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Cherringham - Letzter Zug nach London Landluft kann tödlich sein von Costello, Matthew (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
2,99 €
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Cherringham - Letzter Zug nach London

Digitale Romanserie. Folge 5. Die Bewohner von Cherringham sind am Boden zerstört. Otto Brendl, der nette alte Herr, der jeden Sommer das Kasperletheater für die Kinder veranstaltete, stirbt an einem Herzinfarkt. Doch schon bald stolpert Jack über ein paar Ungereimtheiten: War Otto wirklich der nette alte Herr von nebenan? Und steckt vielleicht mehr hinter dem Herzinfarkt? Jack und Sarah befinden sich auf der Spur eines besonders unheimlichen Mörders. Zusammen erkennen sie, dass es nicht nur eine Art von Gerechtigkeit gibt. 'Cherringham - Landluft kann tödlich sein' ist eine Cosy Crime Serie in der Tradition des klassischen englischen Krimis für Fans von Miss Marple und Sherlock Holmes! eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732552658
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2395 kBytes
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Cherringham - Letzter Zug nach London

1. Ein Poltern in der Nacht

Otto Brendl schrak aus dem Schlaf.

Er hatte geträumt - von seiner alten Heimat, die recht weit von hier entfernt war, und von einer Zeit, die lange zurücklag. Aber jetzt war er hellwach, und instinktiv hob er den Kopf einige Zentimeter vom Kissen, damit er besser hören konnte. Er starrte in die Dunkelheit und versuchte, die Umrisse in seinem vertrauten Schlafzimmer auszumachen.

Er schwitzte.

Vor Angst?, fragte er sich.

Nein.

Es ist Juli, und sogar hier in England kann es im Juli schon mal heiß werden.

Dennoch wusste er, dass es nicht die Sommerhitze war, die ihn geweckt hatte. Er hatte ein Geräusch von unten gehört. Das Knacken eines Dielenbrettes in der Küche. Dieses lose Bodenbrett, das er nie repariert hatte, war seine kleine Alarmanlage.

Und das war gut so. In den vielen Jahren, die er schon allein lebte, hatte er sich stets vor einem Einbruch gefürchtet, obwohl er grundsätzlich nichts von seinem Lagerbestand zu Hause aufbewahrte.

Langsam schwang er die Beine unter dem Oberbett hervor und auf den Teppich.

Dann griff er nach seinem Gehstock und richtete sich mit dessen Hilfe auf, wobei es in seinen Knien knackte. Inzwischen hatten sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt, sodass er schemenhaft die Kommode und die halb offene Tür erkennen konnte.

Er hob die Hausschlüssel von der Kommode und ging zur Tür. Seine bloßen Füße bewegten sich lautlos über den Teppich. Im Flur blieb er stehen und drehte den Kopf nach links und rechts, um besser hören zu können. Dabei hielt er den Atem an und konzentrierte sich darauf, ob neben den typischen Geräuschen des Hauses etwas Außergewöhnliches zu vernehmen war.

Stille. Plötzlich spürte er etwas seitlich am Hals: Wie aus dem Nichts war ein kühler Luftzug gekommen. Es zog - daran bestand kein Zweifel. Folglich musste ein Fenster oder eine Tür geöffnet worden sein.

Unten.

Jemand hatte versucht, ins Haus zu kommen. Oder ... war vielleicht noch im Haus.

Falls es Einbrecher waren, würden sie eine Enttäuschung erleben. Hier fanden sie weder Silber noch Gold, wie sie es sich wohl im Haus eines Juweliers erhofft hatten. Nein, Otto Brendl war alt, aber kein Narr: Er bewahrte keine Wertgegenstände in dem kleinen Cottage auf - zumindest keine gängigen. Und gewiss nicht solche, die einen Durchschnittsdieb interessierten.

Allerdings gab es Dinge, die ein Einbrecher versehentlich mitnehmen könnte, ohne sich bewusst zu sein, welchen Wert sie besaßen - für Otto. Objekte, die einen - wie sagte man noch? - emotionalen Wert für ihn hatten. Ein Einbrecher könnte sie mitnehmen, in einen Beutel werfen und sie morgen für wenige Pfund bei irgendeinem Trödler verscherbeln. Und Otto würde bitterlich um den Verlust trauern.

Er ging zur Treppe, denn nun war er entschlossen, denjenigen, der dort unten war, nicht mit der Beute davonkommen zu lassen. Wut brodelte in ihm.

"Wer ist da?", rief er. Seine Stimme hallte in der Stille. "Ich habe die Polizei gerufen. Sie ist schon unterwegs."

Fest umklammerte er das glatte Treppengeländer und ging, so schnell er konnte, nach unten; allerdings musste er in der Dunkelheit jede Stufe mit seinem Stock ertasten.

"Ich weiß, dass Sie hier sind", sagte er laut, als er den Holzfußboden im Erdgeschossflur erreichte.

Er tastete nach dem Lichtschalter und knipste ihn an. Beinahe zuckte er zusammen, weil es auf einmal so hell war. Halb erwartete er, dass sich im nächsten Moment ein Angreifer auf ihn stürzen würde ...

Nein, im Flur war niemand. Wieder horchte Otto. Er konnte die Zugluft immer noch fühlen, aber es war nichts zu hören.

Leise ging er in die Küche und schaltete auch hier das Licht ein. Die Hintertür stand einen Spaltbreit offen.

Es war eindeutig jemand ins Haus eingedrungen.

War derjenige womögl

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