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Deckname Condor von Brownman, John U. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2013
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
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Deckname Condor

Wie beim Krimi Tödliche Jagd haben die Autoren von Deckname Condor das Pseudonym John U. Brownman gewählt. Es sei daran erinnert, dass der Name aus einer englischen Kombination von Hans-Ulrich Lüdemann und dem Co-Autor Hans Bräunlich entstand ... Der Hintergrund dieser spannenden Story Deckname Condor ist der Militärputsch im September 1973 in Chile. Millionen Chilenen flüchten aus ihrer Heimat. Die weltweite Solidarität ist den Emigranten sicher. Viele finden in der solidarischen DDR zeitweilig eine neue Heimat. John U. Brownman alias Hans-Ulrich Lüdemann hatte damals öfter Kontakt mit der chilenischen Gruppe Aparcoa in Rostock. In seiner Erinnerung waren das höchst sympathische Musiker und Sänger. In der Geschichte spielen die dreizehnjährige Maria Gomez und ihr vorgeblicher Vater Gonzales Gomez eine zentrale Rolle. Der Ex-Geheimdienstoffizier ist aus Gewissensgründen von Chile nach New York geflohen, um in diesem menschlichen Moloch unterzutauchen. Er hat als ein Faustpfand für seine und die Sicherheit der Tochter einer ermordeten Chilenin entscheidende Filmdokumente, die das mörderische Pinochet-Regime vornehmlich dessen Geheimdienst DINA bloßstellen. Aber der fahnenflüchtige Militär irrt, wenn er glaubt, dass seine und Marias Spur sich verloren hat. Im turbulenten Geschehen agieren sowohl chilenische Emigranten als auch fortschrittliche US Amerikaner, die ihren Möglichkeiten gemäß, den politisch Verfolgten aus der lebensgefährlichen Situation helfen. Von großer Bedeutung ist übrigens ein Condor aus Stoff, zu Marias Talisman avanciert. Die Bedeutung bzw. das Geheimnis dieses Andenvogels wird anderthalb Jahrzehnte nach der Flucht aus Chile im Laufe der Geschichte offenbart ... Deckname Condor war der zweite Band einer auf zehn Krimis konzipierten Reihe, die in US Großstädten angesiedelt sein sollten. Der Plan der Autoren Hans Bräunlich und Hans-Ulrich Lüdemann war es, diese Orte nach ihrem Bezug zu einem prominenten Schriftsteller auszuwählen. War es in Tödliche Jagd der weltberühmte Schriftsteller Jack London, so ist es hier der ebenso geschätzte Detektiv-Roman-Schreiber Edgar Allan Poe und die Stadt New York mit Umgebung. Ein weiteres Geheimnis sei an dieser Stelle verraten: Die beiden Autoren, die unter dem Pseudonym John U. Brownman veröffentlichten, wechselten sich jeweils in der Federführung ab. Und auch das sei noch gesagt: beim Schreiben für den vorliegenden Krimi hatte Hans Bräunlich den Hut auf ...

Hans-Ulrich Lüdemann (Pseudonym John U. Brownman mit Co-Autor Hans Bräunlich) wurde am 4. Oktober 1943 in Greifswald geboren. Nach dem Abitur folgte ein Studium der Sportwissenschaften, Psychologie, Pädagogik und Germanistik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität im vorpommerschen Greifswald. Von 1966 bis 1969 arbeitete er beim Verlag Junge Welt Berlin. Danach war er freischaffend tätig als Journalist, TV-Kameramann und Schriftsteller. 1977 erlitt Hans-Ulrich Lüdemann einen Unfall als Reservist während seiner NVA-Wehrpflicht, der ihn zeitlebens in den Rollstuhl zwingt. Er ist Autor von 20 Hörspielen für Kinder und Erwachsene, desgleichen sind 26 Buchtitel von ihm erschienen. Als wichtigstes Werk gilt sein autobiographisch geprägter Roman Der weiße Stuhl. Hans-Ulrich Lüdemann hat sich auch als Szenarist von TV-Filmen ausgewiesen. Schreiben ist für ihn Therapie. Seiner physischen und psychischen Stärkung dienten seit 1992 über zwei Dutzend Aufenthalte in Dänemark, Reisen nach San Francisco, Zypern, Toronto, Guernsey, Kapstadt, Florida, Dubai, Sydney und Singapur ... Glückliche Rollstuhl-Tage in Kalifornien fanden ihren Niederschlag in San Francisco and so on Happy Rolliday I. Ein Reise-Essay zu Südafrika trägt den Titel Kapstadt und so weiter Happy Rolliday II. Das dritte Buch über eine Reise im Oktober 2002 mit dem Titel Florida and so on Happy Rolliday III erschien Januar 2005. Ein viertes Reise-Essay Dubai-Sydney-Singapur und so weiter Happy Rolliday IV schloss

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 271
    Erscheinungsdatum: 05.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863948757
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 2050 kBytes
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Deckname Condor

Die Männer erreichen das Haus, das sie geduldig beobachtet haben. Ihre Blicke tasten sorgfältig die Umgebung ab, ehe sie sich in die Ruine wagen. Eingeschlagene oder herausgerissene Türen verweisen darauf, dass sie unbewohnt ist. Der Treppe zu den oberen Etagen fehlen mehrere Stufen. 'Das Versteck kann nur im Keller sein", flüstert Patricio Borges dem Freund zu. Er ist bemüht, über keinen der herumliegenden Steine zu stolpern. Um möglichst jedes Geräusch zu vermeiden. Langsam schleichen die Eindringlinge weiter. Im zerfallenen Haus ist es totenstill. Der herannahende Streifenwagen ist nicht mehr zu überhören. Die Männer stutzen einen Moment. Doch sie bringen die Polizeisirene in keine Beziehung zu ihrem Vorhaben. Sie erreichen eine halb offene Eisentür, die in den Keller führt. Jack Light zögert kurz. Dann winkt er und begibt sich in das nach unten führende Dunkel. Die Scharniere sind gut geölt. Kein Quietschen ist vernehmbar, als der Vorangehende die Tür weit öffnet. Eine nochmalige Handbewegung von Jack Light bedeutet dem Chilenen, ihm zu folgen. Beide verschwinden ins Unbekannte. Alles erinnert an eine Höhlenexpedition ins Innere der Erde. Doch es ist damit zu rechnen, dass ihr Abenteuer weniger friedlich verläuft ... Patricio Borges riecht es zuerst. 'Jack! Vorsicht! Hier brennt es!" Auch der Schauspieler nimmt nun den Brandgeruch wahr. 'Raus, Patricio! Schnell!" Beide machen kehrt. Sie hasten zurück. Keine Rücksicht mehr darauf nehmend, ob sie Lärm verursachen oder nicht. Hinter ihnen wird es mit einem Schlag beinahe taghell! Eine Stichflamme jagt durch den Kellergang! Knisternde Feuerzungen werden zu unerbittlichen Verfolgern. Ist an den Wänden brennbares Material gelagert worden? In schwarzen Schwaden breitet sich beizender Rauch aus. Er führt zu Atemnot bei den Flüchtenden. Aber gleich haben sie den ins Freie führenden Ausgang erreicht! Jack Light stützt den hinkenden Freund. Er reißt Borges in den Erdgeschossflur und wirft die Eisentür hinter ihm zu. Den Flammen ist der weitere Weg versperrt. Schwer atmend und von Hustenanfällen geschüttelt lehnen die Männer an der Wand. Sie sehen sich an. Wissen nicht genau, was sie von all dem halten sollen. 'Ob Gonzales Gomez noch da drin ist?" Borges ringt nach Luft. 'Du meinst, dass sie auf diese Weise einen unbequemen Zeugen beseitigen wollen?" Ebenso keuchend hakt Jack Light nach. 'Denkbar wäre es. Oder?" 'Schon, nur ..." 'Oder war die Falle für uns gedacht?!" 'Dann müssten sie gewusst haben, dass wir ihnen gefolgt sind?", bezweifelt Johns Vater. Noch bevor der Chilene dem anderen zustimmen oder widersprechen kann, dröhnt eine Lautsprecherstimme: 'Hier spricht die Polizei! Herauskommen! Mit erhobenen Händen! Waffen wegwerfen! Ich wiederhole: Hier spricht die Polizei!" Schrecken und Staunen zugleich malen sich in den Gesichtern der Freunde. Sie erblicken auf der Straße zwei Streifenwagen. Dahinter haben sich Uniformierte postiert. Die Citypolizisten zielen mit ihren Revolvern auf den Hauseingang. Etwas abseits steht einer der Beamten mit dem Megafon. Seine wiederholte Aufforderung hallt wider an den Häuserwänden. Das Feuer im Keller lässt die Eisentür rot glühen bis zum Bersten. Es gibt keinen Ausweg für Jack Light und Patricio Borges. Sie müssen auf die Straße hinaus. Sich der Polizei stellen.

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