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Das PaläoPower Kochbuch Energie und Lebensfreude aus der Steinzeitküche von Paul, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
eBook (ePUB)
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Das PaläoPower Kochbuch

Woher kommt diese Energie, warum schmeckt uns die Steinzeitküche besonders gut? Wir sind noch immer Jäger und Sammler - zumindest genetisch gesehen und in der Funktion von Gehirn, Stoffwechsel und Verdauungsorganen. Sabine Paul schildert in erzählenden Rückblenden, welche Köstlichkeiten sowohl auf dem Speiseplan unserer fitten Vorfahren als auch heutiger Jäger und Sammler zu finden sind. Menschen, die sich auf diese Weise ernähren, berichten von mehr Fitness, ausgezeichneter Konzentration, schönerem Hautbild, größerer Energie, der Besserung oder gar dem Verschwinden von Magen-Darm-Beschwerden, einem neuen Bewusstsein für wertvolle Nahrungsmittel und den Umgang mit Ressourcen - bis hin zu natürlicherer Bewegung, besserer Regeneration und erholsamerem Schlaf. Probieren Sie die natürliche und ursprüngliche Art des Essens einfach aus und lassen Sie sich von salzigen und süßen Delikatessen wie Glücksgeflügel auf Nussgemüse, Pilzen im Wildsalatbett, Mandelmousse oder einem Haselnuss-Macchiato überraschen.

Sabine Paul, geboren 1968, ist promovierte Molekular- und Evolutionsbiologin mit langjähriger Erfahrung als Wissenschaftsautorin, Referentin und Trainerin zu den Themen Evolutionäre Medizin, Ernährung und Psychologie. Im Jahr 2009 gründete sie das PaläoPower-Institut. Im Verlag C.H.Beck ist von ihr erschienen PaläoPower. Das Wissen der Evolution nutzen für Ernährung, Gesundheit und Genuss (2013; BsR 1966).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 15.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406667657
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Größe: 6638 kBytes
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Das PaläoPower Kochbuch

III. Kulinarischer Reiseführer: PaläoPower-Genussthemen rund ums Jahr



In diesem Kapitel finden Sie spannende Themen rund um die Paläo-Ernährung, die Diskussion kontroverser Standpunkte und Details für die Umsetzung.
Frühling

Ohne Frühstück fit und fröhlich?!

Ostafrika, Tansania, an einem Oktobertag 2013 – im Morgengrauen . Es ist noch kühl, und so sitzen die etwas mehr als zwanzig Hadza nach dem Aufwachen erst einmal an verschiedenen kleinen Lagerfeuern und wärmen sich auf. Leise reden die Jäger und Sammler miteinander, werden langsam wach. Nur selten gibt es um diese Uhrzeit eine Kleinigkeit zu essen: Reste des Vortages an Fleisch und Früchten oder ein paar Samen. Heute starten sieben Männer, wie üblich ohne Getränk oder Speisen, zur Jagd, und etwas später beginnen einige Frauen mit ihrer Sammeltour. Zweieinhalb Stunden später: Die Jäger waren erfolgreich, haben erst ein Eichhörnchen und schließlich eine Meerkatze zur Strecke gebracht. Sofort wird mit dem umliegenden Holz ein Feuer angefacht und das Fleisch gegrillt – Barbecue zum Frühstück. Aber nur ein Teil des Jagderfolgs wird an Ort und Stelle gegessen – ebenso wie bei den Frauen, die nur einige der ausgegrabenen Wurzeln sofort zu sich nehmen. Nach den ersten Kraftanstrengungen des Tages tut das sichtlich gut und füllt die nun leeren Energiespeicher auf. Der überwiegende Teil der frischen Nahrungsquellen jedoch wird im Anschluss zum gemeinsamen Lager gebracht und miteinander geteilt (Marlowe 2010, S. 108–109; Hadza 2013).

Europa, Deutschland, zur gleichen Zeit. "Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages." Mit diesem Glaubenssatz im Kopf sind Konflikte gleich nach dem Aufstehen vorprogrammiert. Denn viele Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene haben morgens einfach keinen Appetit. Aber die Frühstücksempfehlung von Ernährungsgesellschaften und Berichte, dass sich Menschen ohne Frühstück nicht konzentrieren könnten, übellaunig würden und gar ein erhöhtes Risiko für Übergewicht und Zuckerkrankheit hätten, führen zu einem schlechten Gewissen, wenn das Frühstück ausfällt. So werden viele Kinder vor der Schule zu einer Mahlzeit genötigt, etliche Erwachsene frühstücken aus "Vernunft", aber lustlos und häufig mit einem Schweregefühl im Bauch oder Kopf. Oft genug wird auch auf die Schnelle etwas Abgepacktes von der Tankstelle oder in der Cafeteria verzehrt, gefolgt von Heißhungerattacken später am Vormittag.

Das Spektrum, wie eine erste morgendliche Mahlzeit aussehen kann, reicht von nicht oder kaum existent in der klassischen mediterranen Ernährung z.B. in Spanien, Italien, Griechenland, Portugal (hier genügt oft ein heißes Getränk als Start in den Tag) bis zu sehr aufwändigen Zubereitungen in Asien (Suppen, Salzgemüse, Fladenbrot, Sojamilch). In Europa frühstücken bis zu 30 Prozent der Bevölkerung gar nicht, über 60 Prozent verzichten mindestens einmal pro Woche darauf (Herrmann, M.-E. 2010; Breakfast is best 2009). Dabei spielen zwar auch Zeitmangel, Armut oder der Versuch einer Gewichtskontrolle eine Rolle, aber für viele Menschen ist fehlender Appetit der entscheidende Grund. Es fällt ihnen daher leicht, ein Frühstück ausfallen zu lassen, während dies für das Abendessen nur auf wenige zutrifft: "Dinner Canceling" ist nicht sehr beliebt. Dieses Essmuster entspricht der Lebensweise der Jäger und Sammler.

Heutige Jäger und Sammler frühstücken kaum oder gar nicht. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn die Er

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