text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Agatha Raisin und die Tote im Feld Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Agatha Raisin und die Tote im Feld

Eine militante Wanderin, die ihr Ende im Feld des Erzfeindes findet - dieser Fall schreit förmlich nach einer Spürnase wie Agatha Raisin, meint Deborah, eine Freundin der Toten. Die geschmeichelte Agatha ist zwar gerade erst wieder in den Cotswolds angekommen, lässt sich aber nicht zweimal bitten. Ihr Plan: Sie und ihr Schwarm James schleusen sich als Ehepaar getarnt in den Wanderkreis des Opfers ein, um ungestört herumschnüffeln zu können. Gesagt, getan. Als kurze Zeit später ein weiteres Mitglied der Wandergruppe ermordet wird, schwant es den beiden, dass sie sich geradewegs in die Höhle des Löwen begeben haben ...

ePremiere von Bastei Lübbe ist ein exklusives Angebot an E-Book Leser: Alle Titel der Reihe erscheinen in der Regel ein bis zwei Monate vor dem gedruckten Buch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 15.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838759319
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Agatha Raisin Bd.4
    Originaltitel: Agatha Raisin and the Walkers of Dembley
    Größe: 1586 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Agatha Raisin und die Tote im Feld

Eins

A gatha Raisin beobachtete, wie das Sonnenlicht auf die Wand ihres Londoner Büros fiel.

Es kroch in langen Streifen durch die Jalousieschlitze und wanderte im Tagesverlauf langsam an der Wand tiefer. Diese Sonnenstreifen waren Agathas persönliche Sonnenuhr.

Morgen endete ihr Ausflug zurück in die Welt der PR -Manager. Dann durfte sie heimkehren nach Carsely, ihrem Dorf in den Cotswolds. Noch einmal ins Arbeitsleben zu tauchen, hatte ihr keinen Spaß gemacht. In der kurzen Zeit, die sie fort gewesen war und in der sie sich bereits endgültig im Ruhestand wähnte, hatte sie offenbar jene Energie eingebüßt, die nötig war, um bei Journalisten und Fernsehsendern das nötige Interesse für ihre Kunden zu wecken.

Obwohl sie ihre alte Beharrlichkeit und Kraft noch immer nicht ganz verloren hatte und sogar beachtliche Erfolge vorweisen konnte, vermisste sie ihr Dorf und ihre Freunde. Anfangs war sie über die Wochenenden hingefahren, wann immer sie sich loseisen konnte, aber die Rückkehr nach London war jedes Mal eine solche Qual gewesen, dass sie es die letzten zwei Monate bleiben gelassen und samstags wie sonntags durchgearbeitet hatte.

Sie hatte geglaubt, dass ihr neuentdecktes Talent, sich mit Menschen anzufreunden, auch in der Stadt von Nutzen sein könnte. Nur waren die meisten Mitarbeiter der Agentur, gemessen an ihren gut fünfzig Jahren, sehr jung und zogen es vor, in den Mittagspausen und an den Abenden unter sich zu sein. Roy Silver, ihr ehemaliger Assistent und derjenige, der Agatha überredet hatte, sich für sechs Monate bei Pedmans zu verpflichten, hielt seit einiger Zeit ebenfalls Abstand zu ihr. Er behauptete stets, zu beschäftigt zu sein, um sie auf einen Drink zu treffen oder auch nur mit ihr zu reden.

Seufzend sah Agatha zur Uhr. Sie war mit einem Journalisten vom Daily Bugle auf einen Drink und zum anschließenden Abendessen verabredet. Dabei sollte sie die Werbetrommel für einen Popstar rühren: Jeff Loon, mit bürgerlichem Namen Trevor Biles. Und sie freute sich nicht darauf. Es war schwierig, sich hymnisch über einen dürren, aknegeplagten Jugendlichen auszulassen, der sich privat vor allem der Fäkalsprache bediente. Aber er hatte nun mal diese Stimme, die man früher als "irischen Salontenor" bezeichnete, und die alten Liebeslieder, die er kürzlich aufgenommen hatte, waren allesamt Hits. Nun sollte er irgendwie ein Image als Traum aller mittelenglischen Schwiegermütter verpasst bekommen. Deshalb war es das Beste, ihn möglichst von der Presse fernzuhalten und stattdessen Agatha Raisin vorzuschicken.

Sie ging in den Personalwaschraum und wechselte in ein schwarzes Kleid mit Perlenkette, passend zum gewünscht seriösen Image des Kunden, den sie vertrat. Agatha kannte den Journalisten nicht, den sie treffen sollte, hatte sich allerdings über ihn informiert. Sein Name war Ross Andrews, und er hatte früher in der Oberliga des Journalismus mitgespielt, ehe man ihn auf die Gesellschaftsseiten verbannte. Alternden Medienleuten passierte es oft, dass sie von den Titelseiten in die Star- und Klatschspalten gedrängt wurden – oder, schlimmer noch, Leserbriefe beantworten durften.

Sie sollten sich in der City treffen, da mittlerweile alle großen Zeitungen von der Fleet Street nach East End umgezogen waren.

Es war ausgemacht, dass sie sich in der Bar des City Hotels trafen, wo sie auch essen würden, weil das Restaurant passabel war und die Fenster einen schönen Ausblick auf die Themse boten.

Agatha drehte sich vor dem Spiegel hin und her. Ihr Kleid, das sie erst kürzlich gekauft hatte, sah verdächtig eng aus. Zu viele Mittag- und Abendessen auf Spesen. Sobald sie wieder in Carsely war, musste sie abspecke

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen