text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Bis zur letzten Sekunde Thriller von Jagusch, Rudolf (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

4,99 €1

1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Bis zur letzten Sekunde

Die Bombe tickt ... Der nervenzerreißend spannende Thriller "Bis zur letzten Sekunde" von Rudolf Jagusch jetzt als eBook bei dotbooks. Die Morgenandacht im Kölner Dom ist ein Ort der Besinnung und der Ruhe. In diese friedliche Atmosphäre stürmt Roman Winter mit einem Bombengürtel: Er fordert 50 Millionen Euro, sonst sprengt er sich und die Gottesdienstbesucher in die Luft. Unter den Gläubigen befindet sich auch Kommissar Landgräf. Der Ermittler weiß, wen er vor sich hat: Vor Jahren ist er Winter schon einmal begegnet, er hat ihn ins Gefängnis gebracht. Doch jetzt muss er nach den Regeln des Erpressers spielen: Winter hat weitere Bomben in der Stadt versteckt, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen - und so beginnt ein tödliches Spiel auf Zeit ... Jetzt als eBook kaufen und mitfiebern: der actiongeladene Thriller "Bis zur letzten Sekunde" von Rudolf Jagusch. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Rudolf Jagusch wurde 1967 in Bergisch Gladbach geboren. Seit der studierte Verwaltungswirt 2006 seinen ersten Roman veröffentlichte, ist er eine feste Größe in der deutschen Krimi-Landschaft. Er lebt mit seiner Familie im Vorgebirge am Rand der Eifel, wo auch die meisten seiner Romane spielen. Rudolf Jagusch veröffentlicht bei dotbooks die Kriminalromane: 'Leichensabbat''Nebelspur'"Bis zur letzten Sekunde"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 331
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961482429
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Heyne Bücher 41055
    Größe: 908 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Bis zur letzten Sekunde

2

Ein Aufschrei ging durch das Rhein-Energie-Stadion. In der Südkurve skandierten die Fans "Schiri raus"-Rufe, Fäuste wurden in die Höhe gerissen, Leuchtraketen abgefeuert, ein Hexenkessel überschäumender Gefühle. Die Nummer zehn des FC krümmte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. Eine Traube von Spielern bedrängte wild gestikulierend den Schiedsrichter.

Kriminalhauptkommissar Martin Landgräf schlenderte am Spielfeldrand entlang. Da er sich für Fußball nicht sonderlich interessierte, schenkte er dem Spielgeschehen keinerlei Beachtung. Er wich der Auswechselbank aus, vor der sich gerade ein Spieler warm machte. Der Trainer stand mit rotem Kopf neben dem jungen Mann und brüllte ihm Anweisungen ins Ohr, unterstrich dabei jedes Wort mit einer energischen Handbewegung.

Landgräf schüttelte verständnislos den Kopf. Diese Leute taten, als ginge es um Leben und Tod. Deren Sorgen möchte ich haben, dachte er. Er wandte den Blick ab, sah in die Menge. "Wo bist du, du Schweinehund?", murmelte er.

"Hast du was gesagt?", hörte er die Stimme von Günther Noske, dem Leiter des SEK, über das Headset.

Plötzlich brach Jubel aus.

Landgräf wandte sich zum Spielfeld. Ein Spieler der gegnerischen Mannschaft verließ wutentbrannt den Platz und lief ihn dabei fast um.

"Martin? Hast du etwas gesehen?", fragte Noske.

"Nein, nichts", antwortete Landgräf ins Mikro. "Hab nur mit mir selbst gesprochen." Er seufzte. "Fünfzigtausend Besucher. Ausgerechnet heute ausverkauft. Macht es nicht einfacher, den Mistkerl zu finden."

"Mir musst du das nicht erzählen", kam es von Noske zurück.

"Ja, ja, schon klar." Landgräf schloss die Augen und rieb sich mit Daumen und Zeigefinger den Nasenrücken. Sie hatten es bei der Einsatzbesprechung lang und breit beredet. Es war unwahrscheinlich, dass Nero so blöd sein würde, hier aufzutauchen, um das Geld persönlich in Empfang zu nehmen. Doch die Hoffnung starb zuletzt.

Zusätzliches Wachpersonal hatte die Besucher bis auf die Unterhosen gefilzt. Außer ein paar Klappmessern und einigen Dosen Pfefferspray war nichts Gefährliches aufgetaucht. Dazu hatten sie den ganzen Tag das Stadion vom Keller bis zu den obersten Lampen am Flutlichtmast nach Sprengstoff durchsucht. Eine Bombe konnten sie nicht finden, ansonsten hätten sie das Spiel nicht freigegeben. Vermutlich hatte Nero eine falsche Fährte gelegt. Seit einigen Monaten spielte er mit ihnen Katz und Maus. Anfangs war man den Drohungen nur routinemäßig nachgegangen. Dann vor zwei Monaten hatte Nero eine Bombe auf dem Schrottplatz nahe der Ausfahrt Bocklemünd hochgehen lassen. Es war ein Fingerzeig gewesen, aber ausreichend genug, um das SEK in Alarmbereitschaft zu versetzen.

Als Landgräf die Augen wieder öffnete, fiel ihm ein Mann auf, der im Mittelblock aufstand und die Stufen hinauf in Richtung Ausgang schlenderte. Seltsam. Das Spiel steht auf der Kippe und der Typ geht, dachte Landgräf und ließ den Zuschauer nicht aus den Augen.

Der Mann blieb auf der Treppe stehen, zögerte, drehte dann um und ging zurück zu seinem Platz.

Aha, na schön. Landgräf schlug den Kragen seiner Jacke hoch, sah in den Himmel und verzog das Gesicht. Sprühregen rieselte vor den Scheinwerfern des Flutlichts herunter. Es wurde langsam mehr als ungemütlich. Er schaute auf die Uhr. Noch fünf Minuten, dann würde der FC eine erneute Heimniederlage einstecken, und das so kurz vor der Winterpause. Ihm war es egal. Aber er mochte es nicht, wenn die Kollegen sich montagmorgens über nichts anderes unterhielten als über verpasste Torchancen und falsche Schiedsrichterentscheidungen. Es gab schließlich wichtigere Dinge auf der Welt.

Gespannt verfolgte er die letzten Sekunden auf der Anzeigetafel. Ein Mittelsmann würde mit Sicherheit das Durcheinander ausnutzen, das entstand, wenn alle gleichzeitig das Stadion verlassen wollten. Fünfzigtausend Menschen, die in kürzester Zeit durch die wenigen Tore

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen