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Biikebrennen von Nygaard, Hannes (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2015
  • Verlag: Emons Verlag
eBook (ePUB)
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Biikebrennen

Es ist die Zeit des Biikebrennens: Überall entlang der nordfriesischen Küste werden Feuer entfacht, um die bösen Geister zu vertreiben. Doch die Bewohner von Runeesby werden Zeugen eines grausigen Spektakels: An ein Kreuz gebunden verbrennt vor ihren Augen ein Mensch. Und das ist erst der Anfang einer Anschlagsserie, der noch mehr Menschen zum Opfer fallen werden. Christoph Johannes und Große Jäger ermitteln im vielleicht schlimmsten Fall ihres Lebens... Hannes Nygaard ist das Pseudonym von Rainer Dissars-Nygaard. Er wurde 1949 in Hamburg geboren und hat sein halbes Leben in Schleswig-Holstein verbracht. Er studierte Betriebswirtschaft und war viele Jahre als Unternehmensberater tätig. Nach einigen Jahren in Münster/Westfalen lebt er nun auf der Insel Nordstrand (Schleswig-Holstein). www.hannes-nygaard.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 29.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863587581
    Verlag: Emons Verlag
    Größe: 3258 kBytes
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Biikebrennen

ZWEI

Das Wetter hatte sich übers Wochenende nicht von der besten Seite gezeigt. Schneegriesel, dazu ein frischer bis stürmischer Wind, der die Temperaturen wesentlich kälter erscheinen ließ, als die Anzeige des Thermometers zeigte, und der nur wenige Spaziergänger ins Freie gelockt hatte.

Anna hatte aus dem Fenster gesehen, den Kopf geschüttelt und Christoph allein zum Gang über den Deich geschickt. Sie hatte nichts gesagt, aber ihre Verstimmung über sein plötzliches Fortgehen hatte noch den ganzen Sonnabend über angehalten.

Christoph hatte im Internet recherchiert, Kontakt zum Präsidenten des Jazzclubs aufgenommen und gefragt, ob es ein Mitgliederverzeichnis gebe.

"Ich komme am Montag zu Ihnen", hatte Jens Ehret versprochen.

Es klopfte, und ein Mann mit weißem Vollbart streckte seinen Kopf zur Tür herein. "Ich wollte zu Herrn Johannes", sagte er.

"Das bin ich." Christoph bot ihm den Besucherstuhl an seinem Schreibtisch an. "Herr Ehret?", riet er.

Der kräftig gebaute Mann, der ein wenig an einen pensionierten Kapitän erinnerte, nickte.

"Wir haben einen Button des Louisiana Café Jazzclubs gefunden", begann Christoph.

Ehret hob den Zeigefinger. "Es soll nicht besserwisserisch klingen, aber wir heißen Jazzclub Louisiana Café. Genau umgekehrt. Das ist wichtig, weil unser Club nach einem Stück des bekannten Jazzpianisten Jan Luley benannt ist."

"Diese Buttons geben Sie an Mitglieder Ihres Clubs aus?"

"Richtig. Wir erheben keine regelmäßigen Clubbeiträge. Wer Mitglied werden möchte, erwirbt gegen einen geringen Betrag den Button. An unseren Clubabenden, die regelmäßig am ersten Donnerstag im Monat bei 'Tante Jenny' in Husum stattfinden, sind die Mitglieder durch den Button erkennbar."

"Das bedeutet, dieser Button wird nur von Clubmitgliedern getragen?"

Ehret druckste ein wenig herum. "Na ja", kam es zögerlich über seine Lippen. "Überwiegend."

"Es gibt Ausnahmen?"

"Schon. Leute, die sich um die Husumer Jazzszene verdient gemacht haben, erhalten den Button als Ehrengabe."

"Musiker?"

"Fast nur."

"Fast?"

"Musiker, die in Husum aufgetreten sind. Ganz selten aber auch andere Leute."

"Gibt es ein Mitgliederverzeichnis?"

Ehret nickte und griff in seine Jackentasche. "Ich habe es Ihnen mitgebracht."

Christoph warf einen kurzen Blick darauf. Er lächelte.

"Stimmt irgendetwas nicht?", fragte Ehret.

"Meine Frau und ich waren zufällig am Tag der Clubgründung zu Gast bei 'Tante Jenny'. Wir haben auch einen Button erworben. Ich finde meinen Namen aber nicht auf der Liste."

"Es war hektisch an dem Abend, zumal wir auch noch einen großartigen Gast hatten."

"Ich weiß. Jan Luley ist gemeinsam mit den Lokalmatadoren aufgetreten."

"Es tut mir leid", bekannte Ehret.

Das bedeutet, dachte Christoph, dass die Liste nicht vollständig ist.

"Um was geht es überhaupt?", fragte der Clubpräsident.

"Wir haben an einem Tatort einen Clubbutton gefunden und suchen den Inhaber als Zeugen."

"Als Zeugen?" Es klang misstrauisch.

"Ja. Hat sich seit dem vergangenen Freitag jemand bei Ihnen gemeldet und um einen Ersatzbutton gebeten, weil er seinen verloren hat?"

"Nein. Das klingt mysteriös."

"Keineswegs", versuchte Christoph abzuwiegeln. "Falls das noch geschehen sollte, bitte ich Sie, uns zu benachrichtigen."

"Ich könnte dem Clubkollegen dann sagen, er soll sich direkt mit Ihnen in Verbindung setzen", sagte Ehret.

"Mir wäre der umgekehrte Weg lieber", entgegnete Christoph. "Es wäre auch gut, wenn Sie es vertraulich behandeln würden."

"Also ... Auch dem Musikfreund nichts sagen?", fragte Ehret ungläubig.

"Richtig."

"Das ist ja ein Ding." Erschrocken drehte er sich um, als es hinter ihm schepperte und die Tür mit einem lauten Krachen gegen die Wand schlug.

"Das

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