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Cherringham - Der verschwundene Tourist Landluft kann tödlich sein von Costello, Matthew (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.09.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Cherringham - Der verschwundene Tourist

Digitale Romanserie. Folge 18: Als ein amerikanischer Tourist in Cherringham als vermisst gemeldet wird, sieht die örtliche Polizei zunächst keinen Grund zur Sorge, da sich bei geführten Touren häufiger Leute absetzen. Dann aber reist die Schwester des Touristen aus New York an, verzweifelt auf der Suche nach ihrem Bruder. Auch Jack und Sarah sind schließlich überzeugt, dass an dem Verschwinden des Mannes mehr dran ist, als es zunächst schien. Bald stecken sie knietief in einem Fall, bei dem es um heimlichen Betrug, Opfer, Schmach - und Tod geht. 'Cherringham - Landluft kann tödlich sein' ist eine Cosy Crime Serie für Fans von Miss Marple und Sherlock Holmes! Jeden Monat erscheint ein neuer, in sich abgeschlossener Fall mit Jack und Sarah.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 03.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732508839
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2456 kBytes
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Cherringham - Der verschwundene Tourist

3. Angeln

Jack begann die Angelschnur einzuholen.

"Ich sag's dir, Riley, allmählich bekomme ich meine Zweifel, dass es in diesem Fluss überhaupt Fische gibt."

Riley lag zu Jacks Füßen. Als er seinen Namen hörte, hob der Springer Spaniel den Kopf und sah zu Jack auf - fast so, als wollte er eine weitere Erklärung hören.

"Die gleichen Köder wie sonst, dieselben Haken - und nichts. Ist doch seltsam, was, mein Junge?"

Doch in Wahrheit störte es Jack nicht, dass kein Fisch anbiss.

Wenn er mal etwas fing und nicht unbedingt Fisch zum Abendessen wollte, warf er den Fang, bei dem es sich gewöhnlich um Plötze handelte, sowieso gleich wieder in den Fluss zurück.

Einmal hatte er allerdings eine Forelle geangelt. Und die würde er niemals, auch heute nicht, zurückwerfen.

Im Grunde ging es ihm beim Angeln mehr darum, irgendwo in Ruhe zu sitzen und sich auf etwas Einfaches zu konzentrieren.

Meine Form der Meditation.

Und die war ziemlich perfekt, ob mit oder ohne Fisch.

Er sah sich den Haken an und stellte fest, dass der Wurm, den er als Köder benutzt hatte, verschwunden war.

"Hmm, da hätten wir ein Indiz", sagte er. "Jemand ist vorbeigekommen und hat sich ein kostenloses Mittagessen geschnappt."

Oder, was auch passiert sein könnte, der Köder war in der Strömung vom Haken gerutscht.

"Versuchen wir es noch mal, was?"

Riley hatte inzwischen das Interesse an dieser Unterhaltung verloren und seinen Kopf wieder auf die Pfoten gesenkt. In dieser Haltung dachte er an die Dinge, über die Springer im Allgemeinen nachsannen. Eine altehrwürdige Paar-Meditation von Angler und Hund.

Jack wollte einen neuen Wurm aus der Dose holen, als er sah, wie ein Wagen von der Straße oben zum Uferweg abbog.

Es war ein kleiner silberner Ford - "Fiesta" nannten sie das Modell hier.

Dann stieg jemand aus.

Es handelte sich um eine Frau, die wie für den Kirchgang gekleidet war: schlichtes braunes Kleid, leichte Frühlingsjacke, Hut und Schuhe, die sich so gar nicht für den matschigen Pfad eigneten, der an den Flussbooten vorbeiführte.

Aber genau diesen Weg begann sie entlangzugehen.

Sie kommt wirklich hierher , fuhr es Jack durch den Kopf .

Jack legte den Wurm zurück in die Köderdose, denn sein Gefühl sagte ihm, dass irgendetwas los war.

Auch Riley hob den Kopf wieder; der Hund bemerkte, dass es mit der Stille bald vorbei sein würde.

Jack wartete ruhig ab, während die Frau weiter in seine Richtung ging.

Vor dem Bug der Grey Goose , wo Jack auf seinem Stuhl saß, blieb die Frau stehen.

"Jack Brennan?", fragte sie.

Ihre Stimme klang dünn, doch der Akzent war unverkennbar amerikanisch. Sie hörte sich müde an, als hätte sie bereits zahlreiche Stationen abgeklappert.

"Ja, kann ich Ihnen helfen?"

Die Frau blickte den Weg entlang und dann zu der Laufplanke, die auf die Goose führte.

Sie wirkt verwirrt , dachte Jack. Erst im nächsten Augenblick ging ihm auf: Sie hat nach mir gesucht. Warum?

"Ähm, ich ..." Sie sah wieder zu ihm. "Ich weiß nicht ..."

Was auch immer los sein mochte, diese Frau war unglücklich, verwirrt und fern der Heimat.

"Möchten Sie vielleicht an Bord kommen?"

Nun zeigte sich ein zaghaftes Lächeln. "Ja, sehr gerne."

Jack stand auf und ging zur Planke, während die Frau durch den Matsch stakste und anschließend das breite Brett hinaufschritt. Jack streckte ihr eine Hand entgegen, um ihr zu helfen.

Eine beinahe schon symbolische Geste, wie er fand.

Was für Hilfe braucht sie wohl?

Da konnte er im Moment bestenfalls raten.

Unten im Wohnbereich seines Boots stellte Jack den Wasserkocher an. Die Frau, die sich als Mary O'Connor vorgestellt hatte, saß auf einem Stuhl. Sie trug immer noch ihre

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