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Hausbar Drinks mixen wie die Profis von Henry, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2018
  • Verlag: riva
eBook (ePUB)
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Hausbar

Wie kann man zu Hause die besten Drinks aus den besten Bars der Welt zubereiten? Seit der Jahrtausendwende erlebt die moderne Barkultur eine nie gesehene Blütezeit. Neuer Pioniergeist, das Wiederbeleben alter Techniken, internationale Einflüsse, lokale Brennereien, aber auch regionale, saisonale und nachhaltige Zutaten spielen eine wichtigere Rolle denn je. Mixen wie die Profis bedeutet aber auch, sich auszukennen: mit Spirituosen, Tools und Techniken, Zutaten und deren individueller Wirkung im Drink. Wie hängen Aromen, Zubereitung und Originalität wirklich zusammen? Von Klassikern wie dem Old Fashioned bis hin zu visionären Kunstwerken mit Einflüssen aus der Sternegastronomie gibt es hier mehr als 100 ausgesuchte Rezepte. Die Kunst und das Handwerk von professionellen Bartendern zu lernen, macht aber vor allem viel Spaß. Und wie beim Kochen gilt: Selbst gemacht schmeckt einfach besser. Seit 2010 steht der Name Thomas Henry Pate für ein junges Unternehmen aus Berlin, das mit seinen hochwertigen Bitterlimonaden die Gastronomielandschaft bereichert. Das Sortiment beinhaltet die klassischen Bar-Sodas wie Tonic Water, Spicy Ginger, Bitter Lemon oder Ginger Ale und verschiedene neue Kreationen. Namensgeber der Marke ist jener britische Apotheker und unermüdliche Entdecker, dem es gelang, Wasser mit Kohlensäure zu versetzen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 08.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745302707
    Verlag: riva
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Hausbar

WILLKOMMEN IN DER HAUSBAR

D ie Geschichte des Cocktails und der Bar ist von vielen Mythen umrankt. Denn obwohl es sich bei beiden um Phänomene der jüngeren Geschichte handelt, streiten sich Experten noch immer, woher der Name Cocktail überhaupt kommt. Leitet sich das Wort vom französischen "coqueter" (kokettieren) ab? Wurde es bei Hahnenkämpfen geprägt, bei denen der Gewinner den Siegestrunk mit einer Schwanzfeder des besiegten Gockels schmückte ("cock" - Hahn / "tail" - Schwanz)? Oder hat man bei der Namensfindung anzüglich an die Stärkung der "Manneskraft" gedacht?

Genauso ist es möglich, dass der Name aus der Pferdezucht stammt. Zugpferden im 18. und 19. Jahrhundert hat man gerne die Schwänze aus praktischen Gründen gestutzt, so dass diese sich wie ein Hahnenschwanz aufrichteten. Jene in der Regel nicht reinrassigen Arbeitstiere nannte man daher "cock-tailed". Der Begriff setzte sich im Pferdesport als Synonym für gemischte Rassen durch. Ein Cocktail könnte daher auch der Drink sein, den man nicht "reinrassig", sondern mit anderen Zutaten gemischt trinkt. Manche Historiker wiederum verweisen auf den Hahn, der im Dorf früh lauthals den Morgen begrüßt. Denn anders als heute wurden um 1800, als der Begriff in den damaligen Medien erstmalig die Runde machte, Cocktails noch vor dem Frühstück direkt nach dem Aufstehen getrunken. Spirituosen, mit Wasser verlängert, mit Zucker gesüßt und mit Bitters verfeinert. Ein Cocktail galt zu dieser Zeit als Heiltonikum, sollte für den Tag stärken, Krankheiten besiegen, Energie freisetzen und wurde damals von Ärzten und Apothekern wie heute Aspirin verschrieben. Welche Geschichte nun wirklich stimmt? Man weiß es bis heute nicht.

Bier und Wein tranken Menschen schon 3 000 Jahre vor Christus. Spirituosen galten seit jeher aber eher als Mittel der Alchemie und Pharmazie. Alkohol ist eine hervorragende Trägersubstanz für Pflanzenextrakte und andere Heilmittel - eine Methode, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin noch immer zum Einsatz kommt. Ab dem 18./19. Jahrhundert machte die Destillation große technische Fortschritte: So wurde die Produktion günstiger, und Spirituosen hielten immer mehr Einzug in den Alltag der Menschen. Um 1830 kamen Cocktails schließlich auch in der Beletage an und wurden somit sprichwörtlich salonfähig. Dass Alkohol neben medizinischen auch gesellige und anregende Wirkungen haben kann, war zu der Zeit klassenübergreifend kein Geheimnis mehr.

Dass man Spirituosen zunächst verdünnt mit Wasser und Zucker zu sich nahm, lag zumeist daran, dass die Destillate jener Zeit sehr hochprozentig, handwerklich schlecht ausgeführt und pur quasi ungenießbar waren. Seefahrer tranken ihren Rum nicht ohne Grund als Grog - mit heißem Wasser und Zucker gestreckt. Und schon im 16. Jahrhundert sollen mexikanische Agavenbauern ihren Tequila mit fermentiertem Limettensaft und Salz versetzt zu sich genommen haben. Erst mit der Zeit entwickelten sich Spirituosen zu den ausgeklügelt raffinierten und auch pur genießbaren Produkten, wie man sie heute kennt.

Damit der Cocktail zum schimmernden Helden der Nacht werden konnte, bedurfte es allerdings der industriellen Revolution. Durch diese entstanden nämlich nicht nur zahlreiche Städte, in denen sich Menschen nach der harten Fabrikarbeit nach Unterhaltung sehnten. Das Aufkommen der Elektrizität konnte den Tag durch Beleuchtung künstlich verlängern, und Strom ermöglichte zudem die Produktion und Kühlung von Eis. Ein kostbares Gut, das zuvor noch von Gletschern händisch abgetragen werden und viele Meilen reisen musste, um in die Städte zu gelangen. Ein Wunder der damaligen Technik. So entstanden die ersten Bars, und Eis ist bis heute wesentlicher Bestandteil der meisten Drinks. Die damaligen Pioniere hinter dem Tresen schufen zahlreiche Klassiker, die bis heute bekannt sind, und machten den Cocktail zu dem, wie man ihn dieser Tage kennt und definiert. Aus dem bitteren Heiltrank wurde

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