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Das Goldriff von Schröder, Rainer M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.10.2015
  • Verlag: hockebooks
eBook (ePUB)
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Das Goldriff

Richard Harding ist ein Abenteurer und Weltreisender. Als er in Griechenland die Amerikanerin Ashley kennen und lieben lernt, folgt er ihr nach Amerika. Doch er erkennt schnell, dass ihn das Leben eines seriösen Geschäftsmannes auf Dauer nicht erfüllen kann, und gibt seiner großen Leidenschaft, dem Schatztauchen, nach. Richard ist besessen von der Idee, den Schatz der gesunkenen Galeone "Maravilla", die Gold und Silber im Wert von mehreren Hundert Millionen an Bord hatte, zu heben. Doch als er sein Ziel fast erreicht zu haben scheint, sind ihm bereits zwielichtige und skrupellose Gestalten auf der Spur. Rainer M. Schröder alias Ashley Carrington zählt mit einer Gesamtauflage in Deutschland von fast sechs Millionen zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern von Abenteuerromanen, Jugendbüchern sowie historischen Romanen. Nach ersten Bucherfolgen in den 80ern ließ er sich mit seiner Frau Helga in den USA nieder und verbrachte einige Jahre auf seiner Farm in der Halbwildnis von Süd-Virginia, dem Ausgangspunkt zahlreicher Abenteuerreisen, bei denen er unter anderem zwischen Kuba und Key West erfolgreich nach versunkenen Schätzen getaucht hat, in einer Goldmine in den Bergender Sierra Nevada gearbeitet hat oder abenteuerliche Reisen auf eigene Faust durch den Amazonas, Australien und die südlichen Länder Afrikas unternommen hat. Heute lebt Rainer M. Schröder mit seiner Frau in Palm Coast / Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 310
    Erscheinungsdatum: 29.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957511041
    Verlag: hockebooks
    Größe: 2081 kBytes
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Das Goldriff

In Liebe meiner Frau Helga gewidmet,
die so zahlreiche Abenteuer auf See,
im Dschungel und in der Wüste
ohne Klagen mit mir bestanden hat
und meine Träume teilt.
You are the one and only, my love!
Prolog

September 1973 - Februar 1974
1

Regungslos kauerte Richard Harding zwischen den zerklüfteten Felsen am Ende der Landzunge. Wie eine Lanze bohrte sie sich gut sechzig Meter weit ins Meer. Zu beiden Seiten der Halbinsel erstreckten sich sichelförmige Strände. Weite Olivenhaine überzogen die dahinterliegenden Hügelketten.

Mitternacht war längst vorbei. Am Himmel über der griechischen Westküste blinkten Sterne. Das Meer, das die steinige Landzunge umspülte und sich schäumend gegen die Strände warf, schimmerte im schwachen Licht der Gestirne wie flüssige Kohle, auf der Millionen glitzernder Silbersplitter schwammen.

Er blickte zum südlichen Strand hinüber. Unterhalb der Olivenbäume loderte ein kleines Lagerfeuer im Sand. Vier Gestalten hockten um das Feuer. Jemand warf einen Ast in die Flammen. Funken stoben in die Nacht. Der warme, ablandige Wind wehte Gitarrenklänge, Lachen und den schwachen Duft der Olivenbäume zu ihm herüber. Ein paar Strandhippies. Von ihnen drohte ihm keine Gefahr.

Richard Harding hatte keine Eile. Jetzt nicht mehr. Über vier Wochen hatte er in einem Zustand extremer innerer Anspannung gelebt, hatte auf das Ende der Touristensaison in Parga gewartet und dieser Nacht entgegengefiebert. Er hatte auf die Septembernächte gewartet, wenn die Strände und Olivenhaine nicht mehr von Liebespaaren bevölkert waren; Pärchen, die im warmen Sand oder zwischen den Bäumen bis zum Sonnenaufgang ausharrten, um dann die auslaufenden Boote der einheimischen Fischer zu beobachten. Es waren lange Wochen gewesen, doch er hatte nichts riskieren wollen und sich in Geduld geübt. Sehr widerwillig, denn Geduld war nie seine Stärke gewesen.

Nun kam es auf ein paar Minuten mehr oder weniger nicht an. Die Strände waren bis auf die vier am Lagerfeuer ausgestorben, die Fischer von Parga lagen noch in ihren Betten und die See war ruhig.

Richard Harding schwitzte. Sein halblanges, dunkelblondes Haar klebte nass am Kopf. Schweiß rann ihm über das Gesicht. Er trug einen eng anliegenden Taucheranzug aus tiefschwarzem Neopren. Vor ihm, in einer kleinen sandigen Mulde zwischen schroffen Felsen, lag der Rest seiner Taucherausrüstung: Maske mit Schnorchel, Flossen, Rettungsweste, Bleigürtel, Lungenautomat, Sauerstofftank und Unterwasserstrahler sowie fünfzig Meter Nylonseil und eine zusammenfaltbare Taschenboje, die sich mithilfe einer Pressluftpatrone innerhalb von Sekunden aufblasen ließ. Um sein rechtes Bein hatte er ein Messer geschnallt. Und am linken Handgelenk trug er einen Unterwasserkompass und eine Taucheruhr mit Tiefenmesser. Beide Instrumente besaßen phosphoreszierende Anzeigen. Damit war seine Ausrüstung komplett.

Vorsichtshalber hatte er den Sauerstofftank mit mattschwarzer Farbe angestrichen, um mögliche Reflexionen des Sternenlichtes von vornherein auszuschließen. Und seine eigene signalgelbe Rettungsweste hatte er gegen eine blaue ausgetauscht. In der Dunkelheit war das Blau nur um einen unbedeutenden Grad heller als das Schwarz von Tank und Taucheranzug.

Richard fuhr nun in die Rettungsweste, schnallte sich das Tragegestell mit dem Sauerstofftank um und legte den Gürtel mit den schweren Bleigewichten an. Er hielt sich geduckt im Sichtschutz der Felsen. Das Seil, die aufblasbare Boje und den Unterwasserstrahler befestigte er an den beiden Karabinerhaken, die am Bleigürtel baumelten. Maske und Flossen nahm er in die linke Hand.

Er war in Schweiß gebadet, als er zum Tauchen fertig war. Bevor er sich vorsichtig über ein abschüssiges und gefährlich glitschiges Felsband ins knietiefe Wasser tastete, blickte er sich noch einmal zum Südstrand um. Das Feuer war in si

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