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Das Lächeln der Signorina Commissario Montalbano lässt sich blenden. Roman von Camilleri, Andrea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Das Lächeln der Signorina

Eine Serie von Diebstählen sorgt für Aufregung im sizilianischen Vigàta. Als Commissario Montalbano im Rahmen der Ermittlungen Bekanntschaft mit der jungen Angelica Cosulich macht, fühlt er sich schlagartig in seine Jugend zurückversetzt: Mit ihrem wallenden Blondhaar erinnert ihn die schöne Angelica an die Heldin selben Vornamens aus Ariosts Epos 'Der rasende Roland', die ihm seinerzeit die Träume versüßt hat. Doch hinter dem betörenden Lächeln der Signorina verbirgt sich ein gefährliches Geheimnis...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 10.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732512720
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Il sorriso di Angelica
    Größe: 1207 kBytes
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Das Lächeln der Signorina

Zwei

Im Kommissariat fiel ihm sofort auf, dass Catarella angespannt und bedrückt wirkte.

"Was ist denn los?"

"Nichts, Dottori."

"Du weißt, dass du mir alles sagen kannst. Komm schon, raus mit der Sprache."

Da platzte es aus Catarella heraus.

"Ach, es ist doch nicht meine Schuldigkeit, Dottori, wenn der Dottori Augello entlassen wurde! Und wenn Fazio zum Markt fahren musste! An wen hätte ich mich denn wenden sollen? Wer ist mir denn noch geblieben? Sie ganz allein! Und Sie haben mich so schlecht behandelt!"

Um seine Tränen vor Montalbano zu verbergen, hatte er den Oberkörper halb abgewandt.

"Entschuldige, Catarè, ich war heute Morgen nervös, aber das hatte nichts mit dir zu tun. Entschuldige nochmals."

Kaum hatte er hinter seinem Schreibtisch Platz genommen, kam auch schon Fazio herein.

"Dottore, verzeihen Sie bitte, dass ich nicht an Ihrer Stelle hingehen konnte, aber die Schlägerei auf dem Markt ..."

"Heute ist offenbar der Tag der Entschuldigungen. Gut, setz dich und lass dir von diesem Einbruch erzählen."

Als Montalbano fertig war, wog Fazio bedächtig den Kopf.

"Merkwürdig", sagte er.

"Ja, ein perfekter Einbruch. Etwas derart minutiös Geplantes hat es in Vigàta noch nie gegeben."

Fazio schüttelte den Kopf.

"Ich meinte nicht die minutiöse Planung, sondern die auffälligen Parallelen."

"Worauf willst du hinaus?"

"Vor drei Tagen gab es einen Einbruch nach haargenau demselben Muster."

"Und warum weiß ich davon nichts?"

"Weil Sie gesagt haben, dass man Ihnen mit Einbruchsgeschichten nicht auf die Eier gehen soll. Dottor Augello hat sich mit dem Fall befasst."

"Erzähl mir davon."

"Kennen Sie Rechtsanwalt Lojacono?"

"Emilio? Den dicken Fünfzigjährigen mit dem hinkenden Gang?"

"Den meine ich."

"Und was ist mit ihm?"

"Seine Frau fährt jeden Samstagmorgen zu ihrer Mutter nach Ravanusa."

"Ein leuchtendes Beispiel für die Liebe eines Kindes zu seinen Eltern, aber was soll der Quatsch? Was hat das mit unserem Fall zu tun?"

"Einiges. Nur Geduld. Sie kennen doch die Dottoressa Vaccaro?"

"Die Apothekerin?"

"Genau die meine ich. Auch ihr Mann fährt jeden Samstagmorgen weg, um seine Mutter zu besuchen, in Favara."

Montalbano wurde allmählich ungeduldig.

"Kommst du jetzt endlich zum Punkt?"

"Ich bin gleich so weit. Rechtsanwalt Lojacono und die Dottoressa Vaccaro nutzen die Abwesenheit ihrer Partner, um den Samstagabend in trauter Zweisamkeit im Landhaus des Anwalts zu verbringen."

"Seit wann haben die beiden etwas miteinander?"

"Seit über einem Jahr."

"Und wer weiß davon?"

"Die ganze Stadt."

"Na prima. Und wie lief der Einbruch ab?"

"Der Anwalt ist bekannt für seine festen Gewohnheiten, von denen er niemals abweicht. Wenn er mit seiner Geliebten ins Landhaus fährt, legt er beispielsweise den Schlüssel immer auf den Fernseher, und der steht einen Meter von einem Fenster entfernt, das er immer gekippt lässt, Tag und Nacht, Sommer wie Winter. So weit klar?"

"Ja."

"Die Einbrecher haben eine drei Meter lange Holzstange mit einem Magneten dran durch das Gitter und das Fenster geschoben und sich damit den Schlüsselbund vom Fernseher geangelt."

"Woher wisst ihr das mit der Stange?"

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