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Sternentänzer, Band 1 - Das Rätsel um den weißen Hengst von Capelli, Lisa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.06.2015
  • Verlag: Panini
eBook (ePUB)
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Sternentänzer, Band 1 - Das Rätsel um den weißen Hengst

Für Caro gibt es nur eins im Leben: Pferde. Als auf ihrem Reiterhof eines Tages der wunderschöne Schimmel Sternentänzer auftaucht, verliebt sie sich sofort in ihn. Doch der griesgrämige Besitzer von Sternentänzer macht den beiden das Leben schwer. Immer wieder versucht er die Freundschaft zwischen Caro und dem Pferd zu verhindern. Denn Sternentänzer umgibt ein großes Geheimnis: Wer ihn reitet, kann in die Zukunft sehen. Ein Kampf um diese geheimnisvolle Gabe beginnt, bei dem Caros Liebe zu ihrem Pferd auf eine harte Probe gestellt wird.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 29.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833230820
    Verlag: Panini
    Serie: Sternentänzer Bd.1
    Größe: 3405 kBytes
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Sternentänzer, Band 1 - Das Rätsel um den weißen Hengst

Heimlicher Besuch

Pünktlich um neun schoss Carolin am nächsten Morgen mit ihrem Fahrrad die Hofeinfahrt zu Lindenhain hinein. Fast wäre sie gegen einen Pferdeanhänger gekracht, der mitten im Weg geparkt hatte. Schwankend bekam sie gerade noch die Kurve. Sie stellte ihr Rad ab und lief hinüber zur Koppel. Es war ein frischer, klarer Morgen und die Sonne strahlte schon über Lindenhain. Ein paar Pferde grasten friedlich auf der Weide, schlenderten langsam und gemächlich von einem Grasbüschel zum nächsten. Der braune Marhaba, Rocco mit dem schwarzen Langhaar und den weißen Flecken, die schwarze Lilli und die kugelrunde Sophia, ein Shetlandpony mit Übergewicht. Das fünfte Pferd glänzte so weiß, dass Carolin die Augen zusammenkneifen musste, um es im grellen Sonnenlicht erkennen zu können. Es war Sternentänzer. Carolin stockte bei seinem herrlichen Anblick beinahe der Atem. Die ganze Nacht über hatte sie diesem Moment entgegengefiebert. Auf einmal setzte sich das Pferd in Bewegung. Erst in federndem Gang, dann in wieherndem Trab drehte er ein paar Runden, den Hals elegant gebeugt, den Schweif hoch aufgerichtet. Carolin hing am Gatter und sah ihm sehnsüchtig dabei zu.

"Wenn Sternentänzer jetzt den Kopf hebt und mich ansieht", murmelte sie dabei fast beschwörend, "dann werde ich bald auf ihm reiten ..." Und ganz genau in diesem Moment hob das Pferd seinen edlen Kopf und sah sie mit gespitzten Ohren an. Nur kurz. Einen Herzschlag lang, dann galoppierte es laut wiehernd mit wehender weißer Mähne davon. Carolins Herz fing an wie wild zu trommeln. Es war so gespenstisch. Fast so, als könne das Pferd ihre Gedanken lesen.

Wenn ihr etwas wirklich wichtig war, dann hatte Carolin die seltsame Angewohnheit, auf Zeichen zu achten. So in der Art: Wenn ich es schaffe, mit dem Fahrradreifen genau auf der Bordsteinkante zu fahren, dann ... Wenn die nächste Ampel grün ist, dann ... Wenn die Bahnschranke offen bleibt, dann ... Wenn Mathelehrer Westfal drei Mal hintereinander hustet, dann ... Diesmal wählte sie Eulalia als Orakel. Wenn auf der alten Bank unter der großen Linde Geschenke liegen, dann kann ich bald auf Sternentänzer reiten. Sie stiefelte von der Koppel herüber und wagte es kaum, auf die Holzbank zu blicken. Es war ein ausgesprochen schwieriges Orakel, das war ihr klar, denn normalerweise ging die dicke Eulalia vor allem nachts auf die Jagd. Tagsüber lümmelte sie lieber faul im Schatten herum. Aber es war ja auch ein ausgesprochen wichtiges Vorhaben. Und deswegen baute sie auch gleich vor: Das Orakel war so schwierig, dass es rein gar nichts zu bedeuten hatte, wenn es nicht gelingen sollte. Noch zwei Schritte, noch einer, jetzt musste sie vor der Bank stehen. So ganz genau wusste sie es nicht, denn sie hatte sich die Augen zugehalten. Doch dann stieß ihr Knie auf Widerstand. Augen auf und "yipiiehhh", Carolin jubilierte. Da lag doch tatsächlich ein armes, kleines Mäuschen. Gelungen! , freute sich Carolin. Ich könnte dich knutschen, Eulalia , dachte sie. Dann schickte sie der Katze einen Handkuss hinüber in den Blumengarten neben dem Haus, wo sie zwischen Rosenstöcken, Sonnenblumen und hüfthohem Gras döste.

Mit einem zufriedenen Lächeln öffnete Carolin die Tür zum Haupthaus. Darin hatte Gunnar sein Büro. Außerdem gab es eine Art Aufenthaltsraum mit einer Kochgelegenheit. Ein Kaffeeautomat, ein Automat, voll gestopft mit Chips und Gummibären und anderen Leckereien und ein Tisch, auf dem ein paar Pferdezeitschriften lagen, standen auch darin. An den Wänden hingen goldgerahmte Urkunden, die die Pferde von Lindenhain eingeheimst hatten. Im ersten Stock waren noch ein paar Zimmer mit Betten, in denen Ferienkinder schlafen konnten. Gegenüber dem Aufenthaltsraum lag Gunnars Büro. "Gunnar Hilmer", stand auf einem goldenen Schild eingraviert an der Tür, an die sie klopfte.

"Ja, bitte!", brummte Gunnar. Carolin öffnete die Tür und streckte ihren Kopf ins Zimmer./

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