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Bavaria Kanada Kommissar Bauer in der Fremde von Schuldlos, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2013
  • Verlag: Eurokomm
eBook (ePUB)
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Bavaria Kanada

Der Münchner Kriminalhauptkommissar Helmut Bauer geht aus beruflichen Gründen für sechs Wochen nach Kanada und sein Kollege Franz Kreuzpeintner soll ihn deswegen in München vertreten. Doch kaum nachdem Bauer in Toronto gelandet ist, findet man in einem Münchner Gasthaus in einer Besenkammer eine tote alte Frau. Der unbeholfene und schlichte Kreuzpeintner hat damit seinen ersten eigenen Fall. Etwas, was Bauer unbedingt vermeiden wollte. In Toronto sollte Bauer seine kanadischen Kollegen über die bayrische Polizeiarbeit informieren. Stattdessen gibt ihm und seinem neuen kanadischen Partner Bruce Hinterstocker eine grausam entstellte und ermordete Asiatin Rätsel auf. Doch sie wissen noch nicht, dass es nicht bei dieser einen Toten bleiben wird.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 15.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783000424076
    Verlag: Eurokomm
    Größe: 2155 kBytes
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Bavaria Kanada

"Darf ich vielleicht reinkommen, dann können wir uns etwas näher über sie unterhalten?"

Keimer blickt Kreuzpeintner ins Gesicht und macht dann eine einladende Handbewegung. Kreuzpeintner betritt die Wohnung. Keimer geht voraus und setzt sich in seinem Wohnzimmer auf eine braune Cordcouch, vor der ein niedriger Eichentisch steht.

Kreuzpeintner setzt sich auf den anderen Schenkel der Couch, rutscht einmal unruhig hin und her, bevor er Erwin Keimer fragt:

"Wie gut haben s ie denn Frau Sobottnik gekannt?"

"Wir haben 15 Jahre lang als Nachbarn in diesem Haus gewohnt."

"Ja, und wie war sie so?"

"Was meinen's damit?"

"Ja also, wie würden s ie die Frau beschreiben?"

"Hager, etwas kleiner, a bisserl bucklig."

"Nein. Wie war sie denn vom Wesen her? Hat sie irgendwelche Marotten oder Hobbies g e habt?"

"Mei, sie war eine rechte Giftspritz e n, wenn s ie wissen, was ich mein'."

"Sie haben sich mit ihr also nicht so gut verstanden?"

"Nein."

"Aha! Und wissen s ie irgendwas über ihr Privatleben?"

"Eine rechte Schlampen war's. Die Wohnung verdreckt. Außerdem hat man gemunkelt, dass' früher eine Nutten g e wesen is t ."

"Aha."

"Wie is t die überhaupt g e storben?"

"Erstickt, an einer Weißwurscht."

"Recht g e schieht's ihr."

"Sie haben sie aber n ich t unbedingt mögen?"

"Warum auch?"

Kreuzpeintner ist genervt. Keimer zeigt ihm zwar seinen Hass auf Leni Sobottnik, aber wirklich weiterhelfen kann er ihm auch nicht. Außerdem hat Kreuzpeintner jetzt Hunger. Er weiß, Bauer geht oft zu diesem Kiosk an der Großmarkthalle. Der Wirt, Ludwig Pfandl, Wiggerl genannt, ist ein ziemliches Original und hier im Viertel bekannt, wie ein bunter Hund.

Eine Viertelstunde nachdem sich Kreuzpeintner von Keimer verabschiedet hat, kommt er bei m Wiggerl an. Vor dem Kiosk stehen an drei runden Bistrotischen fünf Männer. Jeder von ihnen hat eine brennende Zigarette in der Hand und eine Flasche Bier vor sich. An den Biertischen sitzt niemand, außer einem Mann in einem alten, schwarzen Anzug. Als Kreuzpeintner näher kommt, kann er erkennen, um wen es sich handelt. Es ist Herbert Burger, genannt 'Der Philosoph'. Kreuzpeintner kennt ihn von einigen Begegnungen zusammen mit Bauer, der diesen Mann ziemlich oft rüde anfuhr, wenn er wieder zu seinen Redetiraden ausholte.

Egal, denkt sich Kreuzpeintner, es wird schon nicht so schlimm werden.

"Zwei Bratwürscht, eine Brez n und eine Halbe Bier, bittschön", sagt Kreuzpeintner zu dem Mann der hinter dem Tresen im Kiosk steht. Es ist Ludwig Pfandl, der seit seinem Ausscheiden aus dem Postdienst diesen Kiosk führt.

Kurze Zeit später hat Kreuzpeintner ein volles Glas und einen Teller mit seinem Essen vor sich stehen. Normalerweise wäre es kein Problem beides zu nehmen und zu einem der Tische zu tragen. Für Kreuzpeintner, mit seinem gebrochenen, eingegipsten linken Arm, ist es eine Herausforderung. Es gelingt ihm schließlich und er geht unsicher zu einem der beiden leeren Biertische. Der Philosoph hat ihn beobachtet. Nachdem Kreuzpeintner sich gesetzt hat, steht er/

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