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Das Keltenritual Kriminalroman von Weiglein, Christof (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.01.2019
  • Verlag: Emons Verlag
eBook (ePUB)
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Das Keltenritual

Eine Serie von Ritualmorden erschüttert den Schwarzwald. Der Magdalenenberg: Grabstätte der Kelten, Sternenkalender, Schauplatz einer Hexenverbrennung - und jetzt eines Ritualmords. Kriminalhauptkommissar Mark Panther ist aus Stuttgart nach Villingen-Schwenningen zurückgekehrt. In seiner Heimat hofft er, zu sich selbst zu finden. Doch das Gegenteil tritt ein: Panther wird mit einer Mordserie konfrontiert, die ihn den Boden unter den Füßen verlieren lässt. Christof Weiglein, geboren 1964 bei Deutschlands höchsten Wasserfällen, hat Maschinenbau studiert. Seit einem schweren Unfall ist er auf Rollstuhl und Aufzüge angewiesen. Er konstruiert Werkzeuge, schreibt Romane und wundert sich, wie das zusammenpasst.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 24.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960414339
    Verlag: Emons Verlag
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Das Keltenritual

ZWEI

Am selben Tag

Neunhundertdreiundsechzig Meter über Normalnull. Rechts die Friedrichshöhe, links das Tal, durchzogen vom Glasbach. Die Landstraße wies den Weg. Einhundertachtzig-Grad-Kehren, freier Blick, Postkartenidylle. Panther war satt und zufrieden. Das Bier machte ihn schläfrig. Jens Haller hatte gesagt: "Doch nicht im Dienst", und Marion Tesic hatte nur wissend gelächelt. Panther hatte ihr das Du angeboten, was sie mit dem gleichen Lächeln annahm. Vermutlich hielt sie ihn für einen kompletten Idioten.

Beim Türken hatte man sich abgesprochen. Tesics Aufgabe war es nun, Recherchen zu den Rollenspielern und ihren Gruppierungen anzustellen. Der Archäologe, Dr. Reuther, hatte widerwillig einige weitere Namen genannt. Haller und Panther kümmerten sich um Alan Catarius, beide waren auf den "Vorzeige-Kelten" gespannt. Außerdem hatten sie versucht, die zweite Leiche einzuordnen. Es gab zwei Theorien. Die erste, eher unwahrscheinliche: Der Mann gehörte zu den Tätern und war verunfallt oder im Streit getötet worden. Die zweite und bessere: Der Mann hatte die Täter überrascht und musste das mit seinem Leben bezahlen. Sie gerieten in Zeitnot und begruben ihn zusammen mit dem Ritualopfer. Die Zeit war so knapp bemessen, dass sie nicht einmal mehr die Kleidung beseitigen konnten - ein großer Vorteil für die Ermittler. Anhand der Kleidungsstücke hoffte man, den Toten schneller identifizieren zu können.

Genau so hatte es Panther auch telefonisch an den Polizeidirektor weitergegeben. Außerdem hatte er ihn über den Lindow-Mann und die Annahme eines Ritualmordes informiert. Beide waren sich einig, dies vorerst nicht zu veröffentlichen. Was an die Presse ging, waren Bilder der Kleidung der zweiten Leiche, ebenso des Sarges, der eigentlich eine Kiste aus grob behauenem Holz war. Vermutlich hatte sie dem Transport des zuerst gefundenen Opfers gedient - ob lebendig oder tot, war nicht klar. Für Hinweise aus der Bevölkerung wurde eine Telefonleitung eingerichtet. Wer im Zeitraum Mai bis September des letzten Jahres am Magdalenenberg bei einem nächtlichen Gewitter Verdächtiges beobachtet hatte, sollte sich melden.

Panther streckte sich und stellte seine Rückenlehne steiler. Haller beschleunigte den Wagen, das Städtchen Vöhrenbach lag hinter ihnen. Rechter Hand durchzog die Breg das nach ihr benannte Tal. Kinder befuhren den Fluss mit Autoreifen und spritzten sich gegenseitig nass, eine Gruppe Wanderer suchte den Schatten einer Fichte. Fast zu schön, um wahr zu sein, dachte Panther und ging mit seinem Smartphone online.

Zu Alan Catarius gab es viele Einträge, nur einen eigenen Internetauftritt hatte er nicht. Ungewöhnlich für jemanden, der seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf keltischer Produkte bestritt. Catarius wurde in einschlägigen Kreisen für seine Handwerkskunst gefeiert. Er war Gold- und Waffenschmied. Seine Dolche und Schwerter besaßen Kultstatus - ihnen wurden magische Kräfte nachgesagt. Ihn zu treffen galt als Ehre, nur wie man zu Catarius gelangte, daraus wurde ein Geheimnis gemacht. Die einzige konkrete Beschreibung endete abseits der befahrbaren Straßen in einem Waldweg, von wo aus man sich mit gutem Schuhwerk bergan begeben sollte. Wer den Kontakt zur Natur noch nicht verloren hätte, so hieß es, würde den Meister finden, wenn er gefunden werden wollte.

"Su steht auch auf Esoterik", sagte Panther zu Haller, nachdem er ihm den Beitrag vorgelesen hatte.

"Weiß ich doch", entgegnete Haller. "Das ist mit ein Grund, warum ihr euch getrennt habt."

"Hab ich schon oft erzählt, oder?"

"Sehr oft."

Jens konnte mit wenigen Worten viel sagen.

Irgendwann wies der Routenplaner sie an, die Landstraße zu verlassen, den Linacher Stausee hatten sie schon passiert. Sie folgten einem abenteuerlichen Weg, bis sie das Auto abstellen mussten. Der Wald war dicht, die Luft angenehm kühl.

"Ab hier kein Handyempfang me

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