text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Auf eigene Faust / Bis der Hass euch bindet von Berndorf, Jacques (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2016
  • Verlag: KBV Verlags- & Medien GmbH
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Auf eigene Faust / Bis der Hass euch bindet

Auf eigene Faust Am Flughafen Düsseldorf wird der Bankkaufmann Gert Anderson Zeuge einer Schießerei. Es gelingt ihm, eine junge Frau aus der Gewalt zweier Männer zu befreien. Sie ist die Sekretärin eines Großindustriellen. Maria und ihr Retter kommen sich rasch näher, doch auch wenn er den ersten Mordversuch verhindern konnte, wird Maria am darauffolgenden Morgen tot im Treppenhaus gefunden. Die Polizei glaubt an einen Unfall, aber Anderson weiß es besser. Schon bald ist sein eigenes Leben in Gefahr. Bis der Hass euch bindet In Ascona hofft Dr. Andreas Krumm zu sich selbst zurückzufinden. Seine Ehe ist gescheitert, in der Klinik gibt es Schwierigkeiten. Er lernt die verzweifelte Vera Reiter kennen, die versucht, vor ihrer Schuld davonzulaufen. Als die beiden von einer Lawine in einem kleinen Dorf festgehalten werden, treffen sie auf vier junge Leute, die sich dort bislang in einem sicheren Versteck wähnten. Das Drama spitzt sich zu, als sich zwischen den Eingeschlossenen plötzlich brutale Gewalt Bahn bricht. Jacques Berndorf ... ist das Pseudonym des 1936 in Duisburg geborenen Journalisten, Sachbuch- und Romanautors Michael Preute. Sein erster Eifel-Krimi, "Eifel-Blues", erschien 1989. In den Folgejahren entwickelte sich daraus eine deutschlandweit überaus populäre Romanserie mit Berndorfs Hauptfigur, dem Journalisten Siggi Baumeister. Berndorf setzte mit seinen Romanen nicht nur die Eifel auf die bundesweite Krimi-Landkarte, er avancierte auch zum erfolgreichsten deutschen Kriminalschriftsteller mit mehrfacher Millionen-Auflage. 2003 erhielt er vom "Syndikat", der Vereinigung deutschsprachiger Krimi-Autoren, den "Ehren-Glauser" für sein Lebenswerk. Die bei KBV erscheinenden Siggi-Baumeister-Krimis erobern regelmäßig die oberen Plätze der Bestsellerlisten. Im Berndorf-Jubiläumsjahr 2014 erschien erstmals eine Sammlung seiner Kurzkrimis: "Der König der Eifel".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 290
    Erscheinungsdatum: 29.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954413133
    Verlag: KBV Verlags- & Medien GmbH
    Serie: KBV Krimi
    Größe: 1083 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Auf eigene Faust / Bis der Hass euch bindet

Teil I

Er kennt keine Schwierigkeit außer der einen, viel Geld in kürzester Zeit zu verdienen. Berufliche Hindernisse und private Probleme bewältigt er kühl: Gert Anderson, dreißig Jahre alt, Bankkaufmann. Er hat Appartements in Zürich, Berlin und Frankfurt, einige Freundinnen und ein paar Bankkonten in verschiedenen Städten. An diesem Freitag steht er in der Halle von Düsseldorf-Lohausen, um nach Zürich zu fliegen.

Wie üblich für einen Freitagnachmittag war der Flughafen voller Lärm, an den Gepäckschaltern stauten sich Fluggäste, Anderson musste lange warten, ehe sein Koffer auf das Fließband gelegt wurde und irgendwohin in den undurchschaubaren Mechanismus des Flughafens hineinglitt. Er hatte jetzt noch eine Stunde Zeit.

Draußen war es warm. Er zog den Trenchcoat aus und schlenderte hinüber zu den Parkplätzen. Er bemerkte die lange Schlange der Zuschauer, die auf einer Balustrade den startenden und landenden Maschinen zusahen. Er las das Schild an einem Kassenhäuschen, auf dem es hieß, dass Kinder und Erwachsene für das Zuschauen soundso viel Geld zu zahlen hätten. Wir sind unbezahlbar, dachte er, wir machen aus allem Geld. Und wir machen aus vielem einen Zirkus. Sogar aus einem ganz gewöhnlichen, durchschnittlichen Flughafen.

Er hatte sich abgewöhnt, deutsch zu fühlen. Er fühlte in Geschäften, und er war überall dort zu Hause, wo er Geschäfte machen konnte.

Er schlenderte die schmale Straße entlang, als er hinter sich einen Wagen herankommen hörte. Da es kein Trottoir gab, stellte er sich auf den Rasen in die Büsche, die die Straße säumten.

Der Wagen fuhr an ihm vorbei. Ein weißer BMW. Hinter dem Steuer ein junges Männergesicht. Auf dem Rücksitz bewegten sich zwei Gestalten mit tierhafter Heftigkeit.

Zwanzig Meter vor Anderson hielt der Wagen. Der Mann, der am Steuer gesessen hatte, stieg aus und riss den hinteren Wagenschlag auf. Er schrie etwas, was Anderson nicht verstehen konnte.

Ein zweiter Mann kam mit den Füßen und dem Hinterteil zuerst aus dem Wagen herausgerutscht. Er hielt mit beiden Händen eine Frau an ihren dunklen Haaren fest. Die Frau schrie nicht, ihr Körper knickte ein, die Beine plumpsten auf den Asphalt.

Der Mann, der den Wagen gefahren hatte, hielt eine Waffe in der Hand und richtete sie auf die Frau, die auf dem Rasen lag.

In diesem Augenblick begann Anderson zu laufen. Er brüllte: "Nein!"

Da schoss der Mann auf Anderson.

Anderson ließ sich fallen, und er spürte in seinem Mund Gras und Erde. Er hob den Kopf nicht, und er blieb auch liegen, als der Wagen davonfuhr.

Er hatte Angst davor, irgendwo an seinem Körper eine Wunde zu entdecken. Aber da er keinen Schmerz fühlte, nur die Halme und die feuchte Erde in seinem Mund, spuckte er ein paarmal in das Gras und stand so mühsam auf, als sei er schwer getroffen.

Etwa zehn Meter von ihm entfernt stand die Frau. Sie trug einen weißen Sommermantel, der auf dem Rücken schmutzig war.

Anderson setzte sich langsam in Bewegung und murmelte: "So etwas darf doch nicht sein. So etwas gibt es doch nicht." Dann spürte er, dass sein Kinn nass war. Er zog hastig ein Taschentuch heraus und wischte sich über das Gesicht. "Gestatten, Anderson."

Ihre Augen zeigten leichte Reflexe, als wisse sie noch nicht genau, wo sie sei. Und dann begann sie zu lachen und gluckste: "Gestatten, Anderson, gestatten, Anderson, gestatten, Anderson!" Ihr Gesicht war verzerrt.

Er sah, dass sie vor Angst und Entsetzen hysterisch war. Sie lachte noch immer, schlug sich mit beiden Händen auf die Oberschenkel, beugte sich vor, sodass ihr Haar wie ein Vorhang über ihr Gesicht fiel.

Anderson machte zwei Schritte, b

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen