text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Zu endloser Nacht geboren Legenden der Schattenjäger-Akademie (9) von Brennan, Sarah Rees (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.12.2015
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Zu endloser Nacht geboren

Als Simon auf dem Treppenabsatz der Akademie ein Hexenwesen-Baby findet, ist die ganze Schule in Aufruhr. Der zufällig anwesende Magnus Bane nimmt das Baby rettend an sich und bringt es schnell in die liebevolle Obhut seines Freundes Alec. Sarah Rees Brennan wuchs in irland direkt am Meer auf, wo sie in der Schule unterm Tisch lieber Bücher las, als dem Unterricht zu folgen. Nach Aufenthalten in New York und England kehrte sie zum Schreiben nach Irland zurück, das sie für eine gutes Basis für weitere Abenteuer hält.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 88
    Erscheinungsdatum: 08.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401805085
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 348 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Zu endloser Nacht geboren

Magnus war davon überzeugt, dass manche alten Dinge Werke von unvergänglicher Schönheit darstellten. Die Pyramiden. Michelangelos David . Versailles. Magnus selbst.

Aber nur weil etwas alt und von Tradition geprägt war, bedeutete das noch lange nicht, dass es sich auch um ein Kunst werk handelte. Nicht einmal, wenn man ein Nephilim war und fand, dass das Engelsblut in den eigenen Adern einen zu etwas Besserem machte.

Die Schattenjäger-Akademie war kein Werk von unvergänglicher Schönheit. Die Schattenjäger-Akademie war eine Bruchbude.

Magnus mochte den Frühlingsanfang, die Zeit vor dem richtigen Ende des Winters, nicht besonders. Die gesamte Landschaft war so monochrom wie ein alter Spielfilm, allerdings ohne dessen fesselnde Handlung. Dunkelgraue Felder erstreckten sich unter einem hellgrauen Himmel und die kahlen Bäume erinnerten an graue, nach den Regenwolken greifende Klauen. Die Akademie fügte sich hervorragend in ihre Umgebung ein und hockte wie eine große steinerne Kröte inmitten der Landschaft.

Natürlich war Magnus vor vielen Jahren schon einmal hier gewesen, um Freunde zu besuchen. Bereits damals hatte ihm die Akademie nicht gefallen. Er erinnerte sich an die kalten Blicke der Schüler, die gemäß der engstirnigen Sichtweise des Rats unterrichtet wurden und zu jung waren, um zu erkennen, dass die Welt möglicherweise nicht ganz so einfach gestrickt war.

Wenigstens hatte das Gebäude damals nicht kurz vor dem Verfall gestanden. Magnus sah zu einem der schlanken Türme hoch, die an den vier Ecken der Akademie aufragten. Dieser Turm stand nicht gerade; genau genommen wirkte er wie ein armer Verwandter des Schiefen Turms von Pisa.

Magnus blickte auf das windschiefe Bauwerk, konzentrierte sich und schnippte dann mit den Fingern. Sofort nahm der Turm wieder seine ursprüngliche Gestalt an, wie eine kauernde Person, die sich plötzlich aufrichtete. Aus den Fenstern des Turms drangen unterdrückte Schreie. Magnus war nicht bewusst gewesen, dass die Räume bewohnt waren - was ihm ausgesprochen fahrlässig erschien.

Na, jedenfalls würden die Bewohner des ehemals schiefen Turms sicher bald erkennen, welch großen Gefallen er ihnen erwiesen hatte. Magnus betrachtete den Buntglasengel über der Eingangstür. Der Engel starrte auf ihn herab, mit flammendem Schwert und kritischer Miene, als würde er Magnus' Modegeschmack missbilligen und ihn auffordern wollen, sich bitte umzuziehen.

Leise pfeifend schlenderte Magnus unter dem skeptischen Engel hindurch und betrat das Gebäude. Die Eingangshalle lag wie ausgestorben vor ihm. Aber schließlich war es noch früh am Morgen, was möglicherweise auch das graue Erscheinungsbild des Ganzen erklärte. Magnus hoffte, dass sich der Tag noch vor Alecs Ankunft ein wenig aufhellen würde.

Er hatte seinen Freund in Alicante zurückgelassen, im Haus von dessen Vater. Alecs Schwester Isabelle war dort ebenfalls zu Besuch. Magnus hatte eine sehr unruhige Nacht im Haus des Inquisitors verbracht und war früh aufgebrochen, damit die drei in Ruhe frühstücken konnten, nur die Familie. Viele Jahre lang hatten er und Robert und Maryse Lightwood ihr Leben so gestaltet, dass sie einander nicht unnötig über den Weg liefen - es sei denn, die Pflicht rief oder Magnus winkten größere Summen Bargeld.

Magnus war sich ziemlich sicher, dass Robert und Maryse jene "gute, alte" Zeit vermissten und sie sich zurückwünschten. Zudem wusste er genau, dass sie ihn ganz bestimmt nicht für ihren Sohn ausgesucht hätten. Wenn ihr Sohn sich schon einen Mann zum Partner nehmen musste, dann doch bitte keinen Schattenweltler und erst recht keinen Schattenweltler, der Valentins Kreis miterlebt und Robert und Maryse in einer Phase ihres Lebens gesehen hatte, auf die sie heute alles andere als stolz waren.

Denn Magnus war nicht bereit zu vergessen. Mochte ja sein, dass er einen Schattenjäger liebte, aber alle kon

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen