICH gerade sagen, motzte ich zurück und begann, mich zu putzen, um mir die Kiefernnadeln aus dem Fell zu holen.

Vermutlich hatten die Menschen uns gehört, denn ihre Geräusche verstummten kurz, dann erst kamen sie näher. Zu dritt zogen wir uns ins Unterholz zurück, das aus grauen, abgestorbenen Ästen, Gebüsch und grünem Gewucher bestand. Interessiert beobachtete ich, dass die beiden Wanderer, ein Mann und eine Frau, sich weiße Stäbchen in den Mund steckten und sie anzündeten, sodass widerlich riechender Rauch hervordrang. Freiwillig würden die so was bestimmt nicht einatmen, vielleicht hatten ihre Eltern es ihnen befohlen? Die Armen.

Eins der Stäbchen war sehr kurz geworden. Die Frau nahm es aus dem Mund und warf es weg, dann ging sie mit ihrem Begleiter plaudernd weiter. Wir nutzten die Chance, lautlos in der Gegenrichtung davonzuhuschen.

Doch weit kamen wir nicht, dann stutzte Mia. Riechst du das?

Ja, jetzt wo sie es sagte ... Oh nein, ächzte ich, und wie von selbst legten sich meine Ohren zurück, ein Fauchen entwich meinem Maul. Es roch nach Rauch von brennendem Holz.

Die Zigarette, stöhnte unsere Mutter. Verdammte Idioten, wieso haben sie den Stummel einfach so weggeworfen? Ich hab so ein Ding auch mal probiert - echt eklig! -, aber ich habe es in den Sand gedrückt, damit es ausgeht.

Was, du hast so was auch mal probiert? Ich war entsetzt.

Ich habe alles Mögliche in der Menschenwelt mal ausprobiert, gab Nimca zurück. Du bist nicht der Einzige, der in unserer F

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