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Barbara Wensch Grimmiger Tod von Christner, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.08.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
6,49 €
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Barbara Wensch

Barbara Wensch, eine 65-jährige schlagfertige Kommissarin, ermittelt mit Sarkasmus und ihrem jungen Nachfolger Christian Stein in Mordfällen. Eine namenlose Mädchenleiche wird barfuß und in einem zarten Kleidchen Anfang Februar im Wald gefunden. So beginnt der wahrscheinlich letzte Fall in der Karriere der resoluten Mordkommissarin Barbara Wensch. Die ersten Spuren führen sie zu einem Geheimnis, in das im Laufe der Zeit immer mehr Menschen verwickelt sind. Denn es dauert nicht lange, bis ein weiteres Mädchen stirbt... Patricia Christner wurde im Jahre 2000 in Weilheim in Oberbayern geboren. Sie geht dort zur Schule und schreibt schon seit ihrer frühen Kindheit Kurzgeschichten. Seit ihrem Sieg bei einem Münchner Krimischreibwettbewerb 2015 widmet sie sich gänzlich den Kriminalgeschichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 04.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741264825
    Verlag: Books on Demand
    Serie: Barbara Wensch .1
    Größe: 505kBytes
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Barbara Wensch

1

"Ach du meine Güte!", entfuhr es Barbara Wensch, als sie ihren Blick über den neuen Tatort schweifen ließ. Ein sechzehnjähriges Mädchen, das erdrosselt am Waldrand aufgefunden wurde. Sie hatte pechschwarze Haare und auffällig rot geschminkte Lippen. Außerdem trug sie ein schlichtes weißes Kleid und keine Schuhe. Das war seltsam, da es Mitte Februar und damit eigentlich noch viel zu kalt für diesen Kleidungsstil war. "Wisst ihr schon, wie sie heißt?", fragte Barbara einen Kollegen der Spurensicherung, der hinter ihr kniete und irgendetwas in eine kleine Plastiktüte steckte. "Nein leider nicht, Frau Wensch. Sie hatte weder Handtasche, Geldbeutel noch sonst irgendwelche persönlichen Gegenstände bei sich", antwortete er sachlich. Barbara schaute sich erneut um. Als ihr Blick auf die Leiche traf, hielt sie kurz inne. "Warum werden so junge Menschen umgebracht? Wer macht denn sowas?", fragte sie sich. In all den Jahren, die sie nun schon bei der Kriminalpolizei war, hatte sie Morde an Kindern nie nachvollziehen können. Sie hatte nie verstehen können, was in einem Menschen vor sich gehen konnte, damit er zu so etwas Grausamen fähig war. Die Tote war nur ein paar Jahre jünger als ihre Nichte Helena. Sie sah ihr zwar nicht besonders ähnlich, aber wenn Barbara nur daran dachte, dass Helena da liegen würde... "Ach, hallo Barbara! Kein schöner Anblick für den letzten Tatort, oder?". Barbara drehte sich aus den Gedanken gerissen um, sah ihrem Chef direkt in die Augen und sagte: "Nein, das ist wirklich nicht das, was ich mir vorgestellt habe! Aber vielleicht ist das ja doch nicht der letzte Mordfall! Zwei Wochen sind schließlich eine lange Zeit, um noch ein paar Leichen zu finden!" "Ach, Frau Kriminalhauptkommissarin! Ich versteh dich nicht! Nach über 41 Jahren bei der Polizei und fast 33 bei der Mordkommission müsstest du doch eigentlich genug von Leichen und Mördern haben!", erwiderte der Chef ungläubig. "Du kennst mich doch, Helmut. Aber jetzt mal zu unserer Toten: Weißt du schon irgendetwas über sie? Ich finde den Mord, und davon können wir ausgehen, so schön wie sie dort aufgebahrt ist, schon etwas seltsam. Ich kann mich an keinen ähnlichen Fall erinnern", erklärte Barbara. Helmut ging ein paar Schritte Richtung Leiche und blieb dann abrupt stehen. Er kniete sich auf den Boden und hob etwas auf. Dann drehte er sich um und kehrte zu Barbara zurück. "Da, schau! Wer hat den denn da verloren? Wie lange der da wohl schon liegt?", fragte Helmut und streckte Barbara einen angebissenen Apfel entgegen. "Woher soll ich das jetzt wissen? Einen Tag, schätze ich mal. Aber genauer kann dir das sicher die Spurensicherung sagen. Ich glaube, wir sollten zurück ins Büro fahren. Die von der Spurensicherung sind gut. Wenn die etwas wissen, dann erfahren wir das doch eh sofort!", antwortete Barbara, die ihren Blick noch einmal zur Leiche wandern ließ und dann zum Auto ging, um zur Dienststelle zu fahren.

Es war bereits nach 22.00 Uhr, als Helmut Altenberger mit einer dampfenden Tasse Kaffee in der Hand sein Büro verließ und das grelle Licht ausschaltete. Er war in letzter Zeit abends öfter länger in der Arbeit geblieben, um alte Fallakten zu sortieren, die ihn noch immer beschäftigten. Er versank dabei meist in sinnlose Recherchen über längst abgeschlossene Gerichtsverhandlungen, ergebnislose Fahndungen oder vermeintliche Ermittlungsfehler von mittlerweile uralten oder sogar schon verstorbenen Kommissaren. Seine Frau war von seinem nächtlichen Arbeitsgeist natürlich wenig erfreut. Sie hielt ihm schon seit einigen Jahren vor, dass er zu wenig Zeit für sie und seine Kinder hätte. Helmut ließ sich von dieser Sache jedoch nicht sonderlich beeindrucken. Er kannte seine Frau doch zu gut. Sie würde ihn niemals verlassen, nur weil er abends etwas länger wegblieb. Außerdem konnte er nach den nächtlichen Recherchen stets besser und beruhigter einschlafen. Normalerweise war Helmut der Letzte, der das Büro

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