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Agatha Raisin und der Tote im Wasser Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Agatha Raisin und der Tote im Wasser

BLUT IST DICKER ALS WASSER

Frühling in den Cotswolds. Agatha Raisin langweilt sich fürchterlich, zu lange liegt ihr letzter Fall zurück. Nur ein Streit im Nachbardorf sorgt für etwas Abwechslung: Ein Mineralwasserhersteller will sich für viel Geld aus der örtlichen Trinkwasserquelle bedienen, was die Dörfler bis hinauf zum Gemeinderat spaltet. Als der Vorsitzende des Rats ermordet in der Quelle treibt, sieht Agatha das Ende ihrer kriminalistischen Durststrecke gekommen. Mit Inbrunst stürzt sie sich in die Ermittlungen - und muss rasch erkennen: Dieser Mörder ist mit allen Wassern gewaschen.

Band 7 der charmanten Krimireihe um die englische Detektivin Agatha Raisin von Bestsellerautorin M.C. Beaton

M.C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit ihren Krimi-Reihen um den schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth und die englische Detektivin Agatha Raisin feiert sie bis heute große Erfolge in über 15 Ländern. M.C. Beaton lebt abwechselnd in Paris und in den Cotswolds.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 222
    Erscheinungsdatum: 13.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732522767
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Agatha Raisin Bd.7
    Originaltitel: Agatha Raisin and the Wellspring of Death
    Größe: 1930 kBytes
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Agatha Raisin und der Tote im Wasser

Eins

A gatha Raisin war gelangweilt und unglücklich. Ihr Nachbar James Lacey war endlich in sein Cottage neben dem ihren ins Cotswolds-Dorf Carsely zurückgekehrt. Agatha versuchte sich einzureden, dass sie nicht mehr in ihn verliebt war und ihr seine unterkühlte Art folglich nichts ausmachte.

Sie hätte ihn beinahe geheiratet, doch dann war ihr leider noch quicklebendiger Ehemann während der Hochzeitszeremonie aufgetaucht, was James ihr nie wirklich verziehen hatte.

Eines Abends im Frühling, als das Dorf in einer Blütenpracht aus Narzissen, Forsythien, Magnolien und Krokussen erstrahlte, stapfte Agatha zum Pfarrhaus, wo eine Versammlung des Frauenvereins stattfinden sollte. Sie hoffte inständig, dass dort ein wenig Klatsch die Ödnis ihrer Tage erhellen würde.

Aber was es an Klatsch gab, interessierte Agatha nicht im Geringsten, denn er drehte sich ausschließlich um die Wasserquelle im Nachbardorf Ancombe.

Agatha kannte die Quelle. Im 18. Jahrhundert hatte eine Miss Jakes das Wasser aus einer Quelle in ihrem Garten ans Tageslicht befördert und mittels eines Rohrs durch die Gartenmauer in einen kunstvollen Brunnen geleitet, der der Öffentlichkeit zur Verfügung stand. Dort sprudelte das Wasser aus dem Mund eines Totenschädels - eine Narretei, die selbst im rauen 18. Jahrhundert für reichlich Kritik gesorgt hatte - in ein flaches Becken, das in den Boden eingelassen war, und schwappte über dessen Rand durch ein Rost. Von hier floss es unter der Straße hindurch und kam auf der anderen Seite als kleiner Bach wieder zum Vorschein. Dieser schlängelte sich durch die anderen Gärten bis zum Fluss Ancombe.

Über dem Brunnenschädel war ein von Miss Jakes verfasster Knittelvers eingraviert:

Müder Wanderer, halt ein und staune,
wie das Wasser hier fließt mit stillem Geraune.
Wir fristen die Tage in diesem Mühetal,
drum labe dich am Wasser, lindere die Qual.

Während man dem Wasser vor zweihundert Jahren magische Heilkräfte zugeschrieben hatte, füllten sich die heutigen Wanderer hier nur noch ihre Trinkflaschen auf. Gelegentlich sah Agatha auch Einheimische, die sich etwas von dem Wasser holten, um damit zu Hause ihren Tee aufzubrühen, weil es weicher war als das aus der Leitung.

Erst vor Kurzem hatte die neu gegründete Ancombe Water Company versucht, sich die Erlaubnis vom Gemeinderat zu holen, täglich Wasser von der Quelle abzuzweigen - für einen Penny pro Gallone.

"Viele halten das für ein Sakrileg", sagte Mrs. Bloxby, die Vikarsfrau. "Aber an der Quelle war nie etwas Heiliges."

"Das Ganze öffnet dem Kommerz Tür und Tor in unserem friedlichen Landleben", wandte Mrs. Darry ein. Sie war ein neues Mitglied des Frauenvereins von Carsely und erst unlängst von London in die Cotswolds gezogen. Entsprechend zeigte sie noch den typischen Eifer der Großstädterin, die unbedingt das Dorfleben bewahren will.

"Ich glaube nicht, dass das irgendwen stört", sagte die Sekretärin Miss Simms und schlug ihre Beine in den schwarzen Strümpfen übereinander. Dabei blitzte ein heller Streifen Oberschenkel auf, womit für alle anwesenden Damen klar war, dass Miss Simms Strapse trug. "Ich meine, der Lastwagen des Unternehmens kommt immer ganz früh am Morgen, und danach kann sich jeder wie immer selbst bedienen."

Agatha unterdrückte ein Gähnen. Als Geschäftsfrau im Vorruhestand, die erfolgreich ihre eigene PR -Agentur betrieben hatte, hielt sie das Arrangement für eine vernünftige Idee.

Außerdem mochte sie Mrs. Darry nicht. Die Frau hatte ein Gesicht wie ein erschrockenes Frettchen. Und deshalb sagte Agatha: "Die Cotswolds sind schon extrem kommerzialisiert. Man sehe sich doch nur die Bustouren, die Tee- und Souvenirläden an."

Nun teilte sich die Runde in drei Fraktionen: in diejenigen, die dafür waren, in die dagegen und in jene wie Agatha, die das Thema maßlos langweilte.

Mrs.

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