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Das Rabenhaus Roman von Lehmann, Christine (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

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Das Rabenhaus

Der Tod, der in den Höhlen lauert: Der packende Spannungsroman 'Das Rabenhaus' von Christine Lehmann als eBook bei dotbooks. In der Idylle der Schwäbischen Alb findet Lehrerin Miriam endlich die ersehnte Ruhe vom hektischen Großstadtleben - wartet hier auch eine neue Liebe auf sie? Doch dann verunglückt einer ihrer Schüler in der Mondscheinhöhle. Plötzlich flammen alte Fehden und tödlicher Neid in dem beschaulichen Städtchen auf. Im Mittelpunkt steht der berühmte Höhlenforscher Leif Grote, ausgerechnet der Mann, dessen rauem Charme Miriam sich kaum entziehen kann. Nun aber erfährt sie, welche bösen Gerüchte sich um den Tod seiner Frau ranken. Ist Leif selbst das Opfer seiner Ängste und düsterer Umstände ... oder kann es ein tödlicher Fehler sein, ihm zu vertrauen? Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Das Rabenhaus' von Erfolgsautorin Christine Lehmann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Christine Lehmann, geboren 1958 in Genf, wuchs in Stuttgart auf. Heute pendelt sie zwischen ihrer Heimatstadt und Wangen im Allgäu. Christine Lehmann ist Nachrichtenredakteurin beim SWR und schreibt seit vielen Jahren erfolgreich in den verschiedensten Genres - von Krimis und historischen Romanen über Jugendbücher bis zu romantischen Liebesgeschichten. Außerdem arbeitet Sie an verschiedenen Sachbüchern und Hörspielen. Mehr Informationen über Christine Lehmann finden sich auf ihrer Website: www.christine-lehmann.blogspot.de Von Christine Lehmann erscheinen bei dotbooks ebenfalls die Romane 'Der Winterwanderer', 'Die Liebesträumerin', 'Die Strandträumerin', 'Die Liebesdiebin', 'Der Bernsteinfischer' und 'Die Rache Engel'. Unter Ihrem Pseudonym Madeleine Harstall erscheinen bei dotbooks 'Die Töchter der Heidevilla''Die Brückenbauerin'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 410
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961483181
    Verlag: dotbooks
    Größe: 1108 kBytes
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Das Rabenhaus

Kapitel 1

Das Handy klingelte. Miriam legte den Rotstift in das offene Diktatheft, ihr Blick fiel aus dem Fenster auf das Städtchen im Tal zwischen bewaldeten Hängen, dessen weiße Fachwerkhäuser sich um den runden Wehrturm und den Treppengiebel des Rathauses scharten. Ein paar Buchen zwischen den dunklen Fichten waren bereits gelb. Hier oben auf der Alb war es immer - wie man so sagte - einen Kittel kälter als im Neckartal.

Sie schaltete das Handy frei. "Kerner."

"Entschuldigen Sie die Störung. Ich bin die Mutter von Volker ..."

Miriam ging im Kopf die Namen durch, die auf den Diktatheften standen. "Ja, Frau Baumann?"

"Ich glaub', da isch ebbes passiert. Heiko müsste längst bei uns zum Essen sein. Freitagabend kommt er immer zu uns, weil da arbeitet seine Mutter doch bis acht. Und jetzt sagt mir Volker gerade, Tido und Heiko hätten sich heute früh in der Schule verabredet, zur Mondscheinhöhle zu gehen."

Miriam blickte auf die Uhr. In zwei Stunden würde es stockfinster sein. "Haben Sie die Polizei verständigt?"

"So ein Rettungseinsatz kostet doch immer ein Heidengeld, und nachher ist nix. Weshalb ich Sie anrufe ... Sie haben doch sicher die Telefonnummer von Tido. Wenn Heiko bei ihm wäre und nur die Zeit vergessen hätte, dann wäre ja alles in Ordnung."

Unwillkürlich fiel Miriams Blick in das aufgeschlagene Diktatheft auf dem Tisch am Fenster. Es wimmelte nur so von Rot. Das war schon keine glatte Sechs mehr, sondern eine Sechs minus oder Sieben. In den wenigen Wochen, die sie die Klasse 4b der Grund- und Hauptschule Trochtelfingen jetzt unterrichtete, hatte sie bereits festgestellt, dass Tido überall schlecht war, außer in Turnen, Zeichnen oder wenn es um Tiere ging. Er war ein stiller, schmaler Junge mit dunklem Haarschopf und in sich gekehrtem Blick, immer ernst. "Sie haben Tido Grote in der Klasse", hatte Rektorin Obermann ihr zwischen Tür und Angel erklärt. "Über den müssen wir uns mal unterhalten. Ich hoffe einstweilen, Sie fühlen sich wohl an unserer Schule. Mit Stuttgart ist Trochtelfingen natürlich nicht zu vergleichen. Aber es ist ja auch nur für ein Jahr."

"Ich habe die Nummer der Grotes nicht hier", antwortete Miriam Frau Baumann.

Das Schulsekretariat war um diese Zeit wohl auch nicht mehr besetzt. Sie hätte sich gleich ein privates Telefonbüchlein mit den Nummern ihrer Schülerinnen und Schüler anlegen sollen, aber es war ihre erste eigene Klasse und sie hatte noch so viel anderes zu bedenken und zu organisieren gehabt. Eine Bleibe finden zum Beispiel. Die kleine Dachgeschosswohnung in der Neubausiedlung am Hang über Trochtelfingen war noch nicht mal richtig eingerichtet. Unter die schrägen Wände passten keine konventionellen Bücherregale. Ihr Unterrichtsmaterial musste sie sich aus den Bücherkartons zusammensuchen.

"Aber Sie wissen doch, wo Grote wohnt", insistierte Frau Baumann. "Ach nein, das können Sie ja nicht wissen. Sie sind ja neu hier. Da fahren Sie Richtung Steinhilben. Das wissen Sie doch, wo das ist, gell? Es ist das Haus links am Waldrand. Können Sie gar nicht übersehen."

Miriam fragte sich stumm, warum Volkers Mutter nicht selbst dorthin fuhr. Doch die Antwort kam prompt: "Ich kann jetzt leider nicht weg. Das Essen steht auf dem Herd, und mein Mann kommt gleich. Aber wenn dem Heiko was passiert wär', dann könnte ich mir nie verzeihen, wenn wir nicht nachgeschaut hätten."

Miriam bedankte sich etwas verwirrt und versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern.

Nur wie? Sollte sie wirklich bei den Grotes aufkreuzen, um sich zu erkundigen, ob ihr Schüler Heiko Eichele dort war? Und wenn nicht? Sie hatte keine Ahnung, wo sich die Mondscheinhöhle befand. Sie wusste zwar, dass im Prinzip die ganze Schwäbische Alb unterhöhlt war, aber dass sich so eine Höhle hier in der Gegend befand, hatte sie in keinem der Reiseführer gelesen, die sie hastig studiert hatte, als sie zwei Wochen vor Schulbeginn erfuh

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