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Das Bourne Enigma Thriller von Ludlum, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das Bourne Enigma

Der Feind ist überall
In Moskau fällt der russische General Boris Karpov einem Attentat zum Opfer. Jason Bourne ist vor Ort, kann die Täter jedoch nicht stoppen. Karpov hinterlässt ihm eine verschlüsselte Nachricht. War der Mord nur Nebenschauplatz einer weltumspannenden Verschwörung? Die Hinweise führen Bourne nach Ägypten, Syrien und Zypern - und auf die Spur Ivan Borz', eines skrupellosen internationalen Waffenhändlers, der mit Bourne noch eine persönliche Rechnung offen hat ...

Robert Ludlum erreichte mit seinen Romanen, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden, weltweit eine Auflage von über 300 Millionen Exemplaren. Robert Ludlum verstarb im März 2001. Die Romane aus seinem Nachlass erscheinen bei Heyne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 13.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641195618
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher .27091
    Originaltitel: The Bourne Enigma
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Das Bourne Enigma

PROLOG

Frankfurt, Deutschland

Als Jason Bourne das Hotel "Royal Broweiser" betrat, waren die Angestellten sofort zur Stelle. Sie waren zwar alle beschäftigt - Direktor Hummel duldete es nicht, dass auch nur einer untätig herumstand -, doch Herr Bourne war ein Gast, dem sie besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden ließen. Er gab immer großzügig Trinkgeld, und so beeilten sie sich, ihm die drei luxuriösen Koffer abzunehmen. Sie selbst hätten für so ein teures Stück vermutlich sechs Monatsgehälter hinlegen müssen.

Bourne, ein breitschultriger, makellos gekleideter und offensichtlich wohlhabender Gentleman, hatte in den letzten drei, vier Monaten wiederholt in diesem Hotel eingecheckt. Er war Geschäftsmann und, nach seiner Statur zu schließen, regelmäßiger Gast im Fitnessstudio. Mit seiner freundlichen, leutseligen Art und seinen leicht schlüpfrigen Witzen war er bei den Pagen überaus beliebt, die sich alle Mühe gaben, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

An diesem Vormittag wurde Bourne zu seiner gewohnten Suite geleitet, und Direktor Hummel ließ ihm eine Spezialitätenplatte aufs Zimmer bringen. Sobald er allein war, trat er ans Fenster, von dem er den Thurn-und-Taxis-Platz in der Altstadt überblickte, und zog sein Handy hervor. Er wählte eine Kurzwahlnummer, und Augenblicke später meldete sich eine weibliche Stimme.

"Ich bin im Hotel", berichtete er. "Wie lange muss ich warten?"

"Nur ein paar Tage." Ihre Stimme wärmte ihn innerlich. "Wir überwachen ihn, er wird sich bald auf den Weg machen."

"Ein paar Tage ..."

"Jetzt werd nicht ungeduldig", beschwichtigte sie ihn. "Hast du eine Ahnung, wie aufwendig es war, eine vertrauliche Mitteilung des FSB abzufangen und stattdessen unsere eigene weiterzuleiten, damit Wanow sich mit dir trifft, und nicht mit Bourne?"

"Keiner weiß das besser als ich, Irina." Der Mann, der sich als Jason Bourne ausgab, spürte ein Ziehen in den Lenden. "Trotzdem. Was soll ich hier so lange machen?"

"Ich weiß, dass du Frankfurt nicht magst, Jason."

"Ich mag es, wenn du mich Jason nennst."

"Kann ich mir vorstellen", lachte Irina. "Du bist zu verkrampft. Such dir irgendwas zur Entspannung."

"Da wüsste ich nur dich", erwiderte er fast sehnsüchtig.

"Jetzt komm schon, mein Tierchen", flüsterte sie. "Du kannst doch sicher ..."

Er unterdrückte ein Stöhnen, doch sie schien es gehört zu haben.

"Was tust du da, Jason?"

"Das weißt du genau." Er hatte den Hosenschlitz geöffnet und massierte mit der rechten Hand seine Erektion. "Entspannen."

"Dann lass mich dir wenigstens helfen", gurrte Irina zärtlich.

Hinterher wischte er das Fenster mit einem feuchten Waschlappen ab. Er schlüpfte in den weichen Bademantel und die Pantoffeln, die zur Ausstattung der Suite gehörten, schlurfte auf den Flur hinaus und fuhr mit dem Aufzug in den Wellnessbereich hinunter. Unter einer heißen Regenwalddusche reinigte er Körper und Geist.

Zurück in der Suite, zog er frische Kleider an und verließ das Hotel. Unter dem grau verhangenen Himmel spazierte er zu einem Café am Römerberg, wo er etwas zu üppig zu Mittag aß. Danach besichtigte er den Kaiserdom und die Paulskirche. Den folgenden Tag verbrachte er im Zoo und sah einem männlichen Löwen in die Augen, der irgendwie nach Tod roch. Bourne konnte Zoos noch weniger ausstehen als die Stadt Frankfurt und die Deutschen ganz allgemein. Dass man so prächtige Geschöpfe einsperrte, erschien ihm als eine Sünde, die sich die ewige Verdammnis verdient hatte, an die er als Pragmatiker und Atheist natürlich nicht glaubte.

Er dankte den Göttern und Dämonen, als Irina am nächsten Tag anrief.

"Er ist soeben gelandet", meldete sie. "Er sollte in einer Stunde im Hotel sein."

Der Morgen war genauso grau und hässlich wie an den Tagen zuvor. Zu allem Überfluss regnete es auch noch. Diese Stadt würde mich krankma

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