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Das fremde Gesicht von Clark, Mary Higgins (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.01.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das fremde Gesicht

"Eine der erfolgreichsten Erzählerinnen unserer Zeit." THE WASHINGTON PRESS Eine junge Frau auf der Suche nach ihrem spurlos verschwundenen Vater - ist er ein Mörder? Ein aufregender, ungemein spannender Psychococktail: "Gruselig, schockierend, glänzend geschrieben." THE HEROLD STATESMAN Mary Higgins Clark, geboren in New York, lebt und arbeitet in Saddle River, New Jersey. Sie zählt zu den erfolgreichsten Thrillerautoren weltweit. Ihre große Stärke sind ausgefeilte und raffinierte Plots und die stimmige Psychologie ihrer Heldinnen. Mit ihren Büchern führt Mary Higgins Clark regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten an. Sie hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den begehrten Edgar Award. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Einsam bist du und allein".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 31.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641100582
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: I'll be Seng You
    Größe: 942 kBytes
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Das fremde Gesicht

11

Auf der Rückfahrt nach Newtown benützte Meghan das Autotelefon, um ihre Mutter anzurufen. Ihre Bestürzung, als sich der Anrufbeantworter meldete, wich der Erleichterung, als sie den Gasthof anwählte und erfuhr, Mrs. Collins sei im Speisesaal. "Richten Sie ihr bitte aus, daß ich auf dem Weg bin", sagte sie zu der Empfangsdame, "und sie dann dort treffe."

Während der nächsten Viertelstunde fuhr Meghan wie mit automatischer Steuerung. Sie war ganz aufgeregt über die Möglichkeit des Sonderberichts, den sie Weicker vorschlagen wollte.

Und sie konnte sich dabei von Mac ein wenig beraten lassen. Er war ein Experte in Genetik. Er konnte ihr mit seinem Fachwissen zur Seite stehen und ihr Lesestoff geben, mit dem sie sich besser über das ganze Spektrum der Fortpflanzungsmedizin kundig machen konnte, einschließlich der statistischen Daten über Erfolgs- und Mißerfolgsraten. Als der Verkehr zum Stillstand kam, nahm sie ihr Autotelefon und wählte seine Nummer.

Kyle meldete sich. Meghan machte ein erstauntes Gesicht, weil sich sein Tonfall änderte, als er merkte, wer anrief. Was hat der bloß? wunderte sie sich, als er ihre Begrüßung bewußt ignorierte und den Hörer seinem Vater weiterreichte.

"Hallo, Meghan. Was kann ich für dich tun?" Wie immer versetzte ihr das Erklingen von Macs Stimme einen vertrauten stechenden Schmerz. Sie hatte ihn zu ihrem besten Freund erklärt, als sie zehn war, schwärmte für ihn, als sie zwölf war, und hatte sich in ihn verliebt, als sie sechzehn war. Drei Jahre später heiratete er Ginger. Sie war zu der Hochzeit gegangen, und es war einer der schwersten Tage in ihrem Leben. Mac war damals völlig verrückt nach Ginger, und Meg hatte den Verdacht, daß er selbst jetzt, nach sieben Jahren, käme Ginger zur Tür hereinspaziert und stellte ihren Koffer ab, sie immer noch nehmen würde. Meg erlaubte sich nie das Eingeständnis, daß sie es - egal, wie sehr sie sich auch bemühte - nie geschafft hatte, Mac nicht mehr zu lieben.

"Ich könnte die Hilfe eines Profis gebrauchen, Mac." Während ihr Wagen an der blockierten Spur vorbeifuhr und schneller wurde, erläuterte sie den Besuch in der Klinik und den Bericht, an dem sie arbeitete. "Und ich brauch' die Information ziemlich eilig, damit ich die ganze Sache meinem Chef verklickern kann."

"Ich kann's dir sofort geben. Kyle und ich wollen gerade zum Drumdoe rüber. Ich bring's mit. Willst du mit uns essen?"

"Das paßt mir gut. Bis dann." Sie unterbrach die Verbindung.

Es war fast sieben, als sie die Außenbezirke des Orts erreichte. Es wurde merklich kühler, und der laue Nachmittagswind hatte sich in frische Böen verwandelt. Das Scheinwerferlicht erfaßte die Bäume, die noch voller Laub standen und sich jetzt ruhelos hin und her wiegten und Schatten auf die Straße warfen. In diesem Augenblick riefen sie ihr das dunkle, wirbelnde Wasser des Hudson ins Gedächtnis.

Konzentriere dich gefälligst darauf, wie du Weicker die Idee für eine Sondersendung über die Manning Clinic beibringst, fuhr sie sich wütend an.

Phillip Carter saß im Drumdoe Inn, an einem Fenstertisch mit drei Gedecken. Er winkte Meghan zu sich herüber. "Catherine ist in der Küche und macht dem Koch die Hölle heiß", ließ er sie wissen. "Die Leute da drüben" - er nickte zu einem Tisch in der Nähe - "wollten ihr Steak blutig. Deine Mutter hat gesagt, was sie gekriegt haben, könnte genausogut als Eishockey-Puck durchgehen. In Wirklichkeit war's halb durch."

Meghan ließ sich in einen Stuhl fallen und lächelte. "Das Beste, was ihr passieren könnte, wäre, wenn der Koch kündigen würde. Dann müßte sie in die Küche zurück. Es würde sie ablenken." Sie langte über den Tisch und berührte Carters Hand. "Danke, daß du gekommen bist."

"Ich hoffe, du hast noch nicht gegessen. Ich hab' Catherine zu dem Versprechen bewegen können, mir Gesellschaft zu leisten."

"Das ist großartig

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