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Blake Thriller von Heath, Jack (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 17.12.2018 per Download lieferbar

Online verfügbar

Blake

Amerika, Gegenwart. Timothy Blake ist ein genialer Profiler und steht als inoffizieller FBI-Mitarbeiter auf keiner Gehaltsliste. Er hat nämlich ein geheimes Laster und wird nicht mit Geld entlohnt, sondern mit etwas, das seine dunklen Triebe befriedigt. Als Blake mit seiner neuen Partnerin Special Agent Reese Thistle eine heikle Geldübergabe einfädelt, geht die Sache schief: In einem gestohlenen Wagen finden sie eine Schaufensterpuppe mit einer menschlichen Niere darin. Blake, der sein finsteres Geheimnis sorgsam hüten muss, gerät unter Verdacht ...

Jack Heath, geboren 1986, hat sich schon als Kind darüber beklagt, dass ihm die meisten Bücher nicht spannend genug sind. Er begann selbst zu schreiben, recherchierte in Leichenhallen und Gefängnissen und bereiste zahlreiche Länder. Mit "Blake" legt er seinen ersten harten Thriller vor. Heath lebt in Canberra, Australien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 17.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641229047
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Hangman
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Blake

1

Je mehr man davon macht, desto mehr lässt man hinter sich. Was ist das?

Blut klebt zwischen meinen Zähnen. Schmeckt metallisch.

"Hier können Sie nicht rein, Sir", sagt die FBI -Agentin an der Tür, die mir den Durchgang versperrt.

Ich kaue an meiner Fingerspitze, reiße ein weiteres Stückchen vom Nagel ab. "Ich bin ziviler Berater."

Die Agentin wirft einen Blick auf meine Billigtreter (Sneaker von Walmart), meine dreckige Jeans, meinen zerlumpten Pullover.

"Können Sie sich ausweisen?", fragt sie.

Ich habe meinen Ausweis zu Hause gelassen, da ich davon ausging, den Agenten an der Tür zu kennen. In dieser Gegend wird man schließlich schon erschossen, wenn man das Wort "Cop" nur ausspricht.

Am Haus sind einige grüne Stellen, wo sich die Graffiti nicht wegschrubben ließen. Der Briefkasten wurde offenbar mit einem Baseballschläger bearbeitet. Ein Coywolf - eine Mischung aus Coyote und Wolf - humpelt oben auf der Straße um eine umgekippte Mülltonne herum. Sein abgekauter Fuß dürfte irgendwo in einer Bärenfalle stecken.

Ein paar weiße Teenager in Hoodies trinken in der Nähe billiges Bier. Ein Junge zerdrückt seine leere Dose und schleudert sie mit einem Grinsen, das an einen Halloween-Kürbis erinnert, in Richtung des Tieres, das zurückspringt. Die Teenager lachen dreckig, halten aber Abstand, als die Kreatur zwischen zwei vermodernden Zaunlatten davonhumpelt.

Aus dem Inneren des Hauses erklingen Schritte. Laute Stimmen. Ich muss da rein.

"Bitte", sage ich. "Der ..."

"Ohne Ausweis läuft gar nichts", fällt mir die Agentin ins Wort. "Entfernen Sie sich."

"Der Leiter der Außenstelle hat mich angefordert."

Ein paar Haarsträhnen lösen sich unter ihrer Kappe und fallen ihr in die Augen, aber sie lässt sich davon nicht beirren. Sie ist eine Schwarze, knapp über einen Meter siebzig groß - so groß wie ich -, und trägt weder Make-up noch Ehering. Auf ihre toughe, ernste Art ist sie durchaus attraktiv. Laut der Ausweiskarte, die um ihren Hals baumelt, handelt es sich um Agent R. Thistle, FBI -Außenstelle Houston .

"Wie lautet sein Name?", fragt sie.

"Luzhin", erwidere ich. "Peter Luzhin."

Sie mustert mich ein weiteres Mal. Wägt neu ab.

"Wollen Sie auch noch seine Sozialversicherungsnummer wissen?", frage ich.

"Die dürften Sie wohl kaum kennen."

Stimmt. Dürfte ich eigentlich nicht. Tue ich aber. Ich bin in sein Haus eingebrochen und habe sie auf einer Wasserrechnung entdeckt. Der Trick, sich lange Zahlenreihen zu merken, besteht darin, jede einzelne Zahl in einen Konsonanten zu verwandeln und die Vokale dann mit irgendetwas zu ergänzen, was ein einprägsames Bild ergibt.

Aus der Sozialversicherungsnummer des Leiters - 404 62 5283 - wird RZR BN FNHS , und daraus wiederum RaZoR BoNe FuNHouSe. Und das präge ich mir ein, indem ich mir vorstelle, wie Peter Luzhin mit einem Rasiermesser seine Wangen bearbeitet, bis das ganze Fleisch ab ist, der Knochen frei liegt und er sein Werk in aller Ruhe im Zerrspiegel eines Gruselkabinetts betrachtet.

"War nur ein Scherz", versichere ich der FBI -Agentin.

An diesem Finger ist kein Nagel oder lose Haut mehr übrig, die ich abkauen könnte, also wende ich mich dem Daumen zu. Dieser Zwang wird zu einer dauerhaften Schädigung meiner Nagelhaut und meiner Zähne führen, außerdem gelangen Parasiten in meinen Mund. Aber ich kann trotzdem nicht damit aufhören.

Ein weiterer Agent taucht im T

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