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Zerbrochene Krone von DeStefano, Lauren (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Zerbrochene Krone

Der Himmel stürzt ein - und eine ganze Welt mit ihm...
Morgan und ihre beste Freundin Pen machen eine schreckliche Entdeckung: Ihre Heimat, die schwebende Stadt Internment, ist in Gefahr, denn sie ist in einem langsamen, aber todbringenden Sinkflug gefangen. Und daran trägt einzig Morgan die Schuld - weil sie ein Geheimnis preisgegeben hat. Während sich zwei Kriege zu einem zuspitzen, versucht Morgan verzweifelt, die beiden Könige aufzuhalten, die ihn führen...

Lauren DeStefano wurde in New Haven, Connecticut geboren und war ihr ganzes Leben lang an der Ostküste zuhause. Sie absolvierte ihren Bachelor-Abschluss am Albertus Magnus College im Fach Kreatives Schreiben. Ihre Chemical Garden-Trilogie wurde zum New York Times-Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 11.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641218850
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: cbt Taschenbücher .31204
    Originaltitel: The Internment Chronicles #3 - Broken Crowns
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Zerbrochene Krone

Die Stadt fällt vom Himmel!" Das waren Professor Leanders letzte Worte. Die Medizin des Bodens konnte einen alten Mann nicht von der Sonnenkrankheit heilen. Davon abgesehen lehnte er die meisten Behandlungen ohnehin ab. Er hatte bereits erreicht, was niemand anderem gelungen war. Er hatte uns zum Boden gebracht. Wie er mir verriet, war er gespannt, ob seine Seele im Großen Zufluss oder in dem Leben nach dem Tode enden würde, an das man am Boden glaubte. Oder ob es überhaupt etwas geben würde.

Amy war bei ihm, als er starb, und ihr zufolge schlief er ganz friedlich ein. Ein passender Tod.

Im selben Krankenhaus öffnete Gertrude Piper ein Korridorlabyrinth weiter nach einem Monat des Schlafens die Augen. Als hätten die beiden Götter einen gerechten Handel abgeschlossen - das Leben eines Mannes aus dem Himmel für das Leben eines Mädchens vom Boden.

Wir hatten alle mit Birdie Pipers Tod gerechnet. Nach meiner Landung in Havalais am Anfang des Winters war sie in ihrer seltsamen Welt das lebendigste Wesen. Ohne Vorbehalte bot sie mir und Pen ihre Freundschaft an; sie schleuste uns durch unser Schlafzimmerfenster und zeigte uns die Wunder von Havalais. Die Meerjungfrauen im Meer. Die glitzernden Lichter, die nachts aufs Wasser fielen. Die sich drehenden Metalltassen im Vergnügungspark ihrer Familie.

Und dann überfiel uns plötzlich beim Frühlingsfest der Kalte Krieg zwischen Havalais und dem benachbarten Königreich Dastor. Ich musste zusehen, wie Birdie von einer Explosion verschlungen wurde. Wie ihr blutiger, zerbrochener und verbrannter Körper von irgendeiner Maschine aus Kupfer am Leben erhalten wurde. Sie war noch schlimmer dran als mein Bruder, als er dem Rand zu nahe gekommen war.

Aber nichts ist sicher, nicht einmal der Tod, wenn er über einem Mädchen lauert. Nicht in meiner Welt und auch nicht in dieser. Birdie erholte sich langsam. Im Frieden ihres Deliriums gefangen, brauchte sie einen Monat, um die Augen zu öffnen, und noch länger, um wieder zu sprechen.

Sie erzählte uns von einem Geist, der sie spät nachts in ihrem Zimmer besuchte, um ihr etwas vorzusingen und sich um die Blumen auf dem Tisch am Fenster zu kümmern.

Nachdem sie wieder eingeschlafen war, beugte sich Nim auf seinem Stuhl nach vorn und massierte sich gequält die Schläfen. "Das war kein Geist", sagte er. "Unsere Mutter war hier."

Mrs Piper war ein paar Jahre zuvor aufgebrochen, um die Welt zu sehen. Der Wahnsinn, der auf Internment so viele zum Rand führt, sucht auch die Menschen des Bodens heim. Anscheinend ist für niemanden ein Ort genug.

Jetzt ist August und Birdie spricht nicht mehr von ihrem Geist. Stattdessen ist sie mit dem Rest von uns auf festen Boden zurückgekehrt. Sie fragt ihren Bruder nach dem Krieg aus. Sie will das Grab ihres Bruders Riles besuchen. Sie wird wieder gesund und ist bereit, sich den schrecklichen Dingen zu stellen, die das Wachsein oft mit sich bringt. Sie suhlt sich nicht in ihrer Verzweiflung, so wie es sie auch nicht stört, dass ihr schönes Gesicht für immer vernarbt ist.

Pen ist anders. Dieser Tage scheint sie sich nichts stellen zu können. Monate sind vergangen, seit König Ingram nach Internment aufgebrochen ist und Prinzessin Celeste mitgenommen hat, und in dieser Zeit ist Pen immer häufiger für entrückte Augenblicke anfällig. Jack Pipers Wächter haben den Besitz umzingelt; nur selten dürfen wir ihn ohne Eskorte verlassen. Nicht bis König Ingram mit Befehlen für uns zurückkehrt. Aber jede Woche gibt Pen Nimble eine neue Buchliste, die sie gern aus der Bibliothek hätte. Physik. Infinitesimalrechnung. Philosophie. Sie ertrinkt förmlich in Seiten über Dinge, die sie mit keinem von uns teilt. Und das auch nur, wenn sie nicht irgendwo unterwegs ist, wo sie keiner von uns finden kann. Selbst in dem begrenzten Gebiet, das uns zur Verfügung steht.

Die Sonne geht bald unter und nach fast einer Stunde Suche finde ich sie im Themenpark

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