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Agatha Raisin und der tote Friseur Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.03.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Agatha Raisin und der tote Friseur

Waschen, Schneiden, Töten - Agatha Raisins haarigster Fall

In den Cotswolds gilt Mr John als genialer Friseur, weshalb die Frauen bei ihm Schlange stehen. So auch Agatha Raisin. Denn der Selbstversuch, ihre (wenigen!) grauen Haare zu färben, ging gründlich schief. Gut, dass Mr John noch einen freien Termin hat. Und wie es scheint, findet der charmante Friseur nicht nur Agathas Haare reizvoll, sondern auch ihr Herz. Doch als Mr John vergiftet wird, endet ihre gemeinsame Zukunft, bevor sie überhaupt beginnen konnte. Ist der Täter eine Kundin des Friseurs? Der Verdacht liegt nah, meint Agatha und geht dem haarsträubenden Fall auf den Grund.

Band 8 der charmanten Krimireihe um die englische Detektivin Agatha Raisin von Bestsellerautorin M. C. Beaton.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 16.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732529605
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Agatha Raisin Bd.8
    Originaltitel: Agatha Raisin and the Wizard of Evesham
    Größe: 676 kBytes
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Agatha Raisin und der tote Friseur

Eins

E s herrschte Tropenwetter, und das in England, genauer gesagt in Evesham in den Cotswolds. Agatha Raisin fuhr auf den Parkplatz am Merstow Green, schaltete Klimaanlage und Motor aus und machte sich bereit, in die suppige Hitze hinauszutreten, die ihr in dem Moment entgegenschlagen würde, in dem sie die Wagentür öffnete.

Wie so viele hatte auch Agatha all die Warnungen vor dem Treibhauseffekt bisher immer als Angstmacherei übergeschnappter Ökoterroristen abgetan. Doch in diesem August wechselten sich schwüle, drückende Tage mit monsunartigen nächtlichen Gewittern ab. Das war schon seltsam.

Agatha stöhnte, als sie aus dem Wagen stieg und zum Parkscheinautomaten ging. Was für ein höllischer Tag, um sich neue Strähnchen machen zu lassen!

Sie kehrte zu ihrem Wagen zurück, legte den Parkschein ins Fenster und beugte sich zum Seitenspiegel. Ihr Haar war nach wie vor dunkelbraun, neuerdings aber mit lila Strähnen dazwischen.

Nach ihrem "letzten Fall" war Agatha in eine leichte Depression verfallen. Mrs. Agatha Raisin betrachtete sich gern als eine Privatdetektivin in der Tradition namhafter fiktiver Figuren wie Poirot oder Lord Peter Wimsey. Sie war eine nicht ganz schlanke Frau mittleren Alters mit passablen Beinen, einem runden Gesicht und kleinen Bärenaugen, die misstrauisch in die Welt blickten. Auf ihr dichtes, schimmerndes braunes Haar war sie schon immer stolz gewesen.

Allerdings hatte sie in dieser Woche erstes Grau darin entdeckt, das plötzlich überall zu sprießen schien. Also hatte sie sich eine dieser Farbspülungen gekauft, und seither schimmerten besagte Stellen gräulich lila. "Gehen Sie zu Mr. John", hatte Mrs. Bloxby ihr geraten, die Vikarsfrau. "Sein Salon ist in der High Street in Evesham, und er soll sehr gut sein. Angeblich ist er ein wahrer Zauberer, was das Haarfärben betrifft."

Agatha hatte einen Termin gemacht, und so kam es, dass sie nun in Evesham war, rund zehn Meilen von ihrem Heimatdorf Carsely entfernt.

Zyniker behaupteten, Evesham sei vor allem für seine Bezieher von Sozialleistungen und seinen Spargel berühmt. Der Ort lag am Avon im Vale of Evesham, dem Garten Englands, der für seine Gärtnereien, Obstplantagen und natürlich den Spargel bekannt war. Trotzdem machte es den Eindruck einer heruntergekommenen Stadt. Obwohl die Einwohnerzahlen stiegen, schlossen immer mehr Läden, und die vernagelten Fenster wurden von ansässigen Künstlern bemalt, sodass die Kleinstadt bisweilen wie eine Ansammlung von Gemälden und Wohlfahrtsläden schien. Gebärfreudige Frauen, deren bevorzugte Garderobe aus Leggings und Schlabberblusen bestand, schoben Kinderwagen durch die Straßen. Wie die Kolumnistin und Fernsehberühmtheit Ann Robinson einst bemerkte, schien dieser Kleidungsstil offenbar zwangsläufig zu Kinderwagen und Babys zu gehören.

Agatha dachte manchmal, dass ein Großteil der Bekleidungsgeschäfte durchaus überlebensfähig gewesen wäre, hätten die Besitzer beizeiten einen Blick nach draußen geworfen und begriffen, dass sie vielleicht nicht nur Sachen bis Größe 40 anbieten sollten, sondern bis 46.

Sie steuerte direkt die High Street an, ohne die prächtigen alten Kirchen zu beachten. Agatha interessierte sich nicht für Geschichte, jedenfalls nicht so wie James Lacey, ihr Nachbar und die Liebe ihres Lebens. James war mal wieder auf Reisen, weit weg von seinem Cottage und der deprimierten und jetzt auch noch ergrauten Agatha.

Der Salon hieß schlicht Mr. John . Mrs. Bloxby hatte Agatha dringend empfohlen, einen Termin beim Besitzer persönlich zu machen.

Und dort war das Geschäft auch schon. In der flirrenden Hitze der High Street sah Agatha eine unscheinbare Ladenfront, an der Mr. John in geschwungenen Messinglettern über der Tür stand.

Agatha ging hinein. Keine Klimaanlage, war ja klar. Dies war England, und in der Erinnerung überwogen die kalten Sommer, also warum hätten di

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