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Blendung Kay Scarpettas 21. Fall von Cornwell, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.09.2014
  • Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
eBook (ePUB)
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Blendung

Als Kay Scarpetta nach einem furchtbaren Einsatz an ihr Institut zurückkehrt, wartet gleich der nächste Fall auf sie: eine in Leinenstoff eingewickelte Frauenleiche, die man auf dem Campusgelände gefunden hat. Es handelt sich um die Informatikstudentin Gail Shipton, die zuletzt in einer beliebten Bar gesehen wurde, in der auch Scarpettas Nichte Lucy gern verkehrt. Ein Zufall? Die forensische Untersuchung legt nahe, dass die Studentin Opfer eines Serienmörders wurde. Bei ihren Ermittlungen gerät Kay Scarpetta in eine Welt, die von modernster Überwachungstechnologie und Designerdrogen beherrscht wird. Noch bedrohlicher allerdings scheint der tiefe Sumpf von organisierter Kriminalität und Korruption auf höchster Ebene, auf den sie bei ihren Ermittlungen stößt. Patricia Cornwell, 1956 in Miami, Florida, geboren, arbeitete als Polizeireporterin und in der Rechtsmedizin, bevor sie vor mehr als zwanzig Jahren mit ihren bahnbrechenden Thrillern um die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta begann. Ihre Bücher wurden mit allen renommierten Preisen ausgezeichnet und sind weltweit Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 16.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783455812732
    Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
    Serie: Kay Scarpetta 21
    Originaltitel: Dust
    Größe: 993 kBytes
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Blendung

1

Cambridge, Massachusetts

Mittwoch, 19 . Dezember

4 Uhr 02

Das Schrillen des Telefons übertönt das gnadenlose Prasseln des Regens aufs Dach, das wie ein Trommelwirbel klingt. Ich fahre im Bett hoch. Mein Herz macht einen Satz wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen, als ich einen Blick auf das beleuchtete Display werfe, um festzustellen, wer es sein könnte.

"Was ist los?" Mein Tonfall ist sachlich-nüchtern, als ich Pete Marino begrüße. "Um diese Uhrzeit sicher nichts Gutes."

Als sich mein adoptierter Windhund Sock enger an mich kuschelt, tätschle ich ihm den Kopf, um ihn zu beruhigen. Dann mache ich Licht und hole einen Block und einen Stift aus der Schublade, während Marino anfängt, mir von einer Leiche zu erzählen, die einige Kilometer von hier vor dem Massachusetts Institute of Technology entdeckt wurde.

"Im Schlamm am Rand eines Sportplatzes des MIT , der Briggs Field heißt. Vor etwa einer halben Stunde", meldet er. "Ich bin dorthin unterwegs, von wo sie wahrscheinlich verschwunden ist, und fahre dann zum Fundort. Bis du da bist, wird alles abgesichert." Marinos laute Stimme hört sich an wie immer, so als wäre nichts zwischen uns vorgefallen.

Ich traue meinen Ohren kaum.

"Ich weiß nicht, warum du mich eigentlich anrufst." Das sollte er nämlich nicht, doch ich kenne den Grund. "Offiziell bin ich noch nicht wieder im Dienst. Ich bin krankgeschrieben." Meine Stimme klingt in Anbetracht der Umstände ruhig und höflich, und ich bin nur noch ein wenig heiser. "Du solltest besser Luke verständigen oder ..."

"Um diese Sache willst du dich bestimmt lieber selbst kümmern, Doc. Das wird sicher ein PR -technischer Albtraum, und du kannst nicht schon wieder einen gebrauchen."

Natürlich muss er mir sofort mein Wochenende in Newtown, Connecticut, unter die Nase reiben, über das in den Nachrichten ausführlich berichtet wurde und das ich nicht mit ihm erörtern werde. Er ruft mich an, weil er eben Lust dazu hat, und er wird auch nach Lust und Laune herumbohren, damit ich ja nicht vergesse, dass wir unsere Rollen plötzlich getauscht haben, nachdem er ein Jahrzehnt lang Anweisungen von mir entgegengenommen hat. Jetzt führt er das Kommando. Nicht mehr ich. So einfach ist Pete Marinos Weltbild nun einmal.

"Ein PR -technischer Albtraum für wen? Außerdem bin ich nicht für die PR verantwortlich", füge ich hinzu.

"Eine Tote auf dem Campus des MIT ist ein Albtraum für alle. Die Sache gefällt mir nicht. Ich wäre mitgekommen, wenn du mich darum gebeten hättest. Du hättest nicht allein hinfahren sollen." Er spricht wieder von Connecticut, und ich tue so, als hätte ich es nicht gehört. "Du hättest mich wirklich fragen sollen."

"Du arbeitest nicht mehr bei mir. Deshalb habe ich auch nicht gefragt." Mehr werde ich zu diesem Thema nicht sagen.

"Es tut mir leid. Die Sache war sicher nicht leicht für dich."

"Es war für niemanden leicht." Ich huste ein paarmal und greife nach dem Wasserglas. "Haben wir einen Namen?" Ich klopfe Kissen hinter meinem Rücken zurecht. Sock legt den schmalen Kopf auf meinen Oberschenkel.

"Vermutlich handelt es sich um eine zweiundzwanzigjährige Master-Studentin namens Gail Shipton."

"Wo hat sie studiert?"

"Am MIT . Informatik. Sie wurde gegen Mitternacht als vermisst gemeldet. Zuletzt wurde sie in der Psi Bar gesehen.&

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