text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Altherrenjagd Der "Sanktus" muss ermitteln von Schröfl, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2016
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Altherrenjagd

Zwei Alte Herren einer M nchner Studentenverbindung verschwinden spurlos. Der einzige Hinweis auf ihren Aufenthaltsort sind E-Mails, die Koordinaten enthalten. Dr. Engler, der ebenfalls Mitglied der Studentenverbindung ist, bittet Alfred Sanktjohanser, den Sanktus, um Hilfe. In einer rasanten Geocachingjagd durch M nchen versuchen die beiden, die Opfer zu befreien und den M"rder zur Strecke zu bringen. Eine Jagd auf Leben und Tod beginnt. Andreas Schr"fl wurde 1975 in M nchen geboren und ist im Stadtteil Steinhausen aufgewachsen. Nach dem Abitur erlernte er das Handwerk des Brauers und M"lzers in einer M nchner Groábrauerei. Anschlieáend studierte er an der Universit"t Weihenstephan Brauwesen und Getr"nketechnologie. Es folgten f nf Jahre als Braumeister in einer mittelst"ndischen bayerischen Brauerei. Zurzeit arbeitet er im Brauereianlagenbau. Andreas Schr"fl lebt in einem Dorf am Rande der Hallertau, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die ¯Sanktus®-Krimis vereinigen seine Liebe zum Beruf, die Verbundenheit mit M nchen und der bayerischen Tradition sowie seine langj"hrige Leidenschaft f r Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 06.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839251027
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2308 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Altherrenjagd

Sonntag

Na bravo! Wunderbar, wunderbar , ganz wunderbar! "Sehr lieb, danke!", würde der Wiener sagen. Ein Besuch. Nein, nicht nur ein Besuch, sondern der Besuch der Woche anstehend. Der Besuch, vor dem es dem Sanktus nun schon seit Tagen gegraust hat. Der sonntägliche Besuch bei den Englers, also der Familie Dr. Engler, sprich beim Drengler , wie ihn der Sanktus nur genannt hat! Die Familie war ja ganz in Ordnung, aber er , der Drengler - verheerend! Abnormal! Unsympathisch! Besserwisserisch! Einfach unmöglich. Er ist halt einfach ein mords Trum Schnösel gewesen, der Drengler. Und Schnösel für den Sanktus, falls du den Sanktus schon kennst, weißt du, rotes Tuch Scheißdreck dagegen.

Aber leider ist's halt heute soweit gewesen. Endgültig. Nicht dass du glaubst, der Sanktus hätte nicht versucht, sich zu drücken. Ganz im Gegenteil. Er hatte schon eine Migräne, eine Erkältung und sogar einen Muskelfaserriss vorgetäuscht. Von Sonderschichten im Ausschank des Biergartens der Münchner Sternbrauerei, wo der Sanktus zurzeit als Schankkellner gearbeitet hat, ganz zu schweigen. Aber heute war D-Day. Klassisches 'PG', also Pech ghabt.

Die Kathi, Sanktus' Lebensgefährtin, war unerbittlich. Heute hat es definitiv sein müssen. Um drei Uhr zum Kaffee waren sie eingeladen. Zum Kaffee! Der Sanktus wenn nur an Kaffee und Kuchen gedacht hat, hat er schon Sodbrennen gekriegt. "Oh Herr Sanktjohanser, das ist nicht nur ein Kaffee, das ist ein Fair Trade! Direkt aus Äthiopien. Ganz feine Bohne. Doppelt geröstet. Der wird unserem Gaumen munden!", hat der Drengler beim letzten Mal zum Besten gegeben. War ja klar, dass dort nicht einfach die Jacobs Krönung ausgeschenkt worden ist.

"Ich trink ja lieber den vietnamesischen", hat der Sanktus gekontert, "den, den die Katzen schon mal gefressen und dann wieder gekackt haben. Der ist schon vorverdaut. Magenschonend, wissen S', Herr ... äh ... Dings."

Den Tritt, den er von der Kathi unter dem Tisch bekommen hatte, hat er lange gespürt, und die Kathi hat nach dem Nachmittag genauso lange nicht mehr mit ihm geredet.

Die Kathi war nämlich mit der Frau Engler, der Ulli, auf du und du, da die Martina und die Engler Betty-Lou - allein schon Betty-Lou musst du dir mal geben - in der gleichen Klasse waren.

Der Sanktus hat nun schon fast vier Jahre mit der Kathi und ihrer Tochter, der Martina, im Münchner Stadtteil Haidhausen, genauer am Johannisplatz, zusammengelebt. Er hatte die Kathi schon seit seiner Lehre zum Brauer und Mälzer in der Sternbrauerei gekannt. Verliebt hatten sie sich jedoch erst während der unschönen Vorkommnisse in der Brauerei vor ein paar Jahren.

Die Martina war damals bereits vier. Das Mädchen inzwischen wie seine eigene Tochter, und der Sanktus sozusagen stolzer Papa.

Doch manchmal konnten einen auch seine Liebsten zur Weißglut bringen. Und das war heute der Fall.

Der Sanktus ist in voller Montur, also Jeans, Turnschuhe, Hemd und Sonnenbrille, im Flur der Altbauwohnung gestanden und hat vor Hitze geschmachtet. Schweißausbruch Anfänger dagegen. Kannst du dir hoffentlich vorstellen. Die Martina hat zum gefühlten 27. Mal ihrer Mutter geschrien. Zuerst war sie am Klo, dann hat sie was vergessen gehabt, dann wollte sie noch so ein lilafarbenes vogelwildes Plastikpony mitnehmen, danach noch Durst und so weiter und so weiter. Der Sanktus schon knapp vor dem Zerlaufen und kurz vor der Kapitulation.

Die Kathi ist ständig von einem Zimmer zum anderen gelaufen, und dem Sanktus war eigentlich nicht klar, was sie gemacht hat. Ist nicht in seinen Männerschädel reingegangen. Blockade praktisch. Er hat ihr bloß immer hinterhergeschaut und ist sich vorgekommen wie einer, der an einer Schnellstraße die vorüberfahrenden Autos verfolgt. Kurz, nachdem der Sanktus fast geglaubt hatte, dass sie nun alle fertig zum Abmarsch wären, hat er

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen