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All die bösen Dinge Psychothriller von Riley, Mary-Jane (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2016
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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All die bösen Dinge

'Der merkwürdig süßliche Geruch raubte ihr den Atem. Langsam ging sie in die Hocke und hob den Deckel an. Tote Augen starrten ihr entgegen. Im Koffer lag ein kleiner Junge in einem blauen 'Thomas, die kleine Lokomotive'- Schlafanzug.' - Im englischen Suffolk verschwinden die vierjährigen Zwillinge Harry und Millie, während sie bei ihrer Tante, der Journalistin Alex, zu Besuch sind. Harrys Leiche wird gefunden, Millies Schicksal bleibt ungeklärt. Ein Albtraum für Alex und ihre Schwester. Ein Albtraum, der fünfzehn Jahre später neu beginnt, als klar wird, dass damals zwei Unschuldige für die Tat verurteilt wurden. Alex ermittelt auf eigene Faust - und macht eine grauenvolle Entdeckung ... Mary-Jane Riley hat viele Jahre als Journalistin und Talkmasterin beim BBC gearbeitet und sich in dieser Zeit immer wieder mit spektakulären Verbrechensfällen befasst, bevor sie ihren ersten Roman "All die bösen Dinge" verfasste. Mary-Jane Riley ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Suffolk.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 19.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641166571
    Verlag: Goldmann
    Serie: Alex Devlin Bd.1
    Originaltitel: The Bad Things
    Größe: 836 kBytes
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All die bösen Dinge

2

Detective Inspector Kate Todd ließ sich im Wartezimmer nieder und blätterte in einer Illustrierten. Dem blöden Gerät an der Wand, das nach ihren Daten in Großbuchstaben verlangte, hatte sie bestätigt, dass sie diejenige war, die einen Termin hatte. Und garantiert fing sie sich jetzt einen abscheulichen Virus ein, während sie hier herumhockte. In der Ecke murmelte der Fernseher, und Kate versuchte, sich auf die Zeitschrift zu konzentrieren. Alles voller Kleinkinder. Die richtige Ernährung für Ihr Baby . Wie können Kinder schlafen lernen . Alles voller elender Babys. Kate schmiss die Zeitschrift auf den niedrigen Holztisch, worauf die Frau neben ihr die Stirn runzelte.

"Entschuldigung", sagte Kate.

Die Frau lächelte ein wenig und zuckte die Achseln. "Diese Hefte sind meist todlangweilig. Sind zum Teil schon Jahre alt. Ich lese hier grade was über Sommerurlaub vor drei Jahren."

"Hmm. Ja", antwortete Kate einsilbig. Sie hatte keine Lust auf ein Gespräch. Sie wollte den Termin möglichst schnell hinter sich bringen und zurück aufs Revier. Wo es zurzeit allerdings auch nicht gerade spannend zuging. Keine größeren Fälle. Lediglich geplante Razzien in einem gottverlassenen Kaff in den Fens, wo man den Handel mit irgendwelchen armen Menschen unterbinden wollte, die man dorthin geschafft hatte, wo sie nun unter verheerenden Bedingungen hausten - Cannabis-Lager oben, drei oder vier Familien im Untergeschoss. Das Problem bei den geplanten Razzien war nur, dass nicht nur die National Crime Agency, sondern auch Gott weiß wer daran beteiligt werden musste. Würde wahrscheinlich ein übles Chaos werden, diese Aktion.

Kate sah sich im Warteraum um. Sie kannte niemanden hier und anscheinend auch niemand sie. Das war der Vorteil, wenn man in Ipswich arbeitete, aber in einer Kleinstadt im Umkreis wohnte - die Wahrscheinlichkeit, hier auf Kollegen zu stoßen, war relativ gering.

"Meine Kleine hier ...", sagte die Frau. Als Kate sich ihr wohl oder übel zuwandte, bemerkte sie das Bündel in den Armen der Frau. Kate fragte sich, wieso sie das Baby nicht vorher schon bemerkt hatte. "Wurde mit einem Loch im Herzen geboren", fuhr die Frau fort. "Musste gleich operiert werden, obwohl sie noch so winzig war. Ich wusste nicht, ob sie überleben würde."

Kate spürte plötzlich den vertrauten Anflug von Angst in der Brust.

"Deshalb müssen wir ganz oft hierher zum Nachgucken kommen, nicht wahr, mein Schätzchen?", säuselte die Frau dem Baby zu und betrachtete es mit einem innigen Lächeln.

Die Angst umschlang jetzt Kates Herz und erzeugte Druck. Wer behauptete, das Herz sei nur ein Organ, hatte einfach keine Ahnung. Kate holte tief Luft und bemühte sich um eine freundliche Miene.

"Haben Sie auch Kinder?", fragte die Frau, während sie mit dem Finger die Wange des Babys streichelte.

"Nein", antwortete Kate, wobei sie sich offenbar so schroff anhörte, dass die Frau errötete. "Tut mir leid", sagte sie.

"Kein Problem." Kate griff nach einer Wohnzeitschrift und blätterte sie unkonzentriert durch; Vorschläge, wie man sein Wohnzimmer besser einrichten konnte, welche Farben man für einen Wintergarten nach Süden benutzen sollte und Bilder von dem wunderschönen Heim eines drittrangigen VIP s. Dennoch fiel es ihr schwer, nicht an den Krach zu denken, den sie am Vorabend mit ihrem Mann gehabt hatte. Wieder einmal hatten sie sich über das gleiche Thema, das in mehr oder minder heftiger Form seit zehn Jahren für Streit sorgte, in die Haare gekriegt. Diesmal hatte Kate gerade das Licht ausschalten wollen, als Chris gesagt hatte: "Ich würde mir einfach wünschen, dass du irgendwo Rat suchst."

Kate war in der Bewegung erstarrt. Sie hatte den ganzen Tag Aktenarbeit erledigt

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