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Schwimmen für Kinder Kreatives Wasserspiel und frühes Schwimmenlernen im Alter von 3-5 Jahren von Ahrendt, Lilli (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.11.2013
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (ePUB)
13,99 €
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Schwimmen für Kinder

Eltern fördern ihr Kind beim Säuglings- und Kleinkindschwimmen. Ab dem Kindergartenalter beginnt das Kind verstärkt mit seiner Entwicklung zur Selbstständigkeit. Es möchte alles alleine machen und leisten, auch wenn es noch nicht alles beherrscht. Das Kind hat einen starken Bewegungsdrang und braucht vielfältige Anregungen, um seine Fähigkeiten und Fertigkeiten ausprobieren und einüben zu können. Wasser begegnet dem Kind im Kindergartenalltag beim Trinken und Zähneputzen, beim Gärtnern und Spielen. Hier setzt das Schwimmprogramm für die kleinen Leute an und führt sie nachfolgend im Schwimmbad an ein spielerisches Programm zur Wassergewöhnung heran, das die Kinder mit ersten Sicherheitsregeln vertraut macht. Darauf baut ein kindgerechtes Programm zum Schwimmenlernen auf: Dem motorischen Entwicklungsstand entsprechend wird das Selbstretten, Hundeln, Kraulen und Rückenkraulen bis zum Erreichen des Frühschwimmabzeichen Seepferdchen entwickelt, so dass die 4-5jährigen bald verkünden können: Hurra - ich kann schwimmen!

Dr. Lilli Ahrendt (1968 ) hat einen Lehrauftrag an der Deutschen Sporthochschule Köln. Sie entwickelt und betreut das Projekt 'Schwimmen macht Schule? seit 2001 bei der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH in den Bereichen der Theorie, der Praxis und der Evaluation. Sie kennt die Inhalte und Aufgabenbereiche der Badbetreiber und der Schulen, die Lehrerausbildung und -fortbildung als auch die Wünsche der Kinder. Im Meyer & Meyer Verlag sind von ihr bereits die Bücher 'Säuglingsschwimmen? und 'Kleinkindschwimmen? erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 28.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840325618
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 12455kBytes
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Schwimmen für Kinder

4 ORGANISATIONSSCHWERPUNKT SICHERHEITSERZIEHUNG

4.1 VORBEREITUNGEN

Wasser als dreidimensionaler Bewegungsraum birgt seine Tücken, es ist insbesondere für jeden Menschen lebensbedrohlich, solange er nicht schwimmen kann und auch nicht weiß, wie er sich im Wasser verhalten soll. Deshalb ist die Erziehung zur Sicherheit am und im Wasser zunächst für den hier beschriebenen Personenkreis der wichtigste Lernbereich, also im Vorschulalter. In diesem Sinne ist für verantwortungsbewusstes Handeln das Einüben und Einhalten von Regeln ein unabänderliches Muss. Kinder haben aus Sicherheitsgründen zu lernen, eine Unter-Wasser-Situation im Flachwasser zu bewältigen, d. h. sich aufzurichten und aufzustellen sowie sich zum Beckenrand hin zu orientieren und hinauszuklettern. Die Übungen dazu beginnen mit der ersten Unterrichtsstunde (vgl. Kap. 5 ).

Bereits vor dem ersten Besuch im Schwimmbad kann durch Vorlesen von entsprechenden Bildergeschichten, Ausmalen von Baderegeln oder Zeigen eines Films das Verhalten im Schwimmbad thematisiert werden. Die ersten 3 Unterrichtsstunden der Wassergewöhnung finden auch u. a. deshalb im Kindergarten selbst statt (vgl. Kap. 5.1 ).

So, wie es korrekt ist, das Beispiel richtig vorzumachen, denn Gezeigtes bleibt haften, so gilt auch hier, zum Handeln motivierende Gebote vor Verbote zu setzen. Letztere würden im umgekehrten Fall nicht selten aus Unverständnis Trotzreaktionen hervorrufen, weil sie vom Kind mangels Einsicht lediglich als ungerechtfertigte Einschränkung wahrgenommen werden.

Weitere organisatorische Hilfen, wie festgelegte Abläufe (Toilette, Dusche, Treppensitz usw.), vorher bestimmte Orte (wie zum Ablegen der Handtücher), eindeutige Gestik (erhobener Arm zum "Anhalten" und Aufmerksamwerden) sowie gesungene (eine pädagogisch bewusst Kinder ansprechende Form!) Rituale oder bekannte Signale ("An-hal-ten", "Her-schau-en!") nützen, diese Regeln praktisch einzuüben und sie durch Wiederholen zu festigen.

Um sich im Schwimmbad sicher zu fühlen und verhalten zu können, bedarf es als Erstes einer räumlichen Orientierung, so wie ein Kind seinen Kindergarten kennen lernen muss. Im Becken hat sich das Kind mit den Wassertiefen vertraut zu machen und sich nach festen Haltemöglichkeiten umzuschauen. Diese Kinder als Nichtschwimmer sollen nur brusttief ins Wasser gehen; deren Körpergröße beträgt in der Regel rund 1,15 m. Deshalb ist ein Lehrschwimmbecken mit schräg abfallendem Beckenboden oberhalb der Oberfläche visuell zu kennzeichnen oder ein Trennseil zu spannen, um klar die Grenze anzuzeigen (s. a. Kap. 2 ).

Das Entlanghangeln am Beckenrand mit Berührungsversuchen der Füße zum Beckenboden beweisten die Situation, begleitet von einer - wie bereits angesprochen - kurzen, bestimmten und deutlichen Sprache, um die Situation für die Kinder eindeutig zu erklären. Eine Wanderung am Beckenrand entlang sollte zu Beginn jeder Unterrichtsstunde als Warnung deutlich machen ("Hier kann ich stehen - hier werd'ich untergehen!") . Kindern werden Gefahren primär aus selbst gemachten Erfahrungen bewusst, und die Erkenntnis für Gefahren ist in der Regel erst mit 9 Jahren hinreichend entwickelt (vgl. Ahrendt, 2004).

Für die Sicherheit sind klare Abläufe zu organisieren

Die Lehrperson hat stets alle Kinder im Blick zu halten. Das heißt, sie hat darauf zu achten, dass sich kein Kind in ihrem Rückenbereich befindet. Sie hält sich stets in unmittelbarer Nähe der Kinder, d. h. in deren Reich-, Ruf- und Hörweite, auf. Selbstverständlich arbeitet sie im Wasser bei den Kindern.

Die Lehrperson ist bei Sprung- und Tauchübungen wegen der häufigen Unfall- und Verletzungsgefahr im Kopfbereich besonders gefordert. Spritzen kann Kinder leicht übermütig machen. Deshalb sind bei diesen Übungen die Form und die Abstände konsequent vorzugeben und zu überwachen.

Die zuvor eingewiesene Aufsichtsperson h

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