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Aufs falsche Pferd gesetzt Reiterkrimi von Holst, Ulli (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.12.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Aufs falsche Pferd gesetzt

Wenn Sport mit einem Lebewesen, Ehrgeiz, Tierliebe, unterschiedlichste Traditionen und Kulturen sowie ungeheure Geldsummen aufeinandertreffen, dann sind Versuchungen und Verbrechen nicht weit. Im Reiterkrimi "Aufs falsche Pferd gesetzt" wird diese explosive Mischung von Zutaten aus der Pferdesportszene aufgenommen und vielschichtig verarbeitet. Harro, einer der erfolgreichsten Springreiter der Welt, der in Las Vegas seinen dritten Weltcupsieg anstrebt, ist nicht aufzufinden. Der Star und damit das Gesicht der Veranstaltung traf auf dem Turnierplatz erst gar nicht ein. Das einzige Lebenszeichen von ihm ist seine Ankunft im Hotel am späten Abend, das er kurz danach in Reitkleidung verlässt. Dann verliert sich jede Spur. Gab es einen Unfall, eine Entführung, Mord? Während die Familie versucht Harro zu finden, braucht der Veranstalter eine Erklärung. Unglücklicher Weise fragt die Presse: "Warum lässt Harro reiten?" Bilder von seinem jungen Bereiter, der sein Spitzenpferd noch einen Tag vor dem Wettkampf mitten in einen Oxer gesetzt hat, wurden durch eine Tierschützerin weltweit veröffentlicht. Der Druck für alle nimmt stündlich. Ulli Holst ist ein Pseudonym. Der Autor ist seit Jahrzehnten national und international in der Pferdeszene unterwegs. Dabei hat er so viel Stoff sammeln können, dass es für ganze Krimireihen ausreicht. Mit "Aufs falsche Pferd gesetzt" beginnt er seine Erfahrungen ins Krimigenre einzuarbeiten, um so unterhaltsam, manchmal überspitzt die Friktionen, die sich hinter dem Sport mit dem Lebewesen verbergen, ins Bewusstsein zu rücken. Jürgen Holst lebt in Nordrhein-Westfalen. Seit frühester Kindheit war er von Pferden fasziniert. Sein Hobby machte er zum Beruf, was ihn hinter die Kulissen schauen ließ. Was er dort erlebte, war nicht selten desillusionierend. Die Faszination, die Pferde auf ihn ausüben, hat sich allerdings in all seinen Berufsjahren nicht verändert. Pferde in ihrer Vielfalt sind für ihn die wunderbarsten Geschöpfe auf dieser Welt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 252
    Erscheinungsdatum: 22.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743145832
    Verlag: Books on Demand
    Serie: Reiterkrimi .1
    Größe: 502 kBytes
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Aufs falsche Pferd gesetzt

Zuhause

D ie Sonne schien, die Magnolien blühten, es war schon fast ein Sommertag, und das im April. Der Winter war in diesem Jahr mild gewesen, das Frühjahr früh und so waren die Stuten schon auf den saftigen Weiden. Die ersten Fohlen tollten bereits um ihre Mütter. Andere Stuten wackelten mit ihren Kugelbäuchen übers Gras und ließen es sich schmecken. Auch bei Ihnen würde es nicht mehr lange dauern, bis sich der Nachwuchs einstellte.

Eine der Stuten hob den Kopf und wieherte, als Gabi Ahlbaum mit ihren zwei Hunden, einem Jack Russel und einem Deutsch Drahthaar, in Richtung Weide abbog. Gabi ging zu ihr und begrüßte sie.

Sie war ihr absoluter Liebling, Geranie, Teil ihres Lebens. Auf ihrer Mutter hatte sie reiten gelernt, mit ihr war sie Deutsche Meisterin in der Vielseitigkeit geworden, hatte Deutschland bei Europameisterschaften und zwei Olympischen Spielen vertreten und konnte den Einzeltitel bei der Weltmeisterschaft entgegennehmen. Als Geranie nach ihrer Sportkarriere in die Zucht ging, wachte Gabi über jede ihrer Geburten. Es waren Gabis "Pferdekinder", die sie später alle selbst angeritten und ausgebildet hatte. Diese Nachkommen waren durch die Bank Leistungspferde, durchaus keine Selbstverständlichkeit in der Pferdezucht. Mit Love Brasil und Bella Brasil hatte Geranie gleich zwei Kinder, die in der Weltspitze des Springsports unterwegs waren. Mittlerweile war die Stute, die immer noch top fit aussah, 25 Jahre alt. Dies sollte nun ihr letztes Fohlen sein.

Mein Gott, was habe ich ein Glück an diesem Platz geboren zu sein und hier mit meiner Familie leben zu dürfen. Beim zweiten Teil des Gedankens wurde Gabi nachdenklich, wie schon so oft in der letzten Zeit.

Alex, ihr ältester Sohn, war aus dem Haus. Das Nesthäkchen, Inga, wurde flügge und wie. Sie ließ sich nichts, aber auch gar nichts sagen. Inga hatte ihr Abitur gemacht, um Berufsreiterin zu werden und in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Talent hatte sie, keine Frage, Ehrgeiz auch, aber die Einstellung zum Pferd fehlte, die Einstellung zum Leben. Gabi stöhnte. Immer wieder diese Auseinandersetzungen. Da ließ sich diese Göre von den Angestellten die Pferde putzen, satteln, ablongieren, ach rundumversorgen, um dann meist nur ein paar Sprünge zu machen und die Pferde wieder abzugeben. Das war nicht ihre Art des Umgangs mit Pferden. Gut, dass Inga nun in Norwegen einmal anderer Wind um die Ohren wehen würde. Harro, Gabis Mann, hatte seinem "Nesthäkchen" diesen Job besorgt, damit sie sich mal jenseits ihres bequemen Zuhauses beweisen sollte.

Gabi ging zum Reitplatz, um Inga ein wenig zuzusehen. Da ritt sie, ihre Tochter. Perfekt der Sitz, perfekt das Timing. Ein schönes Bild, freute sich Gabi. Sie hat so viel mehr Talent als ich und selbst ihr Vater. Inga ritt Begonie, eine vierjährige Stute, auch eine Tochter aus Geranie, Gabis alter Erfolgsstute. Wie viel doch die Stuten an ihre Kinder weitergeben, eine Beobachtung, die Gabi immer wieder machte und die altes Züchterwissen bestätigte. Das leicht hängende Vorderbein und der unheimliche Wums von hinten, das hatte Begonie von ihrer Mutter, genauso wie dieses unaufwendige Strecke machen und den Mut. Inga ließ höher bauen. Da waren schon ein paar happige Brocken dabei, dachte Gabi und zweifelte, ob dies nicht ein bisschen zu viel für das junge Pferd sein würde. Beim vorletzten Sprung, einem Oxer, passte die Distanz nicht. Die Stute sprang mutig ab, bekam die hintere Oxerstange zwischen die Beine, strauchelte und fiel. Inga rollte sich vom Pferd in die eine Richtung, die Stute zu anderen Seite ab. Gott sei Dank! Beide standen auf. Gabi rannte auf den Platz. Inga begann mit einer Schimpftirade, die junge Stute stand zitternd auf drei Beinen. Vorsichtig führte Gabi die lahmende Begonie zum Stall. Inga kam laut fluchend hinter ihnen her und beschwerte sich, dass das Pferd eben nichts tauge. Schon der Name sei ja Programm.

Gabi rief

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