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Blut an ihren Händen Thriller von Ford, Jaye (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Blut an ihren Händen

Fünf Jahre ist es her, dass Rennie Carter in dem kleinen Küstenort Haven Bay Halt machte und spontan beschloss zu bleiben. Seither genießt sie ihr neues, beschauliches Leben mit ihrem Freund Max. Doch eines Tages verschwindet er spurlos, und Rennie glaubt als Einzige, dass er in Gefahr ist. Als Rennie beginnt, auf eigene Faust nach Max zu suchen, entdeckt sie eine dunkle Seite von ihm, die er bisher vor ihr verborgen hat. Aber auch Rennie hat eine geheime Vergangenheit, die sie plötzlich mit voller Wucht einholt - eine Vergangenheit, die sie und alle, die ihr lieb sind, das Leben kosten könnte ... Jaye Ford war Journalistin und Werbeberaterin, bis ihr mit 40 klar wurde, dass sie ihren Traum vom Schreiben nie würde realisieren können, wenn sie sich nicht sofort an den Schreibtisch setzen und mit ihrem Roman anfangen würde. Inzwischen wurde ihr erster Thriller Die Beute in sieben Sprachen veröffentlicht. Sie lebt zur Zeit mit ihrem Mann am Lake Macquarie in Australien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 18.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641157937
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Blood Secret
    Größe: 910 kBytes
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Blut an ihren Händen

1

Max bog am Seeufer ab, wandte seinen Blick von der Straße und genoss die prächtigen Farben des atemberaubenden roten Sonnenuntergangs. Schon sein ganzes Leben lang hatte er die Sonne über dem Wasser auf- und wieder untergehen sehen, und dennoch verschlug es ihm immer wieder die Sprache. Eine leichte Brise fuhr heute Abend über die Wasseroberfläche und verwandelte das perfekte Spiegelbild der Sonne in unzählige kleine Splitter. Wäre er ein Philosoph, hätte er jetzt vielleicht irgendeinen Unsinn über sein Leben und die Windböen geschwafelt, die ihn auf seinem Weg begleiteten, doch das war er nicht, also ließ er den Gedanken wieder fallen.

Der schmale Kreisverkehr vor ihm war nur ein kleiner Knick in der geradeaus verlaufenden Asphaltstraße, trotzdem schaltete er einen Gang zurück. Er hatte es nicht eilig und überlegte, wann das Auto, das von links kam, endlich langsamer fahren würde. Er stand schon fast im Kreisverkehr, als der andere Wagen auf die Kreuzung schoss und etwas Weißes ihm die Sicht versperrte.

Max trat auf die Bremse. Rennie schnappte nach Luft. Beide wurden gegen ihre Sicherheitsgurte geworfen und dann zurück auf die Sitze gedrückt. Als der kleine Geländewagen an ihm vorbeirauschte, sah er einen jungen Burschen mit blondem Schopf, der ihn durch das Fahrerfenster ansah. Auf seinem Gesicht war keine Spur von Angst oder Reue zu sehen.

"Super gemacht, Kumpel", formte Max die Worte lautlos mit den Lippen, sodass der Bursche sie nicht missverstehen konnte, dann drückte er auf die Hupe und verlieh seiner Botschaft Nachdruck. Doch das brachte nichts. Der Wagen fuhr einfach weiter, und der Fahrer hob seine Faust zum Fenster und zeigte ihm den Mittelfinger.

"Arschloch", sagte Max und rammte den Gang rein. "Alles in Ordnung?"

Rennies Hand lag noch immer flach auf ihrer Brust. "Ja, es geht schon wieder. So ein Idiot."

"Der Kerl sieht so jung aus, als hätte er den Führerschein erst vor fünf Sekunden gemacht." Max fuhr weiter, blickte in den Rückspiegel und sah, dass der Geländewagen eine weitere Schleife um die Verkehrsinsel zog. Idiot.

"Du hast ziemlich gute Reflexe", sagte sie.

"Du magst meine Reflexe?"

"Eine deiner besten Eigenschaften." Sie lächelte und sah sich im Wagen um. "Wir haben den Wein vergessen."

Aber das sollte nicht die einzige Dummheit heute Abend bleiben. "Wir können unterwegs noch welchen kaufen."

Sie nickte und sah ihn einen Augenblick lang an. "Also das von vorhin ..."

"Zerbrich dir mal darüber nicht den Kopf."

"Es ist nur ... Ich dachte nicht, dass ..." Sie schwieg kurz und setzte dann erneut an. "Alles in Ordnung?"

Nichts war auch nur annähernd in Ordnung. "Ja, Schatz. War einfach nur 'ne lange Woche."

"Willst du darüber reden?"

Momentan machte ihn schon der Gedanke daran krank. "Nein."

Sie verschränkte die Arme vor der Brust und sagte nichts mehr.

"Lass uns einfach zu Trish fahren und ihren Geburtstag feiern", sagte er. "Ein paar Gläschen trinken und etwas entspannen, okay?" So wie er das sagte, klang es, als wollte er sagen: "Ist das okay für dich?" In Wahrheit meinte er wohl eher: "Lass es uns dabei belassen, okay?"

Sie bedrängte ihn nicht weiter, was nicht hieß, dass sie das Thema damit abgehakt hatte.

Er folgte der Straße, die sich wie ein dunkler Pfad am Ufer entlangwand. Rennie saß neben ihm und drehte ihre Haare zu einem Knoten zusammen.

"Lass sie offen", sagte er. "Das steht dir gut."

"Soll das ein Witz sein? Ich hatte keine Zeit, sie ordentlich zu föhnen. Sie sind total durcheinander."

Er konnte keinen Unterschied ausmachen. Für ihn waren sie wie immer. Sie waren nicht richtig blond, aber auch nicht ganz braun, und wirklich ordentlich sahen sie nie aus. "Ich finde sie schön so."

"Gute Reflexe, kein Geschmack."

"Was zum ...?"

"Was denn?"

Der Kreisverkehr l

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