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Bevor es dunkel wird Psychothriller von Merritt, Stephanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.10.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 22.10.2018 per Download lieferbar

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Bevor es dunkel wird

Schließe die Tür, wenn es dunkel wird, denn vielleicht bist du nicht allein ...
Eigentlich erhofft sich Zoe nach einem psychischen Zusammenbruch auf der schottischen Insel Ruhe und Erholung. Doch bereits kurz nach ihrer Ankunft machen unheimliche Gerüchte die Runde, denn in dem Haus, das Zoe den Sommer über gemietet hat, passieren seit dem mysteriösen Tod der Vorbesitzerin Ailsa angeblich immer wieder unerklärliche Dinge. Und tatsächlich hört Zoe nachts eine singende Frau und wird von wilden Träumen heimgesucht - oder bildet sie sich etwa alles nur ein? Doch was ist mit den Möbeln, die morgens nicht mehr an ihrer Stelle stehen? Als ein heftiger Sturm aufzieht, muss Zoe sich schließlich ihren schlimmsten Ängsten stellen und gerät dabei in große Gefahr ...

Stephanie Merritt arbeitet als Journalistin und Literaturkritikerin für Zeitungen wie The Times, Die Welt und The Guardian und veröffentlichte unter anderem Namen bereits sehr erfolgreich mehrere historische Kriminalromane. Sie lebt mit ihrem Sohn in Südengland und schreibt derzeit an ihrem nächsten Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 22.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641227579
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: While You Sleep
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Bevor es dunkel wird

1

Die Insel tauchte als tintenschwarzer Klecks am Horizont auf, gesprenkelt mit winzigen Lichtpunkten vor dem grauen Himmel. Allmählich dann, während die Fähre durchs Wasser pflügte und sich einen Weg durch die Wellen bahnte, nahm sie allmählich Gestalt an und schien aus dem Meer aufzusteigen wie der Buckel eines gewaltigen Geschöpfes. Am Fuß der Klippen tanzten gebündelte helle Punkte, Reflexionen des Lichtstrahls, den der Leuchtturm am äußersten Ende der Hafenmauer über die Bucht gleiten ließ.

Eine einsame Person stand an Deck der Fähre.

Sie beugte sich hinaus, umklammerte die Reling so fest, dass ihre Hände beinahe in der glatten Maserung des Holzes verankert schienen, und stemmte ihre Beine in den Boden. Um nicht umgerissen zu werden, folgten ihre Bewegungen denen des schlingernden Schiffes, das sich trotzig hob und senkte und jedes Mal eine Kaskade aus Gischt aufwarf, wenn eine Welle seinen Bug erklomm und wieder hinabstürzte. Der Wind verwandelte die Haare der Frau zu verklebten Strähnen, peitschte ihr salzige Feuchtigkeit ins Gesicht, die auf ihren Lippen brannte.

Trotzdem blieb sie, den Kragen ihrer abgewetzten Fliegerjacke zum Schutz gegen Kälte und Nässe hochgeschlagen. Sie war entschlossen, bis zum Anlegen auszuharren, alles von hier oben in sich aufzunehmen statt durch das verschmierte Fenster des Passagierraums im Bauch der Fähre, wo es muffig nach nassen Jacken und abgestandenem Tee roch. Da war ihr der Geruch nach Salzwasser und Benzin lieber. Aufgeregt strich sie sich den nassen Pony aus dem Gesicht, als das Geräusch der Motoren verebbte und Männer in orangefarbenen Regenjacken Taurollen auswarfen, während das Schiff das ölige Wasser des Hafens durchschnitt, um längsseits des Piers anzulegen.

Zwei Tage unterwegs, und sie hatte es fast geschafft. Sie versuchte nicht an die alte Redensart zu denken, dass der Weg wichtiger sei als das Ziel. Auch nicht an das, was sie zurückgelassen hatte, Tausende von Meilen entfernt.

Der Anlegeplatz hatte die hochtrabende Bezeichnung "Fährhafen" nicht wirklich verdient - es gab einen Parkplatz und ein einziges flaches, rau verputztes Gebäude mit einem Schild mit der Aufschrift Café über der Tür, von dem die Farbe abzublättern begann.

Langsam schob sie sich die schäbige kleine Gangway hinunter, rollte ihren Trolley mit der einen Hand vor sich her und zog den großen Koffer mit der anderen hinter sich her, als wären es zwei störrische Kleinkinder. Zusätzlich hatte sie sich eine zusammengeklappte Staffelei unter den Arm geklemmt. Jedes Mal, wenn sie damit gegen das Geländer stieß, war sie froh, dass die Fähre jetzt, Mitte Oktober, nicht überfüllt war wie vermutlich im Sommer. Da hätte sie mit dem sperrigen Teil ständig ihre Mitreisenden angerempelt.

Am Ende des Anlegers sah sie einen Mann in einer Lederjacke, die sich straff über einem beachtlichen Bauch spannte. Er hielt ein Pappschild hoch, auf dem Zoe Adams geschrieben stand. Als sie zielstrebig auf ihn zukam, breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus, und er winkte ihr überschwänglich zu wie einer lieben Freundin. Er war etwa in ihrem Alter, schätzte sie, Anfang vierzig, mit schütterem blondem Haar und einem rundlichen, offenen Gesicht, die Wangen gerötet von Wind und Wetter oder von zu vielen Kneipenbesuchen, vielleicht auch von beidem.

"Mrs Adams?"

Sie zögerte. Überlegte, ob sie es so stehen lassen sollte, aber dann würde es später nur unnötige Fragen geben.

"Äh, Miss, um genau zu sein."

"Oh, entschuldigen Sie." Sein Irrtum schien ihm peinlich zu sein. "Mein Fehler. Dann sind Sie also nicht verheiratet?"

Sie gab ein undefinierbares Geräusch von sich, das alles und nichts bedeuten konnte, stellte ihre Koffer ab und streckte eine Hand aus.

"Sie müssen Mr Drummond sein?"

"Mick, bitte." Er strahlte jetzt wieder, umklammerte ihre Finger und schüttelte sie mit einer Ausd

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