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Ausgetanzt Kriminalroman von Bürkl, Anni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.07.2010
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Ausgetanzt

Berenike Roithers neuer Teesalon im beschaulichen Kurort Altaussee im Salzkammergut verlangt ihre volle Aufmerksamkeit. Doch bald wird sie aus der gewohnten Arbeit herausgerissen: Ihre Tanzlehrerin Caro, die am mystischen Hallstätter Gräberfeld ein keltisches Tanzritual abhalten wollte, wird tot aufgefunden - in der Mitte entzwei gesägt und in einem Friseursalon zur Schau gestellt. Auch Berenike fragt sich, wer so viel Hass gegen die engagierte Frauenhausmitarbeiterin hegte. Und plötzlich steckt sie selbst mitten in den Ermittlungen ...

Anni Bürkl, Jahrgang 1970, lebt seit Abschluss ihres Studiums der Publizistik im Jahr 2001 als freie Journalistin, Autorin und mitunter Ghostwriter in Wien. Im Ausseerland, wo sie sich im Sommer gerne aufhält, schreibt sie am liebsten. 2003 wurde sie mit dem Theodor-Körner-Förderungspreis ausgezeichnet, 2010 erhielt sie das Krimi-Stipendium 'Trio Mortale' der Stadt Wiesbaden. Sie ist Mitglied bei den 'Mörderischen Schwestern', deren Österreich-Gruppe sie leitet, und der 'IG Autorinnen Autoren'. Mit dem Kriminalroman 'Ausgetanzt' setzt sie ihre Serie um die charismatische 'Teelady' Berenike Roither fort.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 321
    Erscheinungsdatum: 12.07.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839235652
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Serie: Berenike Roither Bd.2
    Größe: 794 kBytes
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Ausgetanzt

Sechsundzwanzig Pfirsichtorte mit Grüntee (S. 240-241)

Die Fahrt zum Fundort von Selmas Leiche kam ihr unwirklich vor. Wie eine einzige Graffiti-Ausstellung, der in dunkler Nacht das Publikum fehlte. Berenike war fassungslos. An die Fassade des altmodischen Ischler Bahnhofs stand geschmiert: "Weiber entwaffnen!" Oberhalb einer Konditorei: "Frauen an den Herd". Dann: "Wir kriegen jede Frau". Wie entsetzlich, so als lebten sie in einer Zeit, in der Frauen keine Rechte hatten. Die Buchstaben glühten rot, trieften vor Farbe. Kräftiges, kriegerisches Rot. Blutrot.

Am Ende war es wirklich der Körpersaft. Von wem so viel Blut stammte, daran wollte sie lieber nicht denken, ihr war so schon übel genug Hans bremste jäh, als aus einer Seitengasse Jungs auf röhrenden Motorrädern angerast kamen. "Frauen versklaven" prangte an dem Eckhaus. Berenike kam das Kotzen. Sie bewegten sich im Schritttempo die immer noch Hochwasser führende Traun entlang. Blaulichter, Polizisten. Ein Geschäftsportal: Wohlfühlmassagen. Hans hielt an und blieb sitzen. Berenike stieg aus, sah sich suchend um. Absperrbänder, Scheinwerfer, die das Portal bestrahlten und ... da lag sie.

Mit den Beinen zur Tür, der fast kahl geschorene Kopf nach hinten verbogen. Selma, eindeutig. Ihre verdrehten Augen schienen Berenike anzustarren. Der gelbe Pulli gab ein Stück weißen Bauch frei. Etwas glitzerte metallisch an ihrem Körper. Angestrahlt von 1.000- Watt-Birnen und ausgeleuchtet vom Blitzlicht des Polizeifotografen, der die Lage aus allen Winkeln festhielt. Unter dem Strickstoff zeichneten sich Selmas Brüste ab. Wie weich sich noch vor Kurzem Selmas Haut angefühlt hatte!

Und jetzt war die Frauenhauschefin tot, ihre weiblichen Formen bald Beute der Würmer. Berenike glotzte die Wand an, ohne zunächst wahrzunehmen, was sie las: "Vergeltu...", die letzten zwei Buchstaben fehlten. Plötzlich Schritte, irgendwo in der Finsternis. Männer, die es eilig hatten. Springerstiefel, die Köpfe unter Kapuzen verborgen. Einer von ihnen stolperte und zögerte. Etwas leuchtete in seiner Hand auf. Eine Spraydose? Sah so aus!

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