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Blutadler Thriller von Russell, Craig (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2017
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)

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Blutadler

Ein Meisterwerk der Spannung! Ein Serienmörder versetzt Hamburg in Angst und Schrecken. Der Täter folgt einem blutigen Ritus, der aus der Zeit der Wikinger stammt. Hauptkommissar Jan Fabel, dessen ungewöhnliche Methoden nicht unumstritten sind, wird mit dem Fall betraut. Er stößt auf einen geheimnisvollen Kult, dessen Mitglieder vor keinem Opfer zurückschrecken. Doch noch eine Organisation ist involviert: der Bundesnachrichtendienst ... "Mit Jan Fabel hat Craig Russell eine Figur geschaffen, die jeden Thrillerleser begeistern wird." Hamburger Abendblatt. Auftakt der Serie um den Hamburger Hauptkommissar. Verfilmt mit Peter Lohmeyer als Jan Fabel. Craig Russell, Jahrgang 1956, wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, seine Bücher wurden in 23 Sprachen übersetzt. Er hat sich schon als Student für deutsche Kultur interessiert und lebt in der Nähe von Edinburgh. Als Aufbau Taschenbuch sind die Romane um den Hamburger Ermittler Jan Fabel lieferbar: "Blutadler", "Wolfsfährte" und "Auferstehung". Die Romane "Blutadler", "Wolfsfährte", "Brandmal", "Carneval", "Walküre" und "Tiefenangst" sind als E-Books bei Aufbau Digital erhältlich. Sein neuer Roman "Wo der Teufel ruht" erscheint 2018 bei Rütten & Loening.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 27.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841213204
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Serie: Jan Fabel 1
    Originaltitel: Blood Eagle
    Größe: 2162 kBytes
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Blutadler

Polizeipräsidium Hamburg, Donnerstagmittag, den 5. Juni

Das Feuer in Werners Augen verriet Fabel, dass es sich um etwas Wichtiges handelte.

Werner ging die Polizeiarbeit methodisch und sorgfältig an - im Gegensatz zu Fabels eher intuitivem Verfahren. Während Werner sich in Details erging, widmete sich Fabel den großen Zusammenhängen. Dieser Kontrast trug dazu bei, dass sie ein solch gutes Team bildeten. Das Einzige, was Fabel frustrierte, war Werners Unwille, sich auf Maria Klee einzustellen, damit sie ihre zusätzlichen und genauso wertvollen analytischen Fähigkeiten einbringen konnte. Im Moment allerdings hatte Werner jene Miene aufgesetzt, die Fabel verriet, dass er in einem kleinen Winkel der Ermittlung herumgeschnuppert und eine Fährte gefunden hatte.

"Was hast du rausgekriegt, Werner?"

Werner setzte sich Fabel gegenüber und lachte leise, weil er so leicht zu durchschauen war. "Zwei Dinge. Erstens, unglaublich, aber wahr, hat sich unser Freund Klugmann nicht ganz ehrlich geäußert."

"Welch eine Überraschung."

Werner zeigte Fabel eine Liste, die wie eine Telefonrechnung ohne Gebührenangaben aussah. Nur die gewählten Nummern und die Dauer der Gespräche waren darauf verzeichnet. "Ich habe die Einzelheiten von Klugmanns Handyrechnung." Werner bemerkte Fabels hochgezogene Augenbrauen. "Es war nicht leicht." Er tippte mit der Spitze seines kräftigen Zeigefingers auf einen Eintrag. "Sieh dir das an. Er hat diese Nummer um zwei Uhr fünfunddreißig angerufen. Es ist der Notruf, genau wie verzeichnet." Werner fuhr mit dem Finger über die Seite. "Und nun guck das hier an. Zwei Uhr zweiundzwanzig."

Fabel schaute von dem Eintrag auf und blickte Werner in die Augen. "Der Mistkerl."

"Genau. Er hat dreizehn Minuten lang mit der Nummer telefoniert. Dann muss er aufgelegt und die Polizei angerufen haben. Wen zum Teufel ruft man vor der Polizei an, wenn man gerade eine so genannte Freundin aufgefunden hat, die wie Suppenfleisch zerschnitten worden ist? Den Pizzadienst?"

"Also wer ist das? Wessen Nummer?"

Werner lehnte seinen breiten Rücken gegen den Stuhl und kippte ihn ein wenig zurück. "Das ist die zweite Sache. Ich habe mehrere Male bei allen wichtigen Stellen nachgefragt, zum Beispiel bei der Deutschen Telekom und den Mobiltelefondienstleistern, aber diese Nummer" - er ließ seinen Stuhl nach vorn kippen und klopfte mit dem Finger auf den Eintrag - "existiert nicht."

"Sie muss existieren."

"Sicher, denn Klugmann hat dreizehn Minuten lang mit ihr gesprochen, aber sie ist nirgends verzeichnet. Damit bleibt uns nur noch eine Möglichkeit."

"Du hast es noch nicht versucht?"

"Ich dachte, das sollte ich dir überlassen, Chef."

Fabel griff nach seinem Handy und wählte die Nummer. Der Anruf wurde nach dem zweiten Klingeln entgegengenommen, doch niemand sagte ein Wort.

Nach einer Weile rief Fabel: "Hallo?"

Schweigen.

"Hallo?" Fabel glaubte, Atemzüge zu hören. Er war sich recht sicher, mit einem Handy verbunden zu sein. Nach zwei Sekunden meldete er sich erneut: "Hallo ... ich bin's." Die Verbindung brach ab. Fabel wählte die Nummer noch einmal. Er ließ das Telefon mehrere Minuten lang klingeln, bevor er auflegte. Dann wandte er sich an Werner. "Wird Klugmann noch überwacht?"

Werner nickte.

"Dann lass ihn uns herholen."

Es war eher eine Gasse als eine Straße. Da sie so schmal war und von Ost nach West verlief und die Gebäude aus rotem Sandstein mindestens drei Etagen in die Höhe ragten, wirkte sie düster. Man durfte nur an einer Seite der Straße parken, und Anna Wolffs und Paul Lindemanns Mercedes stand auf halber Höhe des Fahrdamms. Es gab keine weiteren Plätze, und Fabel - mit Werner auf dem Beifahrersitz - musste seinen Wagen eine Straße weiter abstellen.

Sonja Brun kam um die Ecke. Sie trug zwei mit Lebensmitteln voll gestopfte Aldi-Taschen. Die schlanke Frau hatte lange, gebräunte

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