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Das Inferno Roman von Laymon, Richard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2010
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das Inferno

Nach der Katastrophe beginnt das Grauen
Ein schweres Erdbeben erschüttert Los Angeles. Im darauf folgenden Chaos versucht Clint, zu seiner Familie zurückzukehren. Mit der cleveren Em muss er sich der plündernden und mordenden Horden erwehren, die L. A. heimsuchen. Er muss sich beeilen, denn seine Frau ist unter den Trümmern ihres Hauses verschüttet - und ihrem psychopathischen Nachbarn Stanley hilflos ausgeliefert.
Ultraharter Horror vom heimlichen Meister des Schreckens.

Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 656
    Erscheinungsdatum: 13.08.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641047955
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Quake
    Größe: 2159 kBytes
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Das Inferno

" 11 (S. 94-95)

"Ich kann nicht mehr ...", ächzte Heather. "Brauch'ne ... Pause." Eine ganze Weile hatte sie gut mitgehalten, aber dann waren ihre Schritte immer langsamer geworden, bis sie statt zu rennen nur noch stolperte. Keuchend beugte sie sich vornüber, fasste sich an die Seite und verzog das Gesicht. Barbara, die neben ihr stand, fragte sich, ob sie ihnen etwas vormachte. So weit waren sie schließlich nicht gerannt, seit sie Earl bewusstlos auf dem Bürgersteig zurückgelassen hatten. Zwar hatten sie zuerst ein beachtliches Tempo vorgelegt, aber nachdem sie um die erste Ecke gebogen waren, wurden sie langsamer und waren nur noch gejoggt. Kurz vor Heathers erstem "Ich kann nicht mehr" waren sie in ein Gässchen eingebogen, das sich hinter Grundstücksumzäunungen, Garagen und Mülltonnen westwärts zog. Fast jede ebene Oberfläche war mit Gang-Insignien besprüht.

Das Gässchen vor ihnen schien jedoch frei zu sein: kein Verkehr, keine größeren Schutthaufen, keine Herumlungernden. "Geh weiter", forderte Barbara von dem Mädchen. "Kann nicht." "Nur bis zur nächsten Straße." "Ich ... ich versuch's." So viel Drama musste einfach aufgesetzt sein. Wäre das ganze Geächze, Gestöhne und Gestolpere von irgendeinem fetten Sack gekommen, hätte Barbara es verstehen können. Aber Heather war dünn, fast mager - wenn man von ihren Brüsten absah. Für ein Mädchen ihrer Körpergröße hatte sie außerordentlich große Brüste. Vielleicht war es ihr Vorbau, der ihr das Rennen erschwerte. Vielleicht bekommt sie deshalb keine Luft mehr. Könnte sein, dachte Barbara. Außerdem hat sie kürzere Beine als wir.

Und sie ist nicht besonders gut in Form. Heathers Schritte wurden kürzer und langsamer. "Lauf weiter. Komm schon. Nur noch ein kleines Stück weiter." Heather schüttelte den Kopf und blieb stehen. Sie beugte sich vor und schnappte nach Luft. "Pete!", schrie Barbara. "Warte." Pete kam auf sie zugejoggt. Außer Atem schien er nicht zu sein, nur verschwitzt und von der Sonne gerötet. Er blieb vor ihnen stehen. "Alles klar bei dir?", fragte er Heather. Sie schüttelte den Kopf und keuchte weiter. "Wir sind schon ganz schön weit gekommen", sagte Barbara. "Eigentlich könnten wir jetzt mal ein bisschen langsamer machen." "Ich weiß nicht." Pete wischte sich mit der Vorderseite seines T-Shirts den Schweiß von der Stirn.

Über der Gürtellinie war seine Haut glatt und braungebrannt. Seine grauen Hosen waren aus schwerem Stoff und viel zu warm. "Glaubst du, wir haben ihn abgehängt?" "Ich habe mich dauernd umgesehen. Er ist uns nicht auf der Spur. Jedenfalls habe ich nichts bemerkt. Das muss nicht heißen, dass er uns nicht doch findet, aber wir sollten besser aufhören zu rennen. Heather ist am Ende. Und es ist zu heiß." "Heiß? Aber hallo." "Du musst doch eingehen in diesen Hosen." "Ja", lächelte er. "Willst du tauschen?" Überrascht lachte Barbara auf: "Nein, ist schon in Ordnung. Ich behalte meine Shorts."

"Die würden mir ohnehin nicht so gut stehen wie dir." Als er das gesagt hatte, richtete sich Heather wieder auf. "Stehen wir jetzt hier nur so rum, oder was?" "Kannst du denn wieder?", fragte Barbara. "Ich kann schon die ganze Zeit. Ich bin doch kein Schwächling." Sie hängte ihre Tasche über die andere Schulter. "Nur weil du anscheinend so eine Ar

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