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Acht Stunden Angst von French, Nicci (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2019
  • Verlag: C. Bertelsmann
eBook (ePUB)
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Acht Stunden Angst

Dein Kind ist verschwunden - und keiner glaubt dir ... Der Schrecken beginnt als Idylle. Auf sandling Island hält der Winter Einzug, doch Nina ist an ihrem vierzigsten Geburstag mit den Gedanken bereits im sonnigen Florida. In wenigen Stunden wird sie mit ihren beiden Kindern zum Flughafen aufbrechen. Nur dass die 15-Jährige Tochter Charlie nicht nach Hause kommt. Nina wird schnell klar, dass jede Minute zählt. Sie muss Charlie finden - ksote es, was es wolle ... Nicci French - hinter diesem Namen verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit über 20 Jahren sorgen sie mit ihren außergewöhnlichen Psychothrillern international für Furore und verkauften weltweit über 8 Mio. Exemplare. Besonders beliebt sind die Bände der Frieda-Klein-Serie. Die beiden leben in Südengland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 01.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641246020
    Verlag: C. Bertelsmann
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Acht Stunden Angst

"Welche Route hat Charlie wohl genommen? Wo ist die Pleshey Road?"

"Darf ich mal sehen?" Stirnrunzelnd ließ er seinen schwieligen Finger die Seite hinuntergleiten. "Wir brauchen eine Karte des Ortes. Warte einen Moment, Nina."

Er eilte zurück in den Laden, kam diesmal aber mit leeren Händen zurück.

"Sie haben keine Karten", erklärte er. "Wir werden uns selbst eine zeichnen müssen. Komm, lass uns hier reingehen."

Er wartete meine Antwort nicht ab, sondern zog mich in das Café gleich nebenan.

"Setz dich", sagte er.

Ich wählte einen Fenstertisch, damit ich sehen konnte, wer vorbeiging. Mit zugeknöpfter Jacke ließ ich mich ganz vorne auf der Stuhlkante nieder, bereit, jederzeit aufzuspringen. Joel drehte das Blatt mit Charlies Zeitungsrunde um, damit er Platz zum Zeichnen hatte, und zog einen Stift aus der Tasche. Er reichte ihn mir.

"Fang schon mal an. Ich hole uns einen Kaffee."

"Ich will keinen Kaffee."

"Wir werden sie schon finden, Nina. Ich helfe dir, sie zu suchen. Das ist das Mindeste, was ich tun kann. Du bist nicht allein."

Spätestens jetzt wusste ich, dass Joel immer noch verliebt in mich war und Alix allen Grund hatte, eifersüchtig und verbittert zu sein. Aber das war mir egal. Hauptsache, er half mir.

"Danke", sagte ich.

Er lächelte, legte kurz seine große warme Hand auf meinen Scheitel und verschwand dann Richtung Theke. So gut ich konnte, zeichnete ich die Form der Insel, die aussah wie ein klobiger Stiefel, dessen Spitze auf das offene Meer hinausragt. Dann zeichnete ich die Hauptstraße ein, die sich vom Verbindungsdamm bis zur Südküste hinunterzog, ehe sie ins Innere der Insel abbog.

"Hier, dein Kaffee. Lass mich weitermachen." Er nahm mir den Stift aus der Hand. "Das hier ist die Low Road, und hier verläuft die Barrow Road."

"Die Straßen, in die Charlie musste, hießen ... Moment." Ich drehte das Blatt um. "Tippet Row, East Lane, Lost Road und Pleshey Road."

"Die Pleshey Road ist die kleine, die East Lane und Lost Road verbindet. Sie verläuft ungefähr so."

"Stimmt."

"Und nun sieh her." Mit etwas zittriger Hand ließ er den Stift ein paar Straßen entlanggleiten. "An Charlies Stelle hätte ich in der Tippet Row angefangen, wäre über Cairn Way in die East Lane gefahren, dann weiter in die Pleshey Road und als Letztes zum Haus von Martin Vine am Ende der Lost Road, hier hinten. Das ist die naheliegendste Route."

"Du hast Recht." Ich stand auf und griff nach dem Blatt. "Danke, Joel."

"Du hast deinen Kaffee ja noch gar nicht angerührt. Außerdem begleite ich dich. Wir werden Charlie finden."

Ich hatte keine Zeit für belanglose Floskeln.

"Ich hoffe es. Und ich danke dir."

"Das brauchst du nicht. Ich fühle mich irgendwie verantwortlich, und außerdem ..." Er hielt inne und wandte den Blick ab.

Als ich die Tür aufstieß, schlug uns die eisige Luft von draußen entgegen. Wir traten in die Kälte hinaus. Der Wind wehte mir die Haare ins Gesicht, so dass ich kaum noch etwas sehen konnte.

"Wir sollten hier beginnen." Joel deutete auf die Karte.

"Du hast Recht."

"Oder nein, ich habe eine noch bessere Idee. Lassen wir doch die ersten paar Adressen erst mal weg, die ersten sechs oder sieben Häuser, die sehr weit auseinanderliegen, und fangen wir hier an, bei den Gordons. Ich kenne sie, ich habe letzten Monat ihre alte Ulme gefällt. Wir können meinen Wagen nehmen. Sie wohnen bloß ein paar Häuserblocks weiter. Wenn sie ihre Zeitung nicht bekommen haben, dann klappern wir die Adressen rückwärts statt vorwärts ab.

Er schob seinen Arm unter meinen und zog mich an sich.

"Wo wollt ihr beide denn hin?"

Vor uns stand Alix. Sie lugte unter einem Hut hervor, den sie sich tief ins Gesicht gezogen hatte. "Ich habe deinen Wagen gesehen und mich gefragt, wo du wohl steckst", sagte sie an Joel gewandt.

"Wir versuchen, Charlie z

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