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Das fünfte Paar Kay Scarpettas dritter Fall von Cornwell, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2012
  • Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
eBook (ePUB)
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Das fünfte Paar

Vier ermordete Liebespaare und keinerlei Indizien - das ist eine unerfreuliche Bilanz für die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta. Doch als man ein fünftes Paar im Wald findet, kommt es noch schlimmer, denn das Mädchen ist die Tochter der einflussreichen Staatsanwältin Pat Harvey. Die Presse spielt verrückt, und die Rolle des FBI ist in diesem Fall mehr als fragwürdig. Da macht Scarpetta eine Entdeckung, die sie an Recht und Gesetz zweifeln lässt.

Patricia Cornwell, 1956 in Miami, Florida, geboren, arbeitete als Polizeireporterin und in der Rechtsmedizin, bevor sie vor mehr als zwanzig Jahren mit ihren bahnbrechenden Thrillern um die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta begann. Ihre Bücher wurden mit allen renommierten Preisen ausgezeichnet und sind weltweit Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 04.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783455810950
    Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
    Serie: Kay Scarpetta Bd.3
    Originaltitel: All that Remains
    Größe: 716 kBytes
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Das fünfte Paar

1

Am letzten Augusttag, einem Samstag, begann ich schon vor Morgengrauen zu arbeiten. Ich bekam nicht mit, wie die Sonne den Tau vom Gras leckte und der Himmel strahlend blau wurde. Den ganzen Vormittag kam Leiche nach Leiche auf die Stahltische, und der Raum besaß keine Fenster: Das Labor-Day-Wochenende hatte in Richmond mit einer Anhäufung von Verkehrsunfällen und Schießereien begonnen.

Es war zwei Uhr nachmittags, als ich endlich in mein Haus im West End zurückkam. Schon an der Tür hörte ich Bertha, die jeden Samstag bei mir saubermachte, in der Küche herumwirtschaften, und das Telefon begann zu klingeln. Bei ihrer Einstellung hatte ich sie angewiesen, Anrufe zu ignorieren.

"Hallo", begrüßte ich sie. "Ich bin nicht da."

Bertha hörte auf mit Bodenwischen. "Es hat vor 'ner Minute schon mal geklingelt", berichtete sie. "Und ein paar Minuten davor auch schon. Jedes Mal derselbe Mann."

"Ich bin nicht zu Hause", wiederholte ich.

"Wie Sie meinen, Dr. Kay." Der Schrubber kam wieder in Bewegung.

Ich öffnete die Kühlschranktür und versuchte die körperlose Nachricht des Anrufbeantworters, die in die sonnendurchflutete Küche drang, zu überhören. Wo war der Geflügelsalat? Auf den Signalton folgte eine vertraute männliche Stimme: "Doc? Hier spricht Marino ..."

O Gott!, dachte ich, griff mir den Geflügelsalat und schloss die Kühlschranktür mit einem Hüftschwung. Lieutenant Pete Marino vom Morddezernat Richmond war seit Mitternacht im Dienst gewesen, und ich hatte ihn vorhin kurz gesehen, als er bei mir im Obduktionsraum vorbeischaute, wo ich gerade die Kugeln aus einem seiner Fälle entfernte. Eigentlich hatte er den verbleibenden Rest des Wochenendes mit Angeln am Lake Gaston verbringen wollen – und ich freute mich auf anderthalb faule Tage.

"Ich habe schon mehrfach versucht, Sie zu erreichen. Benton hat mich gerade eben informiert. Ich muss sofort los. Sie können mich über den Pager ..."

Das klang dringend. Ich nahm den Hörer ab. "Was gibt es?"

"Gott sei Dank! Mann, wie ich diese Anrufbeantworter hasse! Ich habe schlechte Neuigkeiten: Man hat wieder ein verlassenes Auto gefunden. In New Kent County – auf einem Rastplatz an der Sixty-four. In westlicher Fahrtrichtung."

"Heißt das, dass wieder ein Paar verschwunden ist?" Adieu, Faulheit.

"Fred Cheney, weiß, neunzehn. Deborah Harvey, weiß, neunzehn. Zum letzten Mal gesehen gestern Abend gegen acht, als sie vom Haus der Harveys in Richmond nach Spindrift aufbrachen."

"Und der Wagen steht auf dem Rastplatz Richtung Westen?", fragte ich verdutzt: Spindrift, North Carolina, liegt etwa dreieinhalb Stunden östlich von Richmond.

"Richtig. Sieht so aus, als hätten sie in die Stadt zurückgewollt. Ein Trooper hat den Jeep Cherokee ungefähr vor einer Stunde entdeckt. Keine Spur von den beiden."

"Ich fahre sofort los", erklärte ich.

Bertha hatte zwar weitergeputzt, aber ich wusste, dass ihr kein Wort entgangen war. "Ich schalte die Alarmanlage ein, wenn ich gehe", versprach sie.

"Okay. Vielen Dank." Furcht kroch in mir hoch, als ich mir meine Handtasche schnappte und aus dem Haus hastete.

Bis jetzt waren es vier Paare – alle vermisst gemeldet und schließlich tot aufgefunden. In einem Achtzig-Kilometer-Umkreis von Williamsburg.

Die Fälle, die in der Presse unter der Bezeichnung "Pärchen-Morde" liefen, waren rätselhaft. Niemand hatte eine Erklärung

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